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Dienstag, 1. Januar 2019

Die Lizenz zum Kaufen

Die Vereinigten Araber gelten ja als ein nicht so alkoholhaltiges Volk wie zum Beispiel die Angehörigen diverser osteuropäischer Nationalitäten. Aus diesem Grunde braucht es hier in Dubai tatsächlich eine Lizenz, um eine Flasche Silvesterbier mit mehr als null Prozent Alkohol in einem der dafür vorgesehenen Spezialgeschäfte zu kaufen. Zum Erwerb der Lizenz sind vier Dinge nachzuweisen: Volljährigkeit, eine fremde Staatsangehörigkeit, die Nichtzugehörigkeit zur lokal dominierenden Glaubensgemeinschaft und ein dauerhafter Wohnsitz in Dubai. Leider kann ich mindestens ein Kriterium nicht erfüllen, somit bleibt nur noch der Einkauf im Duty-Free bei der Einreise. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass ich nur deshalb den Ausflug nach Bahrain gemacht habe.
Nur eines ist hier aber noch verpönter als der Kauf von Alkohol. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Da ich mich Schlag zwölf natürlich ebenda aufgehalten habe, habe ich entsprechende Experimente lieber bleiben lassen. Und das obwohl es in Dubai nur so von Orten wimmelt, an denen normalerweise reichlichst getrunken wird: Baustellen.

Alkoholladen in Dubai
Zutritt verboten!

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Fortsetzung folgt
Doppelplus
Mall was anderes
Freigetränke

Raus mit Applaus (5)

Öfter mal was Neues: Wenn man so nah am silvesterlichen Geschehen wohnt, dass man das Feuerwerk quasi aus dem Bett beobachten könnte, scheint alles in Butter. Ist es aber nicht, denn wer das ganze Spektakel im Bild festzuhalten wünscht, muss weiter weg.
Und dabei beginnen die Probleme, es geht immer entgegen der Menschenströme. Auf dem Hinweg ist das massentechnisch alles kein Problem, ich hinterlasse lediglich einige verdutzte freiwillige Helfer, die nicht verstehen können, warum jemand vom Burj Khalifa weg will. Nach einem etwa einstündigen Umweg bin ich mehr als rechtzeitig am Platz in Reihe eins, direkt auf dem Grünstreifen der Stadtautobahn. Zugegebenermaßen gibt es schönere Plätze für eine Feier, aber nicht für so ein Foto.

Silvesterfeuerwerk am Burj Khalifa in Dubai
Rumms!

Auf dem Rückweg dann, diesmal mit Menschenmassen, dasselbe Problem: Zum Burj Khalifa? Jetzt? Unmöglich. Alles gesperrt. Wieder ein einstündiger Umweg, wieder kein Problem und ganz entspannt im Vergleich zu den Strömen in entgegengesetzter Richtung.

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Raus mit Applaus (8)
Kann abbrennen!
Raus mit Applaus (4)
Raus mit Applaus

Sonntag, 30. Dezember 2018

Autokartenspiel

Ein nur allzu bekanntes Szenario: Man stellt einmal das Auto an der falschen Ecke ab und binnen kürzester Zeit machen sie einem einen Zettel an die Karre. Genauso läuft das hier in Dubai auch.
Allerdings ist hier nicht die Rede von Parktickets zu überhöhten Preisen zugunsten der Stadtkasse. Es geht vielmehr um die nervigen Werbekärtchen. Daheim bieten ja in der Regel schwere Jungs mit osteuropäischem Akzent Unterstützung bei der fachgerechten Entsorgung des Mobils an. Hier hingegen bieten offensichtlich leichte Mädchen aus dem ostasiatischen Raum Massagen und andere offiziell verbotene Dienste an. Da bleiben fast keine Fragen offen.
Ob die gutaussehenden Mitarbeiterinnen auch zum Thema Autoverkauf sachdienliche Hinweise geben können, muss jemand anderes in Erfahrung bringen. Den Mietwagen habe ich nämlich lieber wieder zurück zur Station am Flughafen gebracht.

Werbekärtchen an Autos in Dubai
Ruf mich an!

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Verrückt nach Married
Lobbyarbeit
Automuseum
Reisebericht Las Vegas - Vegas, Baby

Freitag, 28. Dezember 2018

Mall was anderes

Mehr oder weniger schnöde Einkaufstempel gibt es ja zuhauf. Ein Kino oder ein integrierter Hauptbahnhof gelten da gerne schon mal als herausragendes Zusatzelement. Nicht so in Dubai, die Stadt kennt keine Grenzen. Was für Las Vegas die Casinos sind, sind für Dubai die Malls. Apropos Vegas: Wer denkt, in einer der dortigen Spielhallen ist der Ausgang schwer zu finden, dem kann ich mal die Dubai Mall ans Herz legen. Vom rechten Wege abbringen können einen unter anderem diverse irreführende Schilder und die Tatsache, dass es neben einem Erdgeschoss sozusagen auch noch ein Erderdgeschoss gibt. Am besten versucht man sein Glück so wie ich mit komplettem Reisegepäck zur Haupteinkaufszeit.
Wenn gar nichts mehr geht, kann man immerhin auf ein Taxi zurückgreifen. Innerhalb des Hauses, versteht sich. Dieses kann einen dann auf Wunsch auch zu einem dreistöckigen Wasserfall, einem ebenso so hohen Aquarium oder zum Eisstadion, in dem Dubais bekannteste Eishockeymannschaft spielt, bringen. Innerhalb des Hauses, versteht sich. Innerhalb des Hauses befindet sich auch noch ein 24 Meter langes Skelett eines Dinosauriers, welches aber wirklich schwer zu finden ist. Kennt man ja von zuhause: Da hat man schon irgendwo so ein Teil rumstehen, und dann weiß man nicht wo es ist.
Aber bevor es heißt, Dubai verkaufe hier seine Seele: Wenn's drauf ankommt, stehen diverse Gebetsräume zur Verfügung und zu den Gebetszeiten ist der Ruf des Muezzins nicht zu überhören.

Taxi in der Dubai Mall
Auch mit Reisegepäck unterwegs

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Shoppingerlebnis
Die Lizenz zum Kaufen
Der Supermarkt Südamerikas
Reisebericht Vereinigte Arabische Emirate - Klotzen statt Kleckern

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Wenn Kamele rennen

In Dubai stampft man mit unschöner Regelmäßigkeit irgendetwas neues, großes, tolles aus dem Boden. Das neue, große, tolle hat mittlerweile dermaßen überhand gewonnen, dass ich heute sogar in die Wüste gefahren bin, um etwas Traditionelles zu finden.
Gut 30 Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich Dubais bekannteste Kamelrennstrecke und ich habe mehrere Rennen bestaunen dürfen. Die Kurzstrecke hat heute auf dem Programm gestanden, die Anreise mit dem Bus einmal ausgenommen. Drei Kilometer geht’s immer geradeaus, Kamele laufen nämlich in vollem Tempo eher ungern um die Kurve. Es lässt sich natürlich nur ein kleiner Teil der Strecke überblicken, das Geschehen kündigt sich aber rechtzeitig durch eine gigantische Staubwolke an.
An Bord eines jeden Wüstenschiffs befindet sich ein Roboterjockey. Früher haben das die Jungs vom Scheich noch selbst gemacht, aber irgendwann hat jemand den Begriff Kinderarbeit erfunden und seitdem sitzen Kollegen aus Metall obenauf. Neben einer kleinen Peitsche sorgen Anfeuerungsrufe aus einem kleinen Lautsprecher für die Motivation der Tiere. Diese Rufe stammen von den Besitzern der Tiere, die parallel zur Strecke in mitfahrenden Geländewagen quasi ihr eigenes Rennen austragen.
Zurück in der Stadt gönne ich mir einen Kamelmilchshake. Ob die Hauptzutat von einem Sieger oder einem der Platzierten stammt, lässt sich dabei nicht eindeutig klären.

Kamelrennen in Dubai
Wer hat hier die Nase vorn?

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Dicke Luft
Im Cockpit
Wüstenschiff
Wenn Hunde rennen

Montag, 19. März 2012

Reisebericht Vereinigte Arabische Emirate
Klotzen statt Kleckern

Die Scheichs müssen sich vorkommen, wie in einer Computersimulation à la Sim City. Ein riesiger Haufen Sand steht zur freien Verfügung und will ohne Budgetbegrenzung bebaut werden. Dies passiert auch an allen Ecken und Enden, mein ursprüngliches Argument gegen einen Stopp in Dubai – eine einzige Baustelle – scheint zeitlos.
Alle paar Kilometer taucht am Horizont ein neues Viertel mit Wolkenkratzern auf, gerne auch mal mit rekordwürdigen statistischen Werten. Das derzeit höchste Gebäude der Welt befindet sich in Dubai, ebenso das größte Einkaufszentrum, außerdem eine Skihalle und künstliche Inseln, die zusammen aus der Luft gesehen eine Palme bilden. Worte wie „nein“ oder „geht nicht“ scheint es in der Amtssprache nicht zu geben.
Abu Dhabi steht dem Ganzen in nichts nach, außerdem verfügt es über etwas, was sich Dubai bei allem Geld nicht kaufen kann: Hauptstadtstatus. Über beiden Metropolen hängt permanent eine dünne Dunstschicht – mitten in der Wüste ist Luftfeuchtigkeit eher selten, Wind mit feinem Sand im Schlepptau dagegen an der Tagesordnung.
Das schreckt aber nicht wirklich viele davon ab, hierher zu kommen. Geschäftsleute aus aller Welt, Touristen vornehmlich aus Russland, die zum Einkaufen vor Ort sind, und zahllose Gastarbeiter aus Südostasien (hier werden Leute dafür bezahlt, Bauzäune zu putzen!) machen das Land zum Schauplatz einer internationalen Vollversammlung. Ach ja, und Araber sieht man auch vereinzelt.

Emirates Towers und Burj Khalifa, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate
Emirates Towers & Burj Khalifa, Dubai

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Luftkurort Peking
Wüstenschiff
Reisebericht Oman - Oh Mann

Sonntag, 18. März 2012

Wüstenschiff

Nein, die Rede ist im Folgenden nicht von einem Kamel, sondern von einem ausgewachsenen Geländewagen, Marke nichts ist unmöglich, ausgestattet unter anderem mit GPS-Navigationssystem, Überrollkäfig und extrem niedrigem Reifendruck. In Kombination mit einem sach- und ortskundigen Fahrer ist das die beste Voraussetzung für eine zügige Fahrt durch die Wüste, abseits der Autobahn über Stock und Stein oder besser gesagt über einige Sanddünen.
Dort wird ordentlich Gas gegeben und die Grenzen des Mobils ausgelotet. Sicherheitsgurt und Überrollkäfig sorgen dafür, dass auch bei einer Rolle seitwärts (laut Fahrer ist das im letzten Jahr ungefähr zehnmal passiert) keiner der Passagiere zu Schaden kommt. Leider können trotz der beruhigenden Worte nicht alle Teilnehmer die Fahrt wirklich genießen, in meinen Ohren jedoch klingen steile Abfahrten, Rutschen in Schräglage und Kurvenfahrten mit viel aufgewirbeltem Sand nach jeder Menge Spaß. Und genauso fühlt sich das auch an, wenn große Jungs im Sandkasten herumtollen.
Leider ist selber fahren nicht drin, mangels Erfahrung ist das wohl aber auch besser so, denn selbst unter Anleitung holt der Novize sicher nicht das Letzte aus dem Auto heraus. Dann doch lieber Passagier bei einem vertrauenswürdigen Chauffeur, der demonstriert was alles möglich ist.

Geländewagen auf Sanddüne in der Nähe von Dubai / Vereinigte Arabische Emirate
Stabile Seitenlage ist nie verkehrt

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Gilt als zugestellt
Wenn Kamele rennen
Reisebericht Vereinigte Arabische Emirate - Klotzen statt Kleckern
Peeling inklusive