Den meisten Locals ist das egal, denn selbst Kakaobauern haben in der Regel keine Ahnung, wie Schokolade schmeckt. Wie so häufig liefert Afrika die Rohstoffe, veredelt, verdient und verkonsumiert wird woanders. In Togo hat sich vor ein paar Jahren eine Firma gegründet, die das ändern will. Damit das klappt, muss das braune Gold afrikatauglich gemacht werden. Handelsübliche Schokolade sollte außer im Mund nie mit Temperaturen von über 30° C in Berührung kommen, da sie sonst anfängt sich zu verflüssigen. Hier in Westafrika befinden wir uns aber in einer Gegend, in der es nie nie 30° C hat. Für dieses Problem gibt es aber eine ganz einfache Lösung: Geschmacksverstärker und Emulgatoren lassen wir besser weg, somit verflüssigt sich die Leckerei erst bei etwas über 35° C. Das geht auf Kosten von Hochglanz und einer ausufernden Zutatenliste, ermöglicht aber Verkauf und Transport vor Ort.
In Lomé habe ich mal einen Testlauf gewagt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Einkauf bin ich damit bei 31° C noch über eine Stunde durch die Stadt gelaufen. Und was soll ich sagen, es funktioniert natürlich. Weder habe ich zum Verzehr einen Strohhalm benötigt, noch habe ich danach meinen Rucksack ausspülen müssen. Außerdem stellt die Firma übrigens auch noch andere Produkte unter Verwendung von Kakao her, unter anderem Heiße Schokolade. Aber das ist für mich hier wirklich keine Option.
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