Sobald diese am Himmel auftauchen und sich der erste Tropfen aus ihnen gelöst hat, taucht eine ganz besondere Spezies im Straßenbild einer südamerikanischen Großstadt auf. Wie aus dem Nichts erscheinen Menschen auf der Bildfläche und bieten Regenschirme an. Tausende Schirme. Tausende Menschen. An jeder Straßenecke. An JEDER Straßenecke. Und zwangsläufig stellt sich dann natürlich die Frage, was diese engagierten Kleinunternehmer so treiben, wenn die Sonne scheint. Sonnenschirme werden jedenfalls nur im Hochsommer am Strand angepriesen.
Angebot und Nachfrage sind aber zu Recht außerordentlich hoch, denn seltenst regnet es einfach nur, meist schüttet es wie aus Kübeln. Eine Marktlücke ist jedoch bisher unentdeckt geblieben: Gummistiefel hat noch keiner angeboten. Diese wären aber ab und an ganz angebracht, wenn man auf eine der zahllosen lockeren Gehwegplatten tritt, die unter dem Körpergewicht nachgibt und dafür sorgt, dass man knöcheltief im Wasser steht. Vielleicht eine Möglichkeit, den nächsten Urlaub zu finanzieren.
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Montag, 12. November 2007
Dunkle Wolken
Labels:
Dienstleister,
Uruguay,
Wetter
Standort:
Montevideo, Uruguay
Internationale Härte
Gestern sah ich mich im Anschluss an das abendliche Barbecue gemeinsam mit Carina (Argentinien), Carlos (Mexiko), Carlos (Spanien) und Christian (Kolumbien) - Vornamen mit 'C' müssen mal in Mode gewesen sein - einer Literflasche Grappa Miel gegenüber. Hierbei steht Miel für Honig und macht, dass man den darin enthaltenen Alkohol nicht einmal erahnt. Das Ganze spielt sich in etwa in der Gewichtsklasse von Becherovka ab - nur ohne Schütteleffekt beim ersten Glas und ist so etwas wie der Nationalschnaps Uruguays.
Wir haben uns gemeinsam sehr wacker geschlagen und die Flasche zügig in die Knie und das Getränk in uns hinein gezwungen. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei. Ich denke, ich habe die Heimat ordentlich repräsentiert und habe im Übrigen das Haus heute als Erster der Genannten verlassen - um kurz vor elf Uhr. Zwei Teilnehmer allerdings sind gestern noch in die Verlängerung gegangen, die ich mir dann doch zugunsten des heutigen Tagesprogramms erspart habe.
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Leicht verkatert
Die Lizenz zum Kaufen
Freigetränke
Alles eine Frage der Motivation
Wir haben uns gemeinsam sehr wacker geschlagen und die Flasche zügig in die Knie und das Getränk in uns hinein gezwungen. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei. Ich denke, ich habe die Heimat ordentlich repräsentiert und habe im Übrigen das Haus heute als Erster der Genannten verlassen - um kurz vor elf Uhr. Zwei Teilnehmer allerdings sind gestern noch in die Verlängerung gegangen, die ich mir dann doch zugunsten des heutigen Tagesprogramms erspart habe.
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Alles eine Frage der Motivation
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Essen & Trinken,
Uruguay
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Montevideo, Uruguay
Freitag, 9. November 2007
Das Flugticket
Als erste Amtshandlung muss man sich bei meiner Art der der Rundreise natürlich in jeder Stadt um den nächsten Transfer kümmern. So auch in Montevideo. Also geht es ab ins nächste Reisebüro. Ich werde auch prompt vermittelt und Maria di hab-ich-vergessen nimmt sich meiner an. Ich schildere kurz den Wunsch, in vier Tagen nach Brasília zu fliegen. Alles klar? Alles klar. Hier ist die Verbindung, wunderbar. Ich stelle fest, dass das Ticket günstiger ist, als wenn ich es online gebucht hätte. Kann ich mit Kreditkarte zahlen? Ähh, woher kommen Sie? Deutschland, einen Moment bitte...
Daraufhin verschwindet sie erstmal in den Untiefen des Büros und taucht erst nach ein paar endlosen Minuten wieder auf. In der Zeit hätte ich auch Bares organisieren können. Ich muss zuerst die Botschaft anrufen. Wie bitte, die Botschaft? Will Herr Schäuble jetzt schon jede Kreditkartentransaktion gemeldet bekommen? Das muss doch irgendwie zu automatisieren sein. OK, die Botschaft hat scheinbar nix gegen meinen Flug und gegen die Art der Bezahlung einzuwenden, zwei weitere kurze Telefonate später steht der Bezahlung nichts mehr im Wege. Sie verschwindet erneut für ein paar Minuten, trotz Protesten in Begleitung meiner Kreditkarte, von der es jetzt wahrscheinlich eine Sicherheitskopie gibt. Ich werde das beobachten.
Irgendwann taucht sie wieder auf und bittet mich, mit zur Kasse zu bekommen. Nach dem Bezahlen würde ich dann an ihrem Schreibtisch mein Ticket erhalten. Sofern sie denn irgendwann mal wieder auftaucht... Nach fast fünfzehn Minuten erscheint sie mit der Bemerkung Es gibt da ein Problem... wieder an ihrem Arbeitsplatz. In der Hand die brasilianischen Einreisebestimmungen, die fordern, dass man ein Rückflug- oder Weiterreiseticket vorzeigt. Ich würde ja aber nur die einfache Strecke buchen wollen. Kurz erkläre ich, dass ich bereits im Besitz eines Flugtickets zurück nach Europa bin (allerdings von Rio de Janeiro aus) und alles wird gut.
Zwei Telefonate später erhalte ich doch tatsächlich mein Ticket von Montevideo nach Brasília. Das war ja einfach.
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Zufallsgenerator
Reisen bildet
Kein Schwein interessiert sich für mich
Atrasado
Daraufhin verschwindet sie erstmal in den Untiefen des Büros und taucht erst nach ein paar endlosen Minuten wieder auf. In der Zeit hätte ich auch Bares organisieren können. Ich muss zuerst die Botschaft anrufen. Wie bitte, die Botschaft? Will Herr Schäuble jetzt schon jede Kreditkartentransaktion gemeldet bekommen? Das muss doch irgendwie zu automatisieren sein. OK, die Botschaft hat scheinbar nix gegen meinen Flug und gegen die Art der Bezahlung einzuwenden, zwei weitere kurze Telefonate später steht der Bezahlung nichts mehr im Wege. Sie verschwindet erneut für ein paar Minuten, trotz Protesten in Begleitung meiner Kreditkarte, von der es jetzt wahrscheinlich eine Sicherheitskopie gibt. Ich werde das beobachten.
Irgendwann taucht sie wieder auf und bittet mich, mit zur Kasse zu bekommen. Nach dem Bezahlen würde ich dann an ihrem Schreibtisch mein Ticket erhalten. Sofern sie denn irgendwann mal wieder auftaucht... Nach fast fünfzehn Minuten erscheint sie mit der Bemerkung Es gibt da ein Problem... wieder an ihrem Arbeitsplatz. In der Hand die brasilianischen Einreisebestimmungen, die fordern, dass man ein Rückflug- oder Weiterreiseticket vorzeigt. Ich würde ja aber nur die einfache Strecke buchen wollen. Kurz erkläre ich, dass ich bereits im Besitz eines Flugtickets zurück nach Europa bin (allerdings von Rio de Janeiro aus) und alles wird gut.
Zwei Telefonate später erhalte ich doch tatsächlich mein Ticket von Montevideo nach Brasília. Das war ja einfach.
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