Dank der etwas einseitigen Berichterstattung in den westlichen Medien ist vielleicht ein falscher Eindruck entstanden. Im Libanon lässt es sich – vorausgesetzt, die aktuelle Lage lässt dies zu – prima aushalten, wenn man das eine oder andere Kriegszeugnis wie z.B. Flüchtlingslager oder Einschusslöcher in Häuserwänden verkraften kann.
Je nach Laune kann man hier in den Bergen Ski fahren, im Meer baden, Wein verköstigen, Casinos besuchen oder trotz diverser kriegerischer Auseinandersetzungen erstaunlich gut erhaltene antike Stätten bewundern. Griechen, Römer, Phönizier, Umayyaden (und wer sonst noch jemals in der Gegend was zu sagen hatte) haben hier nämlich ihre Spuren bzw. Tempelanlagen hinterlassen. All diese Aktivitäten kann man aufgrund der geringen Distanzen an nur einem Tag kombinieren. Und das trotz schlechter Straßenqualität, dichtem Verkehr und diverser Kontrollposten, denn außerhalb der Hauptstadt Beirut befindet man sich quasi überall im Grenzgebiet.
Zu Abend kann man dann die exzellente Küche genießen und sich das eine oder andere Bier genehmigen. Dazu werden übrigens gesalzene Karotten gereicht, eine sehr interessante Kombination. Bezahlt wird wahlweise mit libanesischen Pfund oder US-Dollar, man ist da ziemlich flexibel und der Gast Dank eines alltagstauglichen und vor allem festgeschriebenen Wechselkurses auf der sicheren Seite.
Leuten, die Wert auf ein ausgefallenes Mitbringsel legen, kann ebenfalls geholfen werden. Ihnen sei vielleicht der eine oder andere Fanartikel der Hisbollah ans Herz gelegt, wie wär’s zum Beispiel mit einer Baseballkappe oder einem T-Shirt?
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Donnerstag, 22. März 2012
Reisebericht Libanon
Warum eigentlich nicht?
Labels:
Libanon,
Reisebericht
Standort:
Beirut, Libanon
Mittwoch, 21. März 2012
Alarmstufe Orange
Die Worte Brisanz und Präsenz klingen nicht umsonst ähnlich, es gibt da einen Zusammenhang, den auch das Militär erkannt hat. Jedenfalls sind hier in Beirut Straßensperren, bis an die Zähne bewaffnete Fußtruppen, Bombendetektoren, Stacheldraht und der eine oder andere Panzer im Straßenbild Normalität. Kein Wunder bei der Erfahrung der letzten Jahrzehnte, in denen diverse Interessengruppen mit unschöner Regelmäßigkeit ein Auge und leider auch diverse Granaten auf die Stadt geworfen haben. Formal herrscht immer noch Krieg mit dem Nachbarn im Süden, dementsprechend akribisch wird bei der Einreise der Pass nach verdächtigen Stempeln durchsucht.
Man hat sich aber arrangiert, das Leben geht weiter und eine gewisse Entspannung ist spürbar. Leider kann sich das nur allzu schnell wieder ändern. Zurzeit herrscht aber lediglich auf Beiruts Straßen Krieg – eine gewisse Großstadterfahrung scheint mir beim Überqueren der Straßen überlebensnotwenig – so dass sich die Soldaten auf das Absperren von Fußballstadien konzentrieren können. Wer dann erst kurz nach Anpfiff erscheint, kann dann nur noch zur Kenntnis nehmen, dass nichts mehr geht und massive Truppenstärke bewundern. Die Tatsache, dass es gegen eine syrische Mannschaft geht, trägt bei der derzeitigen Lage sicher auch nicht gerade zur Lockerheit bei. Da ich mit Schwerbewaffneten grundsätzlich ungern diskutiere (und schon gleich gar nicht in einer ihnen fremden Sprache), bleibt da leider nur der Rückzug.
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Es wird langsam ungemütlich
Reisebericht Libanon - Warum eigentlich nicht?
Man hat sich aber arrangiert, das Leben geht weiter und eine gewisse Entspannung ist spürbar. Leider kann sich das nur allzu schnell wieder ändern. Zurzeit herrscht aber lediglich auf Beiruts Straßen Krieg – eine gewisse Großstadterfahrung scheint mir beim Überqueren der Straßen überlebensnotwenig – so dass sich die Soldaten auf das Absperren von Fußballstadien konzentrieren können. Wer dann erst kurz nach Anpfiff erscheint, kann dann nur noch zur Kenntnis nehmen, dass nichts mehr geht und massive Truppenstärke bewundern. Die Tatsache, dass es gegen eine syrische Mannschaft geht, trägt bei der derzeitigen Lage sicher auch nicht gerade zur Lockerheit bei. Da ich mit Schwerbewaffneten grundsätzlich ungern diskutiere (und schon gleich gar nicht in einer ihnen fremden Sprache), bleibt da leider nur der Rückzug.
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