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Montag, 1. Januar 2018

Raus mit Applaus (4)

Diesmal: Istanbul, Türkei.
Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage und des einjährigen Jubiläums eines Anschlags in einem Nachtklub in sehr überschaubarem Rahmen. Dafür mit umso mehr Polizei und Kontrollen.

Feuerwerk in Istanbul mit der Süleymaniye-Moschee im Hintergund
Hat was von Wunderkerze

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Raus mit Applaus (9)
Raus mit Applaus (7)
Raus mit Applaus (3)
Raus mit Applaus (2)

Sonntag, 31. Dezember 2017

Die ständige Gefahr

Jedes Mal ist es dasselbe. Täglich mehrfach muss ich auf dem Weg zur Bahn durch die beliebteste Einkaufsstraße Istanbuls. Es gilt dabei sehr vorsichtig zu sein, ansonsten stehen am Ende des Tages ungewollt hohe Kosten auf der Ausgabenseite. Mit Shopping hat das Ganze allerdings nichts zu tun. Es entwickelt sich in schöner Regelmäßigkeit und in diversen Variationen folgendes Gespräch mit irgendeinem der sympathischen Einheimischen:
Hast Du mal Feuer?
[Englisch] Nein.

Hierbei ist "Englisch" das Entscheidende, ob man einen Brandbeschleuniger mit sich führt ist vermutlich nicht von Belang.
Woher kommst Du? Und aus welcher Stadt?

Das ist eigentlich auch egal. Neben der Wahrheit habe ich bei verschiedenen Gelegenheiten diverse Kombinationen ausprobiert:
Deutschland/Buxtehude.
In der Nähe lebt ein Onkel von mir.

Buxtehude, logisch.
Niederlande/Amsterdam.
Da habe ich mal gearbeitet.

Das wollen wir doch mal sehen...
Schweden/Aarhus
Wie viele Einwohner hat Aarhus?

Verdammt. Aus der Falle hat sich mein Gegenüber gut heraus manövriert. Also probiere ich es mal mit Gegenfragen. Nützt aber alles nichts, am Ende kommt was kommen muss:
Was machst Du heute Abend noch so? Wollen wir noch ein Bier zusammen trinken? Ich lade Dich ein!

Das ist jetzt der Punkt, an dem ich leider dankend ablehnen muss. Denn dieser international bekannte Trick hat sich wie so viele vor und nach ihm auch herumgesprochen. Somit passe ich, da mir ansonsten eine astronomisch hohe Rechnung droht, für deren Begleichen die Herrschaften mit Sicherheit sorgen werden.
Vorhin ist es mir allerdings erstmalig gelungen, das Gespräch von vornherein zu unterbinden. Wortloses Kopfschütteln in Verbindung mit einem breiten Grinsen hat meinen Gegenüber sofort von fehlender Investitionsbereitschaft überzeugt. Vielleicht kann ich den Spieß aber auch einfach umdrehen und mir etwas dazu verdienen, indem ich die Einladung zuerst ausspreche?

Istanbul, Menschenmenge auf der İstiklal Caddesi
Irgendwer führt Böses im Schilde

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Slovenia!
Irrläufer
Handelsbilanz
Hey my friend

Samstag, 30. Dezember 2017

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Preisfrage: Beim Besuch welcher Weltkulturerbe-Sehenswürdigkeit in Istanbul spielen Plastetüten eine entscheidende Rolle? Ein kleiner Tipp dazu: Frau trägt dort in dieser Saison mehr oder weniger gerne eine Art gelben Kartoffelsack und ein blaues Tuch. Spätestens jetzt ist sicher klar, dass es sich um die Blaue Moschee handelt.
Beim Besuch gilt es natürlich, ein paar Regeln zu beachten. Neben den Besuchszeiten und grundsätzlichen Verhaltensmaßnahmen geht es vor allem um die Kleidung. Wie in allen anderen Moscheen auch müssen Schuhe beim Betreten ausgezogen werden. Damit die Hunderte von Tretern nicht durcheinandergeraten, werden die oben genannten Tüten verteilt. Das ist hygienisch sicher einwandfrei, umwelttechnisch aber garaniert noch ausbaufähig. Das verpackte Schuhwerk darf dann gerne in einen der zahllosen dafür bereitgestellten Regale abgestellt werden. Die meisten Gäste allerdings ignorieren dieses Angebot und führen lieber ein zusätzliches Gepäckstück mit sich herum. Und wenn man - oder besser Frau - nicht den Regeln entsprechend gekleidet ist, gibt's vom Veranstalter die zwei genannten Kleidungsstücke gratis dazu.

Outfit für Besucherinnen in der Blauen Moschee in Istanbul
Was nicht passt, wird passend gemacht

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Nach einer wahren Begebenheit
Wer schön sein will muss leiden
Ein Unterschied wie Tag und Nacht
Die Tüte allen Übels