Einmal in Jinja, direkt an einer der Quellen des Nils gelegen, wollte ich den Fluss gestern mal abpaddeln. Hat leider nicht geklappt, die Behörden haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Südsudan stellt als Binnenland leider kein Visum für die Einreise auf dem Wasserweg aus. Was also tun?
Kurzerhand habe ich eine neue Sportart erfunden. Das Ganze basiert auf dem Triathlon, kombiniert also verschiedene einzelne Disziplinen miteinander. Erste Teildisziplin ist das Laufen. Es geht 500 Meter von der Unterkunft zum Fahrradverleih. Danach, man ahnt es schon, wird Fahrrad gefahren. Gut 60 Kilometer parallel zum Nil über ugandische Nebenstraßen, größtenteils ohne Asphaltschicht. Dafür mit sehr viel Staub, da es länger nicht ernsthaft geregnet hat. Leider sind außer mir noch diverse andere Aufwirbler unterwegs, so dass ich am Ende der Tour wie ein Zebrastreifen auf zwei Beinen aussehe. Es geht ständig auf und ab, abschnittsweise kann man es richtig schön rollen lassen. Für Anfeuerungsrufe sorgen permanent Kinder am Wegesrand. Muzungu!
Den dritten und letzten Teil des Mehrkampfes übernimmt auf dem Rückweg dann aber doch die Abteilung Kajak. Immerhin 1.000 Meter, also doch einen erheblichen Teil des Flusslaufes, gilt es zu bezwingen. Wenigstens erspare ich mir aber so die Passage der Itanda Falls, die lassen sich aus dem Kajak heraus auch schlecht fotografieren. Stattdessen habe ich neben meinem Rad gemütlich am Ufer gesessen. Sollte Uganda mal die Olympischen Spiele ausrichten müssen, hätte der Nilathlon sicher gute Karten, als neue Sportart ins Programm aufgenommen zu werden.
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