Donnerstag, 1. Januar 2026

Was sonst noch so geschah

Warum das Silvesterfeuerwerk in Accra nur überschaubare Besucherzahlen vorzuweisen hat, ist klar. In Westafrika verbringt man den Jahreswechsel, wenn es irgendwie geht, im Gottesdienst. Die ganze Stadt ist mit entsprechenden Hinweisen zugepflastert. Der größte davon hat im Stadion in Accra stattgefunden. Aus Datenschutzgründen darf ich hier keine Namen nennen, aber geschätzte 60.000 Leute waren da. Zumindest genau um zwölf, schon viele andere haben die Möglichkeit vorher genutzt, die Veranstaltung hat sich über zwei Tage hingezogen. Jeweils von mittags bis spät in die Nacht hinein.
Das alles klingt nach einem mittelgroßen Rockfestival und es gibt tatsächlich verblüffend viele Parallelen: Eine große Bühne, auf der gesungen und getanzt wird. Umjubelte Stars. Großbildleinwände, damit man auch einer gewissen Entfernung etwas erkennen kann. Mitklatschen und Hüpfen im Publikum, und die Älteren unter den Lesern erinnern sich vielleicht noch an Vuvuzelas. Es gibt T-Shirts zum Event und vereinzelt zelten Menschen in den Aufgängen. Und die hygienischen Zustände kommen einem leider auch irgendwie bekannt vor.
Einen gravierenden Unterschied kann ich aber natürlich feststellen: Die Veranstaltung kostet schließlich keinen Eintritt und die Verpflegung ist bezahlbar. Selbst der VIP-Zugang für die internationale Tribüne wird mir kostenfrei in Aussicht gestellt, ich lehne aber dankend ab. Von wegen vor Gott sind alle gleich. Aber egal, sollte es wirklich einen Gott geben, wird sie von so viel Euphorie sicher begeistert sein.

Gottesdienst im Accra Sports Stadium
Accra Sports Stadium
Silvester um 23:30

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Raus mit Applaus (9)
Das Wort zum Sonntag
Viel hilft viel
Ende gut alles gut

2 Kommentare:

Ronny S aus L hat gesagt…

Was heißt „sollte es wirklich einen Gott geben“. Es gibt nur einen! Sagt selbst die URL hier.

chrwil hat gesagt…

Leider waren die Jungs nicht Teil des Bühnenprogramms.

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