Schöne neue Welt, die Damen und Herren Influencer haben es auch nicht leicht im Leben. Das habe ich im altehrwürdigen Luxor Tempel bewundern dürfen. Zur Ausstattung gehören hitzebeständiges Make-Up, Schuhe mit halbhohen Absätzen, ein Kleid mit dünnen Trägerchen und reichlich Ausschnitt vorn wie hinten sowie etwas, das aussieht wie ein halbes Hamsterrad und wahrscheinlich eine total schicke Handtasche darstellen soll. Ein Fotograf als Erfüllungsgehilfe ist auch mit von der Partie.
Die Anlage wird vor allem unter Gesichtspunkten von optimalen Bildhintergründen erkundet, die Dame ist wunderbar in Szene gesetzt, aber dann latschen halt ständig irgendwelche Leute durchs Bild, die sich aus anderen Gründen den Tempel anschauen. In der Zwischenzeit kann man wenigstens mal mit dem Smartphone schnell ein paar Schnappschüsse von alten Steinen machen. Lässt sich bestimmt auch prima bei Facebook hochladen.
Dann aber doch schnell wieder zurück zum Geschäftlichen, die Accessoires werden schließlich fachgerecht in Szene gesetzt. Ich mache keine solchen Bilder, deswegen habe ich auch keine Fantastilliarden an Followern und muss meinen Urlaub selbst zahlen. Aber so eine Handtasche zu tragen, dazu sehe ich mich wirklich nicht in der Lage.
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Foto oder kein Foto, das ist hier die Frage
Das Internet vergisst nie
Schönheit liegt im Auge des Betrachters
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Samstag, 11. September 2021
Montag, 20. Januar 2020
Männer, die auf ein Smartphone starren
Abends im Hostel, ein Argentinier und ein Deutscher schauen Fußball auf einem viel zu kleinen Bildschirm. Nützt ja nix, es ist halt Fußball und auch bald geschafft. Kommt ein Holländer dazu und erwähnt beiläufig, dass der McGregor-Kampf ja im Anschluss losgehen würde.
Ich erinnere mich, der Kampf wurde schon wochenlang im kolumbianischen Sportfernsehen beworben. Conor McGregor ist eine ganz große Nummer im Bereich immer schön mit Schmackes auf die Zwölf und hier im Land ist das Interesse scheinbar gewaltig. Wegen ungehörigen Benehmens war der Herr sogar gesperrt, nun feiert er seine Rückkehr in den Ring.
Der Holländer (Ich bin gleich wieder da!) bringt schnell seine Freundin aufs Zimmer und ich kümmere mich um die Verpflegung. Der Argentinier findet nach langem hin und her einen einigermaßen stabil laufenden Stream. Ungefähr eine Viertelstunde dauert der Kampf mit der Technik.
McGregors Kampf dauert dagegen geschlagene 40 Sekunden. Mit einem platzierten Tritt gegen den Kopf und ein paar folgenden Schlägen haut der irre Ire seinen Gegner ratzfatz k.o. Er hat damit pro Sekunde zwei Millionen Dollar verdient. Wir haben dafür nach dem Kampfende jeder noch ein fast volles Bier und ein paar Knabbereien vor uns.
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Internet aus der Dose
Influenza
3310
Internationale Härte
Ich erinnere mich, der Kampf wurde schon wochenlang im kolumbianischen Sportfernsehen beworben. Conor McGregor ist eine ganz große Nummer im Bereich immer schön mit Schmackes auf die Zwölf und hier im Land ist das Interesse scheinbar gewaltig. Wegen ungehörigen Benehmens war der Herr sogar gesperrt, nun feiert er seine Rückkehr in den Ring.
Der Holländer (Ich bin gleich wieder da!) bringt schnell seine Freundin aufs Zimmer und ich kümmere mich um die Verpflegung. Der Argentinier findet nach langem hin und her einen einigermaßen stabil laufenden Stream. Ungefähr eine Viertelstunde dauert der Kampf mit der Technik.
McGregors Kampf dauert dagegen geschlagene 40 Sekunden. Mit einem platzierten Tritt gegen den Kopf und ein paar folgenden Schlägen haut der irre Ire seinen Gegner ratzfatz k.o. Er hat damit pro Sekunde zwei Millionen Dollar verdient. Wir haben dafür nach dem Kampfende jeder noch ein fast volles Bier und ein paar Knabbereien vor uns.
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Rincón, Kolumbien
Freitag, 5. Januar 2018
See-nsationell
Zwei Belgier, zwei Deutsche und eine Griechin klettern einen aktiven Vulkan hinauf. Normalerweise beginnt so ein Witz, so richtig witzig ist es aber nicht. Der Hüne hört auf den etwas sperrigen Namen Nyiragongo und seine Spitze reicht fast an die 3.500 Meter heran. Für uns stehen ziemlich genau 1.500 Höhenmeter auf einem acht Kilometer langen Weg auf dem Programm. Die erste halbe Stunde geht es kaum bis eher unauffällig ansteigend voran, danach eskaliert das Profil. Da ist man dann anstiegsmäßig bei Prozentzahlen, die selbst Bergfahrern bei den großen Radrundfahrten die Tränen in die Augen treiben.
Vorneweg marschiert die Belgierin, die mit ihrem Freund Triathlon betreibt. Laufen ist dabei angeblich nicht so die liebste Teildisziplin. Möglicherweise hätte sie hier und heute lieber das Fahrrad genommen. Bei jeder Pause sitzt sie so da, als würde sie gerade während einer Städtereise auf die U-Bahn warten. Ganz anders die Griechin, die sich unterstützt von ihrem Freund den Schotterweg hinauf kämpft. Genau diese Tour als ihre erste dieser Art auszuwählen bereut sie sicher inzwischen.
Irgendwo dazwischen zähle ich die Steine des Schotterweges und höre zwischen drei und vier Millionen auf. Begleitet werden wir von zwei bewaffneten Rangern, einem Koch und mehreren Trägern, die teils in Gummistiefeln laufen als wäre es nichts. Dreimal pro Woche macht ein jeder diese Tour mit. Unterwegs fängt es ordentlich an zu schütten und kurz vor dem Gipfel zieht auch noch Nebel auf. Oben wird bei knapp unter zehn Grad in kargen Hütten, die nichts als eine Matratze enthalten, genächtigt. Strom und fließendes Wasser sind am Ausgangspunkt der Tour zurückgelassen worden. Um fünf Uhr früh klingelt dann der Wecker für den Abstieg. Auf halber Höhe kommt uns eine Einheimische entgegen, die zwei Kanister zu je zwanzig Litern Wasser zu einem Kontrollpunkt kurz unter dem Gipfel schleppt. Vermutlich bekommt sie dafür nicht viel mehr als ein Trinkgeld und schafft die einfache Strecke in ihren Flip-Flops in ein bis zwei Stunden weniger als ich. Wenn ich allerdings diese Art von Schuhwerk hätte tragen dürfen...
Inzwischen stellt sich dem einen oder anderen vielleicht die Frage, warum zum Henker man so etwas auf sich nimmt. Beantworten möchte ich das mit einem Bild, denn das sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte.
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Reichlich Karma
Spielvorbereitung
The Big Bang
Das Ganze stinkt zum Himmel
Vorneweg marschiert die Belgierin, die mit ihrem Freund Triathlon betreibt. Laufen ist dabei angeblich nicht so die liebste Teildisziplin. Möglicherweise hätte sie hier und heute lieber das Fahrrad genommen. Bei jeder Pause sitzt sie so da, als würde sie gerade während einer Städtereise auf die U-Bahn warten. Ganz anders die Griechin, die sich unterstützt von ihrem Freund den Schotterweg hinauf kämpft. Genau diese Tour als ihre erste dieser Art auszuwählen bereut sie sicher inzwischen.
Irgendwo dazwischen zähle ich die Steine des Schotterweges und höre zwischen drei und vier Millionen auf. Begleitet werden wir von zwei bewaffneten Rangern, einem Koch und mehreren Trägern, die teils in Gummistiefeln laufen als wäre es nichts. Dreimal pro Woche macht ein jeder diese Tour mit. Unterwegs fängt es ordentlich an zu schütten und kurz vor dem Gipfel zieht auch noch Nebel auf. Oben wird bei knapp unter zehn Grad in kargen Hütten, die nichts als eine Matratze enthalten, genächtigt. Strom und fließendes Wasser sind am Ausgangspunkt der Tour zurückgelassen worden. Um fünf Uhr früh klingelt dann der Wecker für den Abstieg. Auf halber Höhe kommt uns eine Einheimische entgegen, die zwei Kanister zu je zwanzig Litern Wasser zu einem Kontrollpunkt kurz unter dem Gipfel schleppt. Vermutlich bekommt sie dafür nicht viel mehr als ein Trinkgeld und schafft die einfache Strecke in ihren Flip-Flops in ein bis zwei Stunden weniger als ich. Wenn ich allerdings diese Art von Schuhwerk hätte tragen dürfen...
Inzwischen stellt sich dem einen oder anderen vielleicht die Frage, warum zum Henker man so etwas auf sich nimmt. Beantworten möchte ich das mit einem Bild, denn das sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte.
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Samstag, 30. Dezember 2017
Schönheit liegt im Auge des Betrachters
Preisfrage: Beim Besuch welcher Weltkulturerbe-Sehenswürdigkeit in Istanbul spielen Plastetüten eine entscheidende Rolle? Ein kleiner Tipp dazu: Frau trägt dort in dieser Saison mehr oder weniger gerne eine Art gelben Kartoffelsack und ein blaues Tuch. Spätestens jetzt ist sicher klar, dass es sich um die Blaue Moschee handelt.
Beim Besuch gilt es natürlich, ein paar Regeln zu beachten. Neben den Besuchszeiten und grundsätzlichen Verhaltensmaßnahmen geht es vor allem um die Kleidung. Wie in allen anderen Moscheen auch müssen Schuhe beim Betreten ausgezogen werden. Damit die Hunderte von Tretern nicht durcheinandergeraten, werden die oben genannten Tüten verteilt. Das ist hygienisch sicher einwandfrei, umwelttechnisch aber garaniert noch ausbaufähig. Das verpackte Schuhwerk darf dann gerne in einen der zahllosen dafür bereitgestellten Regale abgestellt werden. Die meisten Gäste allerdings ignorieren dieses Angebot und führen lieber ein zusätzliches Gepäckstück mit sich herum. Und wenn man - oder besser Frau - nicht den Regeln entsprechend gekleidet ist, gibt's vom Veranstalter die zwei genannten Kleidungsstücke gratis dazu.
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Nach einer wahren Begebenheit
Wer schön sein will muss leiden
Ein Unterschied wie Tag und Nacht
Die Tüte allen Übels
Beim Besuch gilt es natürlich, ein paar Regeln zu beachten. Neben den Besuchszeiten und grundsätzlichen Verhaltensmaßnahmen geht es vor allem um die Kleidung. Wie in allen anderen Moscheen auch müssen Schuhe beim Betreten ausgezogen werden. Damit die Hunderte von Tretern nicht durcheinandergeraten, werden die oben genannten Tüten verteilt. Das ist hygienisch sicher einwandfrei, umwelttechnisch aber garaniert noch ausbaufähig. Das verpackte Schuhwerk darf dann gerne in einen der zahllosen dafür bereitgestellten Regale abgestellt werden. Die meisten Gäste allerdings ignorieren dieses Angebot und führen lieber ein zusätzliches Gepäckstück mit sich herum. Und wenn man - oder besser Frau - nicht den Regeln entsprechend gekleidet ist, gibt's vom Veranstalter die zwei genannten Kleidungsstücke gratis dazu.
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Nach einer wahren Begebenheit
Wer schön sein will muss leiden
Ein Unterschied wie Tag und Nacht
Die Tüte allen Übels
Standort:
Istanbul, Türkei
Freitag, 6. Januar 2017
Groß - größer - zu groß
Ziemlich genau zwei Wochen vor der Amtseinführung des neuen US-Donalds haben hier in San Cristóbal de las Casas schon mal ein paar Mexikaner einen Eindruck davon bekommen, wie das dann so laufen wird.
Clever ist es, die engen Gassen der Altstadt mit einem über zwei Meter breiten Pickup-Truck samt noch breiterem Wohnwagenanhänger zu meiden. Amerikaner ist, wer es trotzdem probiert. Beziehungsweise Kanadier, denn ein zweites Gespann folgt auf dem Fuße. Zwar mit einem Campingführer für Mexiko bewaffnet, aber trotzdem nicht wirklich vorbereitet, kommt es für die Truppe wie es kommen muss. Ein verängstigter Fahrer rettet noch schnell sein Fahrzeug in eine Einfahrt, ein anderes Mobil wird unter tatkräftiger Mithilfe von Passanten und Anwohnern ruckelnderweise noch ein Stück näher an der Bordsteinkante geparkt. Inzwischen hat sich ein ordentlicher Stau in der Einbahnstraße gebildet, nervöse Hände sorgen für ein Hupkonzert. Trotz aller Bemühungen und auch aufgrund einer knapp dreißig Zentimeter hohen Fußwegs auf der anderen Seite ist einfach kein Vorbeikommen. Inzwischen ist der Karren festgefahren.
Irgendwann trifft dann die Polizei ein und sperrt zumindest mal die Straße, nachdem alle anderen Fahrzeuge rückwärts wieder herausgefahren sind. Warum die beiden Problemverursacher nicht auf die Idee mit dem Rückwärtsgang gekommen sind, ist mir schleierhaft. Dem Staatsschutz fällt auch keine Lösung ein und somit gibt’s nur einen Ausweg und zwar den mit Vollgas. Mit einem Geräusch, das einem schon fast körperliche Schmerzen bereitet, wird das Mobil befreit.
Was die Schadensbilanz angeht sieht es nach einem Unentschieden aus. Einem abgebrochenen Spiegel und Kratzern beim parkenden Wagen stehen größere Kratzer und eine verbogene Halterung für was auch immer am Wohnwagen gegenüber. Nach knapp zwei Stunden ist die Straße jedenfalls wieder frei.
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Schwerlasttransport
Auf die Größe kommt es an
Einparken wie in Queens
Big is beautiful
Clever ist es, die engen Gassen der Altstadt mit einem über zwei Meter breiten Pickup-Truck samt noch breiterem Wohnwagenanhänger zu meiden. Amerikaner ist, wer es trotzdem probiert. Beziehungsweise Kanadier, denn ein zweites Gespann folgt auf dem Fuße. Zwar mit einem Campingführer für Mexiko bewaffnet, aber trotzdem nicht wirklich vorbereitet, kommt es für die Truppe wie es kommen muss. Ein verängstigter Fahrer rettet noch schnell sein Fahrzeug in eine Einfahrt, ein anderes Mobil wird unter tatkräftiger Mithilfe von Passanten und Anwohnern ruckelnderweise noch ein Stück näher an der Bordsteinkante geparkt. Inzwischen hat sich ein ordentlicher Stau in der Einbahnstraße gebildet, nervöse Hände sorgen für ein Hupkonzert. Trotz aller Bemühungen und auch aufgrund einer knapp dreißig Zentimeter hohen Fußwegs auf der anderen Seite ist einfach kein Vorbeikommen. Inzwischen ist der Karren festgefahren.
Irgendwann trifft dann die Polizei ein und sperrt zumindest mal die Straße, nachdem alle anderen Fahrzeuge rückwärts wieder herausgefahren sind. Warum die beiden Problemverursacher nicht auf die Idee mit dem Rückwärtsgang gekommen sind, ist mir schleierhaft. Dem Staatsschutz fällt auch keine Lösung ein und somit gibt’s nur einen Ausweg und zwar den mit Vollgas. Mit einem Geräusch, das einem schon fast körperliche Schmerzen bereitet, wird das Mobil befreit.
Was die Schadensbilanz angeht sieht es nach einem Unentschieden aus. Einem abgebrochenen Spiegel und Kratzern beim parkenden Wagen stehen größere Kratzer und eine verbogene Halterung für was auch immer am Wohnwagen gegenüber. Nach knapp zwei Stunden ist die Straße jedenfalls wieder frei.
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Schwerlasttransport
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Standort:
San Cristóbal de las Casas, Mexiko
Sonntag, 8. Juni 2014
Kommunikationsproblem
HALLO... Hallo?! HAAAALLLOOO... Es ist früh, viel zu früh. SYLVIA, HÖRSCHT MICH? Viel früher als geplant. ALSO ISCH HÖR DISCH GUT...
Das was mir hier kurz nach sieben Uhr morgens den Schlaf raubt, ist definitiv aus Schwaben und nicht gut für das allgemeine Wohlbefinden. Es steht mit seinem Smartphone im extrem schallverstärkenden Innenhof der Unterkunft. BABBA ZUM GEBURSCHDACH GRATULIERE... Trotz Zeitverschiebung ist es doch auch in Schwaben erst Mittag, verdammt nochmal! Viel wichtiger als die Gratulation in einer Lautstärke, bei der es gar kein Telefon bräuchte, ist aber KANNSCHT MAL DIE GONTOAUSZÜSCHE SCHGÄNNE UND SCHIGGE, DA HAT GESCHTERN EINER DIE GREDDITGARTE DRÜBBERGEZOCHE...
Beim Stichwort drüberziehen greife ich instinktiv zur leeren Bierflasche vom Vorabend, trage sie quer über den Hof zur Lärmquelle. Entgegen aller Vernunft erschlage ich ihn aber nicht damit, sondern versenke das Teil lautstark in der Mülltonne. Nützt aber alles nichts, der Schwabe beendet sein Gespräch nämlich mit einer Drohung: BISCH GLEICH!
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Dein neuer Freund
Waaanndudri
Sie sind überall
I AM NOT A TOURIST I LIVE HERE
Das was mir hier kurz nach sieben Uhr morgens den Schlaf raubt, ist definitiv aus Schwaben und nicht gut für das allgemeine Wohlbefinden. Es steht mit seinem Smartphone im extrem schallverstärkenden Innenhof der Unterkunft. BABBA ZUM GEBURSCHDACH GRATULIERE... Trotz Zeitverschiebung ist es doch auch in Schwaben erst Mittag, verdammt nochmal! Viel wichtiger als die Gratulation in einer Lautstärke, bei der es gar kein Telefon bräuchte, ist aber KANNSCHT MAL DIE GONTOAUSZÜSCHE SCHGÄNNE UND SCHIGGE, DA HAT GESCHTERN EINER DIE GREDDITGARTE DRÜBBERGEZOCHE...
Beim Stichwort drüberziehen greife ich instinktiv zur leeren Bierflasche vom Vorabend, trage sie quer über den Hof zur Lärmquelle. Entgegen aller Vernunft erschlage ich ihn aber nicht damit, sondern versenke das Teil lautstark in der Mülltonne. Nützt aber alles nichts, der Schwabe beendet sein Gespräch nämlich mit einer Drohung: BISCH GLEICH!
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Standort:
Foz do Iguaçu, Brasilien
Samstag, 24. März 2012
Leute Leute Leute
Unterwegs habe ich jede Menge interessante Menschen aus aller Herren Länder getroffen, eine kleine Auswahl von in aller Kürze umrissenen Geschichten soll das verdeutlichen.
Wesley – wahrscheinlich der einzige Neuseeländer, dem Rugby egal ist – hat sich für die Dauer der WM im eigenen Lande zum Surfen auf den Cookinseln einquartiert. Einzig die Partys im Rahmen des Turniers würde er vermissen, aber gute Bars gäbe es ja schließlich auch in der Südsee.
Der Finne Jari ist mit mir auf Fidschi auf Kokospalmen geklettert. Gemeinsam haben wir neben unserem Bungalow die "Rockbar" betrieben. Im Angebot unter anderem Kokoswasser und in Rum eingelegte Papaya.
Will aus den Niederlanden habe ich kennengelernt, als er gerade im Begriff war, für zwei Jahre auf eine Rinderfarm im Outback zu ziehen und dort zu arbeiten. Als Belohnung winkt die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Australien. Mit Tieren hat er zuvor noch nicht gearbeitet, den Farmer kannte er nur vom Telefon und mit der Abgeschiedenheit ist das auch so eine Sache. Na dann gutes Gelingen!
Aus dem Iran ist Rezah nach Australien ausgewandert, wir haben uns in Perth getroffen. Zuvor hat er seine Heimat noch nie verlassen und erkundet nun Land, Kultur, Arbeitsangebote und mögliche Orte um sich niederzulassen.
Mein persönliches Dschungelcamp habe ich auf Borneo mit Grant aus Australien, Olivier aus Frankreich, Lucy und Peter aus England sowie Andrea und Martin aus Sachsen bestritten. Alle sympathisch, niemand ist rausgewählt worden. Mit den beiden Engländern und acht weiteren Fahrgästen bin ich dann mit dem Minibus quer über die Insel zum Schnorcheln gefahren.
Mit Maria, einer Kriegsreporterin aus Argentinien und Sergej, einem Anwalt aus Russland, bin ich im Taxi eine Runde durch den Libanon gereist. Es ist nie verkehrt, einen Anwalt dabeizuhaben.
Über tschechische Autofahrer und am Ende sehr erfolgreiche Rugbyspieler aus Fidschi habe ich ja bereits berichtet.
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Ich hörte Stimmen
Daumen hoch
And the Oscar goes to Brisbane
Fahren wie ein Tscheche
Wesley – wahrscheinlich der einzige Neuseeländer, dem Rugby egal ist – hat sich für die Dauer der WM im eigenen Lande zum Surfen auf den Cookinseln einquartiert. Einzig die Partys im Rahmen des Turniers würde er vermissen, aber gute Bars gäbe es ja schließlich auch in der Südsee.
Der Finne Jari ist mit mir auf Fidschi auf Kokospalmen geklettert. Gemeinsam haben wir neben unserem Bungalow die "Rockbar" betrieben. Im Angebot unter anderem Kokoswasser und in Rum eingelegte Papaya.
Will aus den Niederlanden habe ich kennengelernt, als er gerade im Begriff war, für zwei Jahre auf eine Rinderfarm im Outback zu ziehen und dort zu arbeiten. Als Belohnung winkt die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Australien. Mit Tieren hat er zuvor noch nicht gearbeitet, den Farmer kannte er nur vom Telefon und mit der Abgeschiedenheit ist das auch so eine Sache. Na dann gutes Gelingen!
Aus dem Iran ist Rezah nach Australien ausgewandert, wir haben uns in Perth getroffen. Zuvor hat er seine Heimat noch nie verlassen und erkundet nun Land, Kultur, Arbeitsangebote und mögliche Orte um sich niederzulassen.
Mein persönliches Dschungelcamp habe ich auf Borneo mit Grant aus Australien, Olivier aus Frankreich, Lucy und Peter aus England sowie Andrea und Martin aus Sachsen bestritten. Alle sympathisch, niemand ist rausgewählt worden. Mit den beiden Engländern und acht weiteren Fahrgästen bin ich dann mit dem Minibus quer über die Insel zum Schnorcheln gefahren.
Mit Maria, einer Kriegsreporterin aus Argentinien und Sergej, einem Anwalt aus Russland, bin ich im Taxi eine Runde durch den Libanon gereist. Es ist nie verkehrt, einen Anwalt dabeizuhaben.
Über tschechische Autofahrer und am Ende sehr erfolgreiche Rugbyspieler aus Fidschi habe ich ja bereits berichtet.
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Ich hörte Stimmen
Daumen hoch
And the Oscar goes to Brisbane
Fahren wie ein Tscheche
Samstag, 11. Februar 2012
Auf die Größe kommt es an
Asiaten gelten ja allgemein als eher klein und dies obwohl Asien an sich nicht wirklich klein ist. Wie aber kommen nun ein durchschnittlicher Europäer und ein durchschnittlicher Asiat hier zurecht? Nun ja, auf beide lauert die eine oder andere Falle.
Große Menschen haben’s hier nicht immer ganz leicht, auch wenn sie auf anderen Kontinenten nicht gerade herausragen. Das fängt bei diversen Hindernissen in Kopfhöhe an, die sich gerne Mal in den Weg stellen. Zu nennen sind an dieser Stelle Schirme, Verkehrsschilder oder Dächer von Verkaufsständen. Auch bei der einen oder anderen Unterführung auf Augenhöhe gilt es aufzupassen. Kurze Betten werden zum Verhängnis, wenn sich die Füße nicht über das Ende hinaus ausstrecken lassen. Und eine Schuhverkäuferin musste sich meinetwegen schon mal durch den halben Laden wühlen, um ein Paar mit einer Größe oberhalb von 43 zu finden.
Aber auch für kurze Menschen heißt es hier ab und zu Obacht geben. Schlaglöcher, Bordsteinkanten und Straßengräben zum Beispiel haben hier zeitweise Ausmaße, die Leitern, Sprungfedern oder Stelzen als das Mittel der Wahl zur Bewältigung erscheinen lassen. Beim Überqueren der Straße inmitten unzähliger motorisierter Verkehrsteilnehmer sind kleine, kurze Schritte auch nicht gerade hilfreich. Wahrscheinlich ist auch das ein Grund dafür, dass hier so wenige Leute zu Fuß unterwegs sind.
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Der laufende Meter
Groß - größer - zu groß
Reisebericht Wellington - Die liebenswerteste kleine Hauptstadt weltweit
Big is beautiful
Große Menschen haben’s hier nicht immer ganz leicht, auch wenn sie auf anderen Kontinenten nicht gerade herausragen. Das fängt bei diversen Hindernissen in Kopfhöhe an, die sich gerne Mal in den Weg stellen. Zu nennen sind an dieser Stelle Schirme, Verkehrsschilder oder Dächer von Verkaufsständen. Auch bei der einen oder anderen Unterführung auf Augenhöhe gilt es aufzupassen. Kurze Betten werden zum Verhängnis, wenn sich die Füße nicht über das Ende hinaus ausstrecken lassen. Und eine Schuhverkäuferin musste sich meinetwegen schon mal durch den halben Laden wühlen, um ein Paar mit einer Größe oberhalb von 43 zu finden.
Aber auch für kurze Menschen heißt es hier ab und zu Obacht geben. Schlaglöcher, Bordsteinkanten und Straßengräben zum Beispiel haben hier zeitweise Ausmaße, die Leitern, Sprungfedern oder Stelzen als das Mittel der Wahl zur Bewältigung erscheinen lassen. Beim Überqueren der Straße inmitten unzähliger motorisierter Verkehrsteilnehmer sind kleine, kurze Schritte auch nicht gerade hilfreich. Wahrscheinlich ist auch das ein Grund dafür, dass hier so wenige Leute zu Fuß unterwegs sind.
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Der laufende Meter
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Reisebericht Wellington - Die liebenswerteste kleine Hauptstadt weltweit
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Kapit, Malaysia
Freitag, 9. Dezember 2011
Festival-Erfahrung
Mitten im nirgendwo zwar mit einem funktionstüchtigen Auto aber ohne Sprit dazustehen ist nicht ganz optimal, also heißt es rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Roadhouse Mondrabilla hat sich in meinem Falle angeboten und nach dem Tanken geht’s natürlich ans Bezahlen. Das erledige ich bei einem Typen, der genauso wie ich ein Eintrittsbändchen vom Highfield-Festival am Handgelenk hat. Seines ist aber ein Jahr älter als meines, die beiden kennen sich also nicht.
Ein kurzes Schwätzchen ist beinahe unvermeidlich, und von den zahllosen Deutschen hier scheint er mir einer der sympathischeren zu sein. Seit zwei Monaten macht er den Job, den kein Australier machen würde, obwohl er sehr gut bezahlt wird und nicht sonderlich anstrengend ist. Außer Kassieren stehen noch Aufgaben wie Fenster putzen oder Regale auffüllen auf dem Plan. Dafür hat er seit Beginn der Arbeitszeit den Umkreis von 100 Metern um die Raststätte nicht verlassen, um Sehenswürdigkeiten und Nachtleben ist es hier nämlich eher mau bestellt. Die nächste Siedlung mit mehr als zehn permanenten Einwohnern ist knappe 500, die nächste Stadt, die diese Bezeichnung auch verdient gute 800 Kilometer entfernt. Aber zum vergleichsweise bequemen Geldscheffeln für die weitere Reise ist es einer der besten Plätze im Lande.
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Helene Fischer darf niemals siegen
Schnell verdientes Geld
Travel & Work
Die Welt ist ein Dorf
Ein kurzes Schwätzchen ist beinahe unvermeidlich, und von den zahllosen Deutschen hier scheint er mir einer der sympathischeren zu sein. Seit zwei Monaten macht er den Job, den kein Australier machen würde, obwohl er sehr gut bezahlt wird und nicht sonderlich anstrengend ist. Außer Kassieren stehen noch Aufgaben wie Fenster putzen oder Regale auffüllen auf dem Plan. Dafür hat er seit Beginn der Arbeitszeit den Umkreis von 100 Metern um die Raststätte nicht verlassen, um Sehenswürdigkeiten und Nachtleben ist es hier nämlich eher mau bestellt. Die nächste Siedlung mit mehr als zehn permanenten Einwohnern ist knappe 500, die nächste Stadt, die diese Bezeichnung auch verdient gute 800 Kilometer entfernt. Aber zum vergleichsweise bequemen Geldscheffeln für die weitere Reise ist es einer der besten Plätze im Lande.
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Schnell verdientes Geld
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Die Welt ist ein Dorf
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Australien,
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Manche nennen es Musik
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Esperance, Australien
Sonntag, 4. Dezember 2011
Fata Morgana
Ich dachte zunächst an eine ebensolche, aber ich habe den Beweis im Bild festgehalten. Das funktioniert meines Erachtens bei einer Fata Morgana nicht.
Die Rede ist von Radfahrern im australischen Outback, die plötzlich aus dem Hitzeflimmern der Straße auftauchen. Fünf an der Zahl habe ich unterwegs gesehen, drei davon als Solisten unterwegs. Nun kommt zwar der aktuelle Sieger der Tour de France aus Australien, aber dass der Boom eine solche Form angenommen hat, kann ich mir nur schwer vorstellen. Bei regelmäßig deutlich über dreißig Grad im eigentlich nirgendwo vorhandenen Schatten wird fleißig gestrampelt, kein Wunder bei Entfernungen von im Schnitt 200 Kilometern zwischen festen Unterkünften.
Einen japanischen Radler habe ich bei einem Zwischenstopp mal ein wenig ausgefragt. Er verbraucht pro Tag um die 15 Liter Wasser, aufgefüllt wird unterwegs an Wassertanks an Raststellen. Übernachtet wird im Zelt gleich neben dem Highway, für die Selbstverpflegung ist ein Kocher mit von der Partie. Als aktuelle Tagesstrecke für ihn sind 90 Kilometer geplant, laut seiner Aussage ist es ja aber zum Glück nicht so heiß. Als wieder im Auto sitze, kann ich das bestätigen, 29° C um die Mittagszeit in der prallen Sonne sind für diese Gegend wirklich nicht viel. Und bei seinem Pensum hat er es in fünf Tagen auch zurück in die Zivilisation geschafft.
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Sonn- und feiertags geschlossen
Wo laufen sie denn?
Nilathlon
Radprofi
Die Rede ist von Radfahrern im australischen Outback, die plötzlich aus dem Hitzeflimmern der Straße auftauchen. Fünf an der Zahl habe ich unterwegs gesehen, drei davon als Solisten unterwegs. Nun kommt zwar der aktuelle Sieger der Tour de France aus Australien, aber dass der Boom eine solche Form angenommen hat, kann ich mir nur schwer vorstellen. Bei regelmäßig deutlich über dreißig Grad im eigentlich nirgendwo vorhandenen Schatten wird fleißig gestrampelt, kein Wunder bei Entfernungen von im Schnitt 200 Kilometern zwischen festen Unterkünften.
Einen japanischen Radler habe ich bei einem Zwischenstopp mal ein wenig ausgefragt. Er verbraucht pro Tag um die 15 Liter Wasser, aufgefüllt wird unterwegs an Wassertanks an Raststellen. Übernachtet wird im Zelt gleich neben dem Highway, für die Selbstverpflegung ist ein Kocher mit von der Partie. Als aktuelle Tagesstrecke für ihn sind 90 Kilometer geplant, laut seiner Aussage ist es ja aber zum Glück nicht so heiß. Als wieder im Auto sitze, kann ich das bestätigen, 29° C um die Mittagszeit in der prallen Sonne sind für diese Gegend wirklich nicht viel. Und bei seinem Pensum hat er es in fünf Tagen auch zurück in die Zivilisation geschafft.
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Sonn- und feiertags geschlossen
Wo laufen sie denn?
Nilathlon
Radprofi
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Port Augusta, Australien
Dienstag, 18. Oktober 2011
Fahren wie ein Tscheche
Wer schon einmal mit dem eigenen Wagen durch die Tschechische Republik gefahren ist, dem ist möglicherweise bei der einen oder anderen Gelegenheit schon einmal die Fahrweise der Ortsansässigen aufgefallen. Für alle anderen zur Erklärung: Eher sportlich geprägt und immer bemüht, das Ziel möglichst zügig zu erreichen, das beschreibt es wohl am besten.
Wer nun aber denkt, dass sich das Ganze außerhalb der Landesgrenzen ändert, der irrt. So erfahre ich es jedenfalls hier am eigenen Leibe, denn seit ein paar Tagen darf ich bei einem Tschechen Beifahrer sein. Ein Riesenspaß. Ich fühle mich von Zeit zu Zeit wie ein Testpilot bzw. ein Co-Pilot bei einer Rallye. Nur komme ich mit der Karte manchmal einfach nicht schnell genug hinterher...
Unter Ausnutzung der gesamten zur Verfügung stehenden Straßenbreite und mit Annäherung an das Tempolimit von der oberen Seite her geht es recht schnell voran. Auf nicht asphaltierten kurvigen Bergstraßen genauso und zwar nicht trotzdem sondern dann erst recht. Vielleicht liegt es aber auch gar nicht am Fahrer oder dessen Nationalität, sondern am Auto. Wir sitzen in einem Subaru, und Subaru baut schließlich Rallye-Autos.
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Alles hat ein Ende
Leute Leute Leute
Wo ist das Problem?
Paradise Rallye
Wer nun aber denkt, dass sich das Ganze außerhalb der Landesgrenzen ändert, der irrt. So erfahre ich es jedenfalls hier am eigenen Leibe, denn seit ein paar Tagen darf ich bei einem Tschechen Beifahrer sein. Ein Riesenspaß. Ich fühle mich von Zeit zu Zeit wie ein Testpilot bzw. ein Co-Pilot bei einer Rallye. Nur komme ich mit der Karte manchmal einfach nicht schnell genug hinterher...
Unter Ausnutzung der gesamten zur Verfügung stehenden Straßenbreite und mit Annäherung an das Tempolimit von der oberen Seite her geht es recht schnell voran. Auf nicht asphaltierten kurvigen Bergstraßen genauso und zwar nicht trotzdem sondern dann erst recht. Vielleicht liegt es aber auch gar nicht am Fahrer oder dessen Nationalität, sondern am Auto. Wir sitzen in einem Subaru, und Subaru baut schließlich Rallye-Autos.
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Alles hat ein Ende
Leute Leute Leute
Wo ist das Problem?
Paradise Rallye
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Neuseeland
Standort:
New Plymouth, Neuseeland
Dienstag, 11. Oktober 2011
Wo ist das Problem?
Ist man mal länger unterwegs, geht natürlich ab und an mal etwas kaputt oder auch verloren. Wenn aber mir Fotoverrücktem die Kamera kaputtgeht, dann hört der Spaß auf und zwar wortwörtlich. Ich war kaum noch zu guter Laune in der Lage.
Kaputt bedeutet dabei allerdings, dass eigentlich nach einem Sturz in der zugehörigen Tasche aus ca. 20 Zentimetern Höhe nur der Bildschirm extrem dunkel war, ansonsten aber noch alles perfekt funktionierte. Nun liegt mir an meiner Kamera wirklich viel, weil ich sie schon eine ganze Weile habe und damit diverse tolle Fotos und Erinnerungen verbinde.
Also lautete natürlich der erste naheliegende Gedanke: Reparieren lassen! Aber selbstverständlich kostet so was heutzutage mehr als eine neue Kamera. Im neuseeländischen Gegenstück zum Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt gab’s erste Hinweise: 90 Dollar für den Kostenvoranschlag, dazu dann wahrscheinlich mindesten 150 für die Reparatur plus Versand, äh schönen Dank auch. In der Not und kurz vor Ladenschluss habe ich mich dann für eine Kamera entscheiden müssen und eine nicht wirklich optimale erwischt. Entsprechend ist auch meine Stimmung kaum besser geworden. Nach einer geraumen Zeit entwickelte sich aber ein Plan B: Die nagelneue Notkamera beim neuseeländischen eBay anbieten und stattdessen meine Kamera in der aktuellen Version nachkaufen. Soweit so gut.
Dann aber trat Plan C in Kraft: Selber reparieren, man kann ja eigentlich nix verlieren. Mein seit drei Tagen Mitreisender schlug vor, einfach einen Schraubenzieher zu erwerben und mein Glück zu versuchen. Gesagt, getan. Und siehe da, acht von zwölf Schrauben ließen sich partout nicht lösen. Fort Knox schien mir nichts dagegen zu sein. Da aber mein Reisepartner tschechischer Staatsbürger ist, hat er erst die Kamera und dann das Problem in einer Mischung aus Bulldozerfahrer und MacGyer in die Hand genommen. Das Gehäuse wurde kurzerhand aufgebogen bzw. aufgebrochen, der wie vermutet lediglich gelöste Kontakt notdürftig befestigt und das Gehäuse wieder einigermaßen zusammengebogen. Das Gerät hat jetzt die eine oder andere Schramme, funktioniert aber für den Moment erstmal wieder.
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Im freien Fall
Hausmeister Krause
Drei zwo eins – nicht mehr meins
Fahren wie ein Tscheche
Kaputt bedeutet dabei allerdings, dass eigentlich nach einem Sturz in der zugehörigen Tasche aus ca. 20 Zentimetern Höhe nur der Bildschirm extrem dunkel war, ansonsten aber noch alles perfekt funktionierte. Nun liegt mir an meiner Kamera wirklich viel, weil ich sie schon eine ganze Weile habe und damit diverse tolle Fotos und Erinnerungen verbinde.
Also lautete natürlich der erste naheliegende Gedanke: Reparieren lassen! Aber selbstverständlich kostet so was heutzutage mehr als eine neue Kamera. Im neuseeländischen Gegenstück zum Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt gab’s erste Hinweise: 90 Dollar für den Kostenvoranschlag, dazu dann wahrscheinlich mindesten 150 für die Reparatur plus Versand, äh schönen Dank auch. In der Not und kurz vor Ladenschluss habe ich mich dann für eine Kamera entscheiden müssen und eine nicht wirklich optimale erwischt. Entsprechend ist auch meine Stimmung kaum besser geworden. Nach einer geraumen Zeit entwickelte sich aber ein Plan B: Die nagelneue Notkamera beim neuseeländischen eBay anbieten und stattdessen meine Kamera in der aktuellen Version nachkaufen. Soweit so gut.
Dann aber trat Plan C in Kraft: Selber reparieren, man kann ja eigentlich nix verlieren. Mein seit drei Tagen Mitreisender schlug vor, einfach einen Schraubenzieher zu erwerben und mein Glück zu versuchen. Gesagt, getan. Und siehe da, acht von zwölf Schrauben ließen sich partout nicht lösen. Fort Knox schien mir nichts dagegen zu sein. Da aber mein Reisepartner tschechischer Staatsbürger ist, hat er erst die Kamera und dann das Problem in einer Mischung aus Bulldozerfahrer und MacGyer in die Hand genommen. Das Gehäuse wurde kurzerhand aufgebogen bzw. aufgebrochen, der wie vermutet lediglich gelöste Kontakt notdürftig befestigt und das Gehäuse wieder einigermaßen zusammengebogen. Das Gerät hat jetzt die eine oder andere Schramme, funktioniert aber für den Moment erstmal wieder.
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Im freien Fall
Hausmeister Krause
Drei zwo eins – nicht mehr meins
Fahren wie ein Tscheche
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Mount Maunganui, Neuseeland
Samstag, 24. September 2011
Sie sind überall
Ich habe ja den Verdacht, wir Deutschen sind schlechte Verlierer. Nachdem zwei Weltkriege und die letzten fünf Fußballweltmeisterschaften mehr oder weniger in die Hose gegangen sind, rächen wir uns indem wir die Welt überschwemmen. Mit typisch deutschen Touristen.
So auch neulich im Sequoia-Nationalpark. Busladungsweise fallen sie über den Park her, genauer gesagt über den größten Baum der Welt. Es bildet sich eine Schlange vor dem dazugehörigen Schild, jeder einzelne wird mit dem Baum fotografiert, stellt sich direkt an den Fuß des knapp hundert Meter hohen und am Boden elf Meter im Querschnitt messenden Riesen und hat demnächst dann ein Bild von sich vor einem braunen Hintergrund zuhause. Danach machen sie sich das Ganze analysierend (Ich bin ja eher ein Afrika-Fan...) auf den Rückweg zum Teutonentransport. Auch überzeugend: Passendes Outfit – weiße Tennissocken in Sandalen werden immer noch gern getragen – sowie klassische Aussprache, wobei ich immer an Sänk ju vor träffelink wiss Deutsche Bahn denken muss.
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Influenza
Schnorcheltrip auf brasilianisch
Reisebericht Kalifornien - Land der Gegensätze
I AM NOT A TOURIST I LIVE HERE
So auch neulich im Sequoia-Nationalpark. Busladungsweise fallen sie über den Park her, genauer gesagt über den größten Baum der Welt. Es bildet sich eine Schlange vor dem dazugehörigen Schild, jeder einzelne wird mit dem Baum fotografiert, stellt sich direkt an den Fuß des knapp hundert Meter hohen und am Boden elf Meter im Querschnitt messenden Riesen und hat demnächst dann ein Bild von sich vor einem braunen Hintergrund zuhause. Danach machen sie sich das Ganze analysierend (Ich bin ja eher ein Afrika-Fan...) auf den Rückweg zum Teutonentransport. Auch überzeugend: Passendes Outfit – weiße Tennissocken in Sandalen werden immer noch gern getragen – sowie klassische Aussprache, wobei ich immer an Sänk ju vor träffelink wiss Deutsche Bahn denken muss.
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Influenza
Schnorcheltrip auf brasilianisch
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I AM NOT A TOURIST I LIVE HERE
Standort:
Ventura, USA
Samstag, 28. Februar 2009
Ein Abend auf dem Aeropuerto Internacional José Martí
Aufgrund einer äußerst ungünstigen Verbindung in die Dominikanische Republik sahen wir uns gezwungen, einige Zeit auf dem ziemlich tristen Flughafen in Havanna zu verbringen. Genauer gesagt etwas über 14 Stunden von sechs Uhr abends bis halb neun Uhr morgens. Außerdem veranlassten uns die unverschämt hohen Taxipreise vom Flughafen in die Stadt zu dieser Protestaktion.
Die entscheidende Frage lautete aber, wie wir um alles in der Welt die Zeit totschlagen könnten. Als erstes trafen wir um kurz nach 18:00 auf drei Österreicher, die seit zehn Uhr morgens aus ähnlichen Beweggründen wie wir vor dem Flughafen auf einer Wiese gelegen hatten. Ihr Flug ging als letzter des Tages gegen 23:00. Bis dahin ließen sich auch noch die klassischen Beobachtungen an einem Flughafen machen (schreiende Kinder und dazu passende aufgeregte Mütter, Passagiere, die bereits zwanzig Minuten vor dem Beginn des Check-Ins aufgeregt vor dem Schalter herum tigern etc.). Außerdem haben wir uns die Zeit mit dem Schreiben von Postkarten und einer Partie Schach vertrieben. Dabei bin ich fast eingeschlafen, was das Spiel extrem zu meinen Ungunsten beeinflusst hat. Ab Mitternacht waren wir dann so ziemlich die einzigen, bis ca. eine Stunde später zwei Finnen auftauchten, denen wir zuallererst einmal beim Öffnen einer Rum-Flasche helfen konnten. Danach haben wir die nächsten Stunden verschwatzt - und ab halb drei Uhr morgens tauchten dann - wie vorhergesagt - die ersten hektischen Fluggäste zum ab vier geöffneten Check-In für den ersten Flug des Tages auf.
Gegen sechs konnten wir dann tatsächlich für unseren Flug einchecken um zumindest erst einmal das Gepäck loszuwerden. Das war allerdings ein klassischer Fall von zu früh gefreut, denn pünktlich zum ersten Gast verweigerte das Gepäckband seinen Dienst. Aber Ende gut alles gut - knappe zwanzig Minuten Untätigkeit am Cubana-Schalter später funktionierte alles wieder, so dass wir unseren Flug pünktlich erreicht haben.
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Jeder hat sein Päckchen zu tragen
Sicherheit geht vor
Eiszeit
Neulich bei Air New Zealand
Die entscheidende Frage lautete aber, wie wir um alles in der Welt die Zeit totschlagen könnten. Als erstes trafen wir um kurz nach 18:00 auf drei Österreicher, die seit zehn Uhr morgens aus ähnlichen Beweggründen wie wir vor dem Flughafen auf einer Wiese gelegen hatten. Ihr Flug ging als letzter des Tages gegen 23:00. Bis dahin ließen sich auch noch die klassischen Beobachtungen an einem Flughafen machen (schreiende Kinder und dazu passende aufgeregte Mütter, Passagiere, die bereits zwanzig Minuten vor dem Beginn des Check-Ins aufgeregt vor dem Schalter herum tigern etc.). Außerdem haben wir uns die Zeit mit dem Schreiben von Postkarten und einer Partie Schach vertrieben. Dabei bin ich fast eingeschlafen, was das Spiel extrem zu meinen Ungunsten beeinflusst hat. Ab Mitternacht waren wir dann so ziemlich die einzigen, bis ca. eine Stunde später zwei Finnen auftauchten, denen wir zuallererst einmal beim Öffnen einer Rum-Flasche helfen konnten. Danach haben wir die nächsten Stunden verschwatzt - und ab halb drei Uhr morgens tauchten dann - wie vorhergesagt - die ersten hektischen Fluggäste zum ab vier geöffneten Check-In für den ersten Flug des Tages auf.
Gegen sechs konnten wir dann tatsächlich für unseren Flug einchecken um zumindest erst einmal das Gepäck loszuwerden. Das war allerdings ein klassischer Fall von zu früh gefreut, denn pünktlich zum ersten Gast verweigerte das Gepäckband seinen Dienst. Aber Ende gut alles gut - knappe zwanzig Minuten Untätigkeit am Cubana-Schalter später funktionierte alles wieder, so dass wir unseren Flug pünktlich erreicht haben.
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Jeder hat sein Päckchen zu tragen
Sicherheit geht vor
Eiszeit
Neulich bei Air New Zealand
Standort:
Havanna, Kuba
Donnerstag, 22. November 2007
I AM NOT A TOURIST I LIVE HERE
So steht es zumindest auf seinem T-Shirt geschrieben. Er betritt den Imbiss mitten in Rio de Janeiro blass wie eine Krankenhauswand, mit rotblonden Haaren und einem Rucksack auf dem Rücken, aus dem ein Reiseführer und eine Kamera herausblinzeln. Er trägt einen Strohhut und Birkenstocksandalen.
In noch schlechterem Portugiesisch als ich bestellt er das typischste aller brasilianischen Gerichte - einen Hamburger. Als er den Laden verlässt, kreisen bereits die Geier über ihm.
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Groß - größer - zu groß
Kommunikationsproblem
Waaanndudri
Sie sind überall
In noch schlechterem Portugiesisch als ich bestellt er das typischste aller brasilianischen Gerichte - einen Hamburger. Als er den Laden verlässt, kreisen bereits die Geier über ihm.
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Groß - größer - zu groß
Kommunikationsproblem
Waaanndudri
Sie sind überall
Standort:
Rio de Janeiro, Brasilien
Dienstag, 6. November 2007
Die Welt ist ein Dorf
Zwei Personen reisen unabhängig voneinander und treffen sich am 30.10. in Santiago de Chile auf dem Cerro San Cristóbal und sechs Tage später in Buenos Aires auf dem Cementerio de la Recoleta. Wir haben uns aber nicht verraten, wohin wir wann weiterreisen.
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Im Urlaub nimmt man sich die Zeit
Festival-Erfahrung
Weltstadt Leipzig
Sie sind überall
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Buenos Aires, Argentinien
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