Die Kleinen lernen hier in El Nido schon früh, wie es im Leben läuft: Die Großen ziehen einem das Geld aus der Tasche.
Auf einer Art Jahrmarkt werden Glücksspiele um – für Europäer – Kleingeld angeboten. Neben den Klassikern wie Glücksrad und einer Variante von Roulette mit einem Fußball wird auch ein Würfelspiel angeboten und zwar gleich an einem halben Dutzend Tischen. Sechs Farben, drei Würfel, welche Farbe fällt. Im Erfolgsfalle wird der Einsatz durch die Bank verdoppelt. Das Prinzip ist einfach, Geld zu gewinnen nicht ganz so. Jedenfalls nicht für die meisten der Dreikäsehochs, die eifrig die Pesos auf der Spielfläche verteilen. Die Bank übernimmt ein kaum wesentlich Älterer, im Hintergrund dezent von einem alterstechnisch deutlich herausragenden Herrn mit verdächtig vielen Klunkern an den Fingern geleitet. Als einer der Teilnehmer doch tatsächlich die Bank sprengt, ist er sofort mit neuem Geld und noch viel schneller mit drei Ersatzwürfeln bei der Stelle. Der Bankräuber macht sich auf ein dezentes Zeichen des Herausragenden aus dem Staub und nun beginnt wahrscheinlich für die Jungs der Ernst des Lebens.
Irgendwie erinnert mich das Ganze an die früher Neunziger, als Horden von Hütchenspielern auf den Straßen ihr Unwesen getrieben haben. Hier jedoch scheint das ganze legal zu sein, die Spieltische sind dauerhaft installiert, und alle mit großem Eifer um ohne ängstliche Blicke über die Schulter bei der Sache. Ich allerdings bleibe dann aber doch lieber beim Poker, das ist schon mit nur vier Farben kompliziert genug.
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Im Cockpit
Zum Abschuss freigegeben
Die ständige Gefahr
What happens in Vegas stays in Vegas
2 Kommentare:
alles auf rot!... vorrausgesetzt der betrag ist groß genug ;)
Aber immer einen Chips als Souvenir aufheben, so wie in Melbourne!
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