Donnerstag, 21. Januar 2016

SJ Kim, der VFL Amsterdam und zwei grundverschiedene Toiletten

Wie aus dem Titel schon zu entnehmen ist, war ich in Manila mal wieder im Casino unterwegs. Anlässlich der gerade hier Station machenden Asian Poker Tour habe ich ein Turnier gespielt und dabei sowohl alte Weisheiten bestätigt bekommen als auch völlig neue Erkenntnisse gewonnen.
Zu den bekannten Tatsachen zählt, dass es beim Poker so einfach wie kaum irgendwo anders ist, Spieler mit großem Namen zu schlagen. Endlich einmal habe ich dieses Wissen zu meinem Vorteil nutzen können. SJ Kim und Stuart Brodie, die in dieser Turnierwoche zusammen nicht weniger als vier von 19 Titeln abgeräumt haben, habe ich auf den Weg an den Finaltisch der letzten neun eliminieren können. Den klassischen Vergleich mit beispielsweise Tennis und den Chancen gegen die Turniersieger der letzten Woche erspare ich mir mal an dieser Stelle.
Neu hingegen waren zwei andere Erfahrungen. Erstens: Mein Lieblingskartenspiel wird hier scheinbar sehr geschätzt. Im Erdgeschoss des Hauses finden ausschließlich Automatenspiele statt, im Gegensatz dazu sind die oberen beiden Etagen unter anderem Pokerspielern ein mehr oder weniger kurzfristiges Zuhause. Der Unterschied macht sich vor allem in den Spielpausen bemerkbar, wenn das Geschäftliche ausnahmsweise mal zugunsten noch dringenderer Geschäfte ruht. Die Automatenspieler müssen mit einem Pissoir vornehmen, für dass sich so mancher Dritte-Welt-Bahnhof schämen würde, während es ab Etage eins geradezu edel zugeht. Permanent (!) wird geputzt, Seife und Handtücher werden von dienstbaren Geistern persönlich überreicht. Erstaunlicherweise hat mich danach niemand an meinen Platz zurück getragen.
Zweites für mich völlig neues Casino-Erlebnis: Man kann hier auf virtuelle Pferderennen und Fußballspiele wetten. Unglaublich aber wahr, es setzen tatsächlich Menschen Geld auf in ihrem Sinne hoffentlich fair programmierte aber zumindest mal recht mäßig animierte Sport“ereignisse“. Klarer Vorteil: In kurzer Zeit kann man unfassbar viele Tipps platzieren, während meiner gut vier Stunden vor Ort hat die virtuelle Fußballliga mit sechzehn Mannschaften mehr als eine ganze Saison absolviert, wobei das Spieljahr aus 240 Spielen besteht. Da rollt der Rubel Peso.

Virtuelle Fußballspiele im Casino in Manila / Philippinen
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2 Kommentare:

Ronny S aus L hat gesagt…

...klingt nach einem recht erfolgreichen Turnierergebnis!?

chrwil hat gesagt…

Ja, das trifft es.

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