Sonntag, 4. Dezember 2011

Reisebericht Outback
Die Tiefe des Raumes

Mit dem australischen Outback ist das so eine Sache. Zu sehen gibt es unterwegs eigentlich nicht viel, davon aber jede Menge. Warm ist es, sehr warm sogar. In der Bergbaustadt Coober Pedy wohnen die meisten Leute daher unterirdisch, während alle paar Kilometer Eidechsen zwecks Bauchwärmens auf dem heißen Asphalt hocken. Ein paar davon leider für immer.
Durchschnittlich etwa alle zehn Minuten trifft man auf ein Auto im Gegenverkehr. Fliegen hingegen tauchen genau so zuverlässig wie zahlreich auf, sobald man das Auto mal verlässt. Die Entfernungen sind riesig, für mich bedeutet der kleine Schlenker ins Zentrum etwas über 1.300 Kilometer Umweg – die einfache Strecke, versteht sich. Es gibt hier eine Rinderfarm so groß wie Belgien und ein militärisches Sperrgebiet von der Größe Griechenlands. Fällt aber beides auf der Landkarte nicht sonderlich auf. Die Preise sind aufgrund nicht immer ganz einfacher Beschaffung ziemlich hoch, Benzin kostet zum Beispiel 50% mehr als an der Küste.
Mittendrin dann aber die drei Gründe für diesen Ausflug und absolute Höhepunkte in Sachen sehenswert: Uluru, bekannt auch unter dem Namen Ayers Rock, Kata Tjuṯa (The Olgas) und Watarrka (Kings Canyon). Für die australischen Ureinwohner zum Teil heilige Orte und das völlig zu Recht, wie ich finde. Trotz der zahlreichen Touristen hinterlassen die Steine, besonders in intensiver Färbung zu Sonnenauf- bzw. –untergang einen unvergesslichen Eindruck. Und wie fast überall ist es trotzdem möglich, den Massen zu entkommen und den Moment für sich alleine zu genießen.

Sonnenaufgang am Uluru (Ayers Rock) / Australien
Der berühmteste Stein Australiens

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3 Kommentare:

Ronny S. hat gesagt…

Neid!


"Mit dem australischen Outback ist das so eine Sache. Zu sehen gibt es unterwegs eigentlich nicht viel, davon aber jede Menge."

made my day!

Schmerdie hat gesagt…

Und noch mehr Neid ...

chrwil hat gesagt…

Kein Grund zum Neid, das habe ich mir durch 2.500 km Autofahrt schwer verdient.

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