Rückblende: Mitte November, ich bin noch zuhause. Es geht nach Westafrika, es geht um Visa. Ghana gilt als kompliziert, unzählige Informationen werden abgefragt, vor allem aber, weil die Kollegen in der Botschaft den Pass im Original benötigen. Diesen dorthin zu bekommen geht natürlich nur per Post oder per sönlich, was also schon allein deshalb maximal unschön ist. Am Ende aber habe ich das Reisedokument samt Aufkleber wohlbehalten zurückbekommen.
Das Visum für Togo gilt eigentlich als einfacher, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Alles geht online zu erledigen, die Webseite lässt sich ins Franglische, das heißt vom Französischen zumindest mal zur Hälfte ins Englische übersetzen. Gutes Personal ist schwer zu bekommen. Egal, irgendwie manövriert man sich durch, füllt alle Pflichtfelder in englischer Sprache aus. Man macht die obligatorische, natürlich stornierbare Reservierung in einem viel zu teuren Hotel, lädt Kopien von Impf- und Reisepass hoch und drückt auf Beantragen. Beinahe postwendend kommt eine E-Mail mit der Info, dass das so nicht geht, weil die Angaben zur Unterkunft und die eingegebene Berufsbezeichnung falsch sind. Außerdem fehlt die Angabe in einem optionalen Feld. Für eine Diskussion über die Bedeutung des Wortes optional ist mein Französisch nicht ausreichend, aber inhaltlich kann ich an der Stelle weiterhelfen.
OK, zweiter Versuch: Optionale Angabe gemacht, eine geringfügig umformulierte Berufsbezeichnung eingegeben und statt der deutschsprachigen eine englische Bestätigung hochgeladen. Jetzt aber ... dann doch noch nicht, das Ergebnis bleibt dasselbe. Die Reservierung ist noch nicht storniert und einen Jobwechsel bekomme ich in der Kürze der Zeit wahrscheinlich auch nicht sauber über die Bühne. Auf der Webseite wird eine Chatfunktion angeboten, ich werde auch sofort begrüßt. Meine Vorgangsnummer und mein Problem gebe ich an und es passiert ... nichts.
Ich will mal nicht so sein und übersetze in einem letzten Versuch meine Jobbezeichnung ins Französische und lade die Bestätigung in französischer Sprache hoch. Kurz darauf ändert sich der Status des Antrags auf der Webseite in die richtige Richtung. Dann erhalte ich noch zwei Mails. Zuerst eine mit meinem Visum und etwas später eine von meinem Chatpartner, der mir mitteilt, dass ich die Jobbezeichnung und die Buchungsbestätigung angeben muss. Das schiebe ich auf entweder einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum oder aber die etwas spezielle Arbeitsweise in afrikanischen Behörden.
Schnitt, ungefähr acht Wochen später. Ich sitze in Lomé, Togo und schreibe diesen Text.
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Die Sache mit dem Visum
Zufallsgenerator
In zehn Schritten zum Ziel
Fehlpass
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Freitag, 16. Januar 2026
Togo or not to go
Labels:
Ghana,
Offizielle(s),
Spitzentechnologie,
Togo
Standort:
Lomé, Togo
Donnerstag, 16. Januar 2025
Stichwort Polizeikontrolle
Mit dem Motorroller unterwegs, hinter der Kurve lauert eine Polizeikontrolle, auf der großen Insel nebenan kriselt es nämlich ab und zu. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, ich bin schlecht vorbereitet. Manchmal werden Gringos einfach durchgewunken, diesmal aber nicht. Man bedeutet mir rechts ranzufahren, eine Flinte verleiht dem Ganzen Nachdruck. Nützt ja nix, da bin ich deutlich unterbewaffnet. Immerhin habe ich im Gegensatz zum Vortag einen Helm auf. Trotzdem kann das jetzt spannend werden, das Fahrzeug habe ich von irgendeinem Bekannten irgendeines Werkstattbesitzers geliehen.
Ohne Helm gehts schon viel besser.
Du machst es aber spannend ... Der Blick fällt auf eine blutende Schürfwunde am Unterschenkel.
Mist. Laut diversen Reiseberichten ist Eintritt fällig - selbst fürs Schnorcheln. Von mir wollte man hier nichts - aber an anderer Stelle hieß es immer, Belege bitte aufzubewahren.
Der Pass mit dem Einreisestempel befindet sich ganz in der Nähe des internationalen Führerscheins.
Das ist jetzt wirklich nichts Verfängliches dabei, oder habe ich etwas vergessen?
Gern geschehen. Ich habe das Gefühl, das hätte deutlich schlimmer kommen können.
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Friedhof unter Wasser
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich
Stadtrundfahrt
Radarkontrolle
Hmgrpshfösakhökfjd!
Hallo!
Gtehfldiuhöasdlöhö!
Moment, bitte.
Ohne Helm gehts schon viel besser.
Den Führerschein, bitte!
Hier ist er, EU-Führerschein. Der Internationale ist leider im Hotel.
Kein Problem. Wie spricht man den Namen aus?
Du machst es aber spannend ... Der Blick fällt auf eine blutende Schürfwunde am Unterschenkel.
Was ist passiert?
Schnorcheln ist passiert. Die Wellen haben mich gegen einen Felsen geworfen. Kein Problem.
Gleich vorne am Sunken Cemetery?
Mist. Laut diversen Reiseberichten ist Eintritt fällig - selbst fürs Schnorcheln. Von mir wollte man hier nichts - aber an anderer Stelle hieß es immer, Belege bitte aufzubewahren.
Ja.
Alles klar. Wie lange sind Sie schon hier?
Auf den Philippinen?
Der Pass mit dem Einreisestempel befindet sich ganz in der Nähe des internationalen Führerscheins.
Nein, hier auf Camiguin.
Seit zwei Tagen.
Und, wie ist es? Sie sind oben auf dem Vulkan gewesen?
Gefällt mir sehr gut, für den Vulkan war aber das Wetter zu schlecht.
Das ist jetzt wirklich nichts Verfängliches dabei, oder habe ich etwas vergessen?
Freut mich, stimmt mit dem Wetter - dann vielleicht morgen. Schönen Tag noch!
Gern geschehen. Ich habe das Gefühl, das hätte deutlich schlimmer kommen können.
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Friedhof unter Wasser
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich
Stadtrundfahrt
Radarkontrolle
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Offizielle(s),
Philippinen
Standort:
Mambajao, Philippinen
Sonntag, 5. Januar 2025
Das Wort zum Sonntag
Der Kirche rennt daheim seit Jahren bekanntermaßen die Kundschaft weg, der Trend kennt da keine Gnade. Da braucht es ein stabiles Gemüt. Hier auf den Philippinen ist das genau andersherum. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit gegen 18:00 Uhr, Immaculate Conception Parish Church in Baybay. Ich habe den begründeten Verdacht, dass heute Sonntag ist. Die Bänke sind bis auf den letzten Platz gefüllt, vor den offenen Türen drängen sich die Menschen, selbst auf dem Parkplatz versammeln sich noch Leute. Selten hat die Formulierung andächtig lauschen besser gepasst als in diesem Moment.
Für diese Unterschiede mag es sicherlich verschiedene Gründe geben. Vielleicht können die verantwortlichen Organe ihre Hände besser bei sich lassen oder verprassen die Kohle nicht so übertrieben wie der eine oder andere Würdenträger bei uns. Möglicherweise machen sie dem Endverbraucher aber einfach das bessere Angebot. Es handelt sich bei der Veranstaltung um den achten Gottesdienst des Tages, zwar nicht ganz gleichmäßig aber doch immerhin verteilt über die Sprachen Englisch und Cebuano. Da ist wohl für jeden was dabei. Zum Vergleich hat die bekannteste Kirche meiner Heimatstadt für sechsmal so viel Einwohner zwei Gottesdienste angeboten, hier ganz gleichmäßig auf eine Sprache verteilt.
Szenenwechsel, ein paar Straßen weiter. Eine wesentlich kleinere Kirche in nagelneuem Zustand. Draußen hängt eine Liste an Spendern, die zur Renovierung beigetragen haben. Sie umfasst 103 Einträge, die Beträge reichen von umgerechnet 8,50 Euro bis zu 850 Euro. Auch Sachspenden wie ein paar Säcke Zement oder sogar das Holzkreuz finden lobende Erwähnung. Hier ist heute allerdings geschlossen, wahrscheinlich sind außer den bei der großen Messe Anwesenden einfach keine Gläubigen mehr übrig.
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Was sonst noch so geschah
Viel hilft viel
Kinder, wie die Zeit vergeht
Reichlich Karma
Für diese Unterschiede mag es sicherlich verschiedene Gründe geben. Vielleicht können die verantwortlichen Organe ihre Hände besser bei sich lassen oder verprassen die Kohle nicht so übertrieben wie der eine oder andere Würdenträger bei uns. Möglicherweise machen sie dem Endverbraucher aber einfach das bessere Angebot. Es handelt sich bei der Veranstaltung um den achten Gottesdienst des Tages, zwar nicht ganz gleichmäßig aber doch immerhin verteilt über die Sprachen Englisch und Cebuano. Da ist wohl für jeden was dabei. Zum Vergleich hat die bekannteste Kirche meiner Heimatstadt für sechsmal so viel Einwohner zwei Gottesdienste angeboten, hier ganz gleichmäßig auf eine Sprache verteilt.
Szenenwechsel, ein paar Straßen weiter. Eine wesentlich kleinere Kirche in nagelneuem Zustand. Draußen hängt eine Liste an Spendern, die zur Renovierung beigetragen haben. Sie umfasst 103 Einträge, die Beträge reichen von umgerechnet 8,50 Euro bis zu 850 Euro. Auch Sachspenden wie ein paar Säcke Zement oder sogar das Holzkreuz finden lobende Erwähnung. Hier ist heute allerdings geschlossen, wahrscheinlich sind außer den bei der großen Messe Anwesenden einfach keine Gläubigen mehr übrig.
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Was sonst noch so geschah
Viel hilft viel
Kinder, wie die Zeit vergeht
Reichlich Karma
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Offizielle(s),
Philippinen
Standort:
Baybay City, Philippinen
Freitag, 3. Januar 2025
Ein Text über Zensur
Mit der Zensur (der medialen, nicht der Note in der Schule) ist es ja so eine Sache. Wem schenkt man Glauben und wem nicht? Ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du, wenn das Licht angeht. Nur leider geht nicht immer allen ein Licht an auf.
Aus aktuellem Anlass und aus der komfortablen Position eines Augenzeugen sei nochmal auf meinen Silvesterbericht von vor ein paar Tagen verwiesen. Hier mal - frei übersetzt - zwei Versionen zum Geschehen, zunächst die der Gastgeber:
Die Silvesterfeier hat 300.000 Leute angelockt. Um dem Ansturm gerecht zu werden sind Metro und Straßenbahn bis 02:00 Uhr im Einsatz gewesen, um den reibungslosen Abtransport der Massen zu gewährleisten.
The Peninsula, Doha (Katar)
Da es sich bei Doha aufgrund der großen Zahl an indischen Expats Spöttern zu Folge um Very New Delhi handelt, hat viel eher aber schon die dortige Presse berichtet:
Eine große Anzahl von Menschen eilte zur nahegelegenen Metrostation, um die letzte U-Bahn noch zu erreichen, was zu einem großen Menschenauflauf am Lusail Square führte. Herbeigeeilte Polizeieinheiten versuchten, die Menge unter Kontrolle zu halten und begannen Schlagstöcke einzusetzen, um die Menschen von den Zäunen fernzuhalten. Diese waren hastig errichtet worden um den Zustrom zu regulieren. Am Eingang zur Metro mussten Menschen von Ärzten und Sanitätern behandelt werden, in ständiger Folge trafen zusätzliche Krankenwagen an der Station ein.
Goa Chronicle (Indien)
Ob Du wirklich richtig stehst ... Auf Katars Version würde ich aber nicht wetten.
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Raus mit Applaus (8)
Schatten der Vergangenheit (12)
Kuwait ist ZENSIERT
Wer die Wahl hat
Aus aktuellem Anlass und aus der komfortablen Position eines Augenzeugen sei nochmal auf meinen Silvesterbericht von vor ein paar Tagen verwiesen. Hier mal - frei übersetzt - zwei Versionen zum Geschehen, zunächst die der Gastgeber:
Die Silvesterfeier hat 300.000 Leute angelockt. Um dem Ansturm gerecht zu werden sind Metro und Straßenbahn bis 02:00 Uhr im Einsatz gewesen, um den reibungslosen Abtransport der Massen zu gewährleisten.
The Peninsula, Doha (Katar)
Da es sich bei Doha aufgrund der großen Zahl an indischen Expats Spöttern zu Folge um Very New Delhi handelt, hat viel eher aber schon die dortige Presse berichtet:
Eine große Anzahl von Menschen eilte zur nahegelegenen Metrostation, um die letzte U-Bahn noch zu erreichen, was zu einem großen Menschenauflauf am Lusail Square führte. Herbeigeeilte Polizeieinheiten versuchten, die Menge unter Kontrolle zu halten und begannen Schlagstöcke einzusetzen, um die Menschen von den Zäunen fernzuhalten. Diese waren hastig errichtet worden um den Zustrom zu regulieren. Am Eingang zur Metro mussten Menschen von Ärzten und Sanitätern behandelt werden, in ständiger Folge trafen zusätzliche Krankenwagen an der Station ein.
Goa Chronicle (Indien)
Ob Du wirklich richtig stehst ... Auf Katars Version würde ich aber nicht wetten.
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Raus mit Applaus (8)
Schatten der Vergangenheit (12)
Kuwait ist ZENSIERT
Wer die Wahl hat
Dienstag, 14. März 2023
Manchmal hat der König ...
Thailand verfügt weltweit über eines der schärfsten Gesetze in Sachen Majestätsbeleidigung. Das gilt selbst für inzwischen nicht mehr aktive Könige oder Mitglieder der Königsfamilie. Mit bis zu 15 Jahren Haft ist man je nach Schwere der Tat dabei. Als Klassiker gilt der vom Winde verwehte Geldschein: Wer zum Zwecke des Fixierens drauftritt, hat zumindest mal bildlich gesprochen den König getreten. Nicht zu empfehlen.
Der aktuelle Throninhaber ist allerdings im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht wirklich beliebt. Hinter mal mehr mal weniger vorgehaltener Hand wird schon mal Kritik geäußert. Es sei ein schlechter Monarch, habe ich hier auch schon gehört. Meistens hält er sich außerhalb des Landes auf, kümmert sich kaum um die Belange des Volkes, gilt generell als Lebemann und hat Eigentum der Krone in Privatbesitz überführt. Kann schon mal passieren, dass man in so einer Position zu unlauteren Mitteln greift. Da ist er nicht der erste und sicher auch nicht der letzte Herrscher, dem das passiert.
Und noch ein weiteres dunkles Geheimnis ist hier während meiner Anwesenheit gelüftet worden: Manchmal, aber nur manchmal, hat der König ein kleines bisschen Haue gern. Details zu dieser Geschichte bleiben aber bis zur sicheren Ausreise auch des letzten Zeugen unter Verschluss.
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Kuwait ist ZENSIERT
Reisebericht Brunei - Nicht viel mehr als ein weiterer Stempel im Pass
Día de la Independencia
Comedy Central
Der aktuelle Throninhaber ist allerdings im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht wirklich beliebt. Hinter mal mehr mal weniger vorgehaltener Hand wird schon mal Kritik geäußert. Es sei ein schlechter Monarch, habe ich hier auch schon gehört. Meistens hält er sich außerhalb des Landes auf, kümmert sich kaum um die Belange des Volkes, gilt generell als Lebemann und hat Eigentum der Krone in Privatbesitz überführt. Kann schon mal passieren, dass man in so einer Position zu unlauteren Mitteln greift. Da ist er nicht der erste und sicher auch nicht der letzte Herrscher, dem das passiert.
Und noch ein weiteres dunkles Geheimnis ist hier während meiner Anwesenheit gelüftet worden: Manchmal, aber nur manchmal, hat der König ein kleines bisschen Haue gern. Details zu dieser Geschichte bleiben aber bis zur sicheren Ausreise auch des letzten Zeugen unter Verschluss.
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Kuwait ist ZENSIERT
Reisebericht Brunei - Nicht viel mehr als ein weiterer Stempel im Pass
Día de la Independencia
Comedy Central
Labels:
Offizielle(s),
Thailand
Standort:
Chanthaburi, Thailand
Dienstag, 7. März 2023
Die Sache mit dem Visum
In Deutschland steht es ja um die Digitalisierung ungefähr so wie um die Lasertechnik unter Julius Cäsar. Idee gut, Welt noch nicht bereit.
Neulich habe ich versucht, bei der heimischen Behörde einen internationalen Führerschein zu bekommen. Also nichts anderes, als die standardisierte Übersetzung eines Dokuments. Die Terminvergabe war, sagen wir mal etwas für Leute mit zu viel Freizeit. Zuerst eine Datenschutzerklärung bestätigen, danach in einer sehr komplizierten Auswahl mein Anliegen auswählen, eine Übersicht bestätigen, was alles zum Termin mitzubringen ist und eine weitere, wo ich zu erscheinen habe. Nach diversen Klicks auf der Seite, die optisch aus dem Jahr 1993 stammen könnte, habe ich feststellen dürfen, dass leider überhaupt keine freien Termine verfügbar sind. Als es dann nach diversen Anläufen doch gelungen war, habe ich mich vor Ort noch zweimal persönlich anmelden müssen, beide Male wurde mein Name auf einer ausgedruckten Liste durchgestrichen. Nachdem ich quer durchs ganze Haus zum Büro der Bearbeiterin gelaufen bin, durfte ich den Weg noch zweimal auf mich nehmen: Zum Bezahlautomaten und zurück.
Dass es auch anders gehen kann, beweist das Hochtechnologieland Kambodscha. Um die notorisch ausufernde Prozedur der Visaaustellung bei der Einreise zu vermeiden, habe ich mir vorab ein elektronisches Visum organisiert. Dafür nötig war ein formloser Scan einer Doppelseite meines Reisepasses. Auf der offiziellen Webseite muss die Datei hochgeladen werden, alle relevanten Daten und das Passbild werden automatisch von einer Software ausgelesen und in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen. Einzig das Einreisedatum und den Grenzübergang habe ich noch angeben müssen. Die Bezahlung erfolgt natürlich mit Kreditkarte und zwei Tage später trudelt das Visum im E-Mail-Postfach ein.
Es liegt noch ein weiter Weg vor uns.
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Gelegenheit macht Visum
Spielvorbereitung
Kein Schwein interessiert sich für mich
Mr. Robert Hareland
Neulich habe ich versucht, bei der heimischen Behörde einen internationalen Führerschein zu bekommen. Also nichts anderes, als die standardisierte Übersetzung eines Dokuments. Die Terminvergabe war, sagen wir mal etwas für Leute mit zu viel Freizeit. Zuerst eine Datenschutzerklärung bestätigen, danach in einer sehr komplizierten Auswahl mein Anliegen auswählen, eine Übersicht bestätigen, was alles zum Termin mitzubringen ist und eine weitere, wo ich zu erscheinen habe. Nach diversen Klicks auf der Seite, die optisch aus dem Jahr 1993 stammen könnte, habe ich feststellen dürfen, dass leider überhaupt keine freien Termine verfügbar sind. Als es dann nach diversen Anläufen doch gelungen war, habe ich mich vor Ort noch zweimal persönlich anmelden müssen, beide Male wurde mein Name auf einer ausgedruckten Liste durchgestrichen. Nachdem ich quer durchs ganze Haus zum Büro der Bearbeiterin gelaufen bin, durfte ich den Weg noch zweimal auf mich nehmen: Zum Bezahlautomaten und zurück.
Dass es auch anders gehen kann, beweist das Hochtechnologieland Kambodscha. Um die notorisch ausufernde Prozedur der Visaaustellung bei der Einreise zu vermeiden, habe ich mir vorab ein elektronisches Visum organisiert. Dafür nötig war ein formloser Scan einer Doppelseite meines Reisepasses. Auf der offiziellen Webseite muss die Datei hochgeladen werden, alle relevanten Daten und das Passbild werden automatisch von einer Software ausgelesen und in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen. Einzig das Einreisedatum und den Grenzübergang habe ich noch angeben müssen. Die Bezahlung erfolgt natürlich mit Kreditkarte und zwei Tage später trudelt das Visum im E-Mail-Postfach ein.
Es liegt noch ein weiter Weg vor uns.
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Gelegenheit macht Visum
Spielvorbereitung
Kein Schwein interessiert sich für mich
Mr. Robert Hareland
Labels:
Kambodscha,
Offizielle(s),
Spitzentechnologie
Standort:
Siem Reap, Kambodscha
Freitag, 22. April 2022
Gelegenheit macht Visum
In Guinea-Bissau putscht oder zumindest Putsch-versucht es statistisch gesehen ungefähr alle vier Jahre. Letztmals vor ungefähr zwei Monaten, rein rechnerisch scheint es also ein guter Zeitpunkt für einen Besuch zu sein.
Visatechnisch ist für mich wahlweise ein Honorarkonsul in Luxemburg oder ein Botschafter in Brüssel zuständig. Der Pass muss eingeschickt werden, eine Gebühr von ungefähr 60 Euro wird obendrein fällig. Das muss besser gehen.
Meistens wird es besser, je näher man der Sache, also dem Zielland kommt. Also mal in Banjul geschaut, ist ja schließlich mein erster Stopp gewesen. Und siehe da, für 21 Euro kann man den Aufkleber bekommen, allerdings muss man acht Tage warten und den Pass dalassen. Leider nichts gewonnen, gleich nochmal versuchen.
Und siehe da, fündig werde ich für die gleiche Summe in Ziguinchor, einer mittelgroßen Stadt im Senegal, wenige Kilometer vor der Grenze. Für ebenfalls nur etwas mehr als 20 Euro, gedauert hat das Ganze ungefähr vier Minuten. Aber nur weil der Konsul noch sein Büro aufschließen und ganz viele Informationen auf den Sticker schreiben muss.
Eine Stunde später befinde ich mich auf der anderen Seite der Grenze. Ich bin gespannt.
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Togo or not to go
Spielvorbereitung
Kein Schwein interessiert sich für mich
Mr. Robert Hareland
Visatechnisch ist für mich wahlweise ein Honorarkonsul in Luxemburg oder ein Botschafter in Brüssel zuständig. Der Pass muss eingeschickt werden, eine Gebühr von ungefähr 60 Euro wird obendrein fällig. Das muss besser gehen.
Meistens wird es besser, je näher man der Sache, also dem Zielland kommt. Also mal in Banjul geschaut, ist ja schließlich mein erster Stopp gewesen. Und siehe da, für 21 Euro kann man den Aufkleber bekommen, allerdings muss man acht Tage warten und den Pass dalassen. Leider nichts gewonnen, gleich nochmal versuchen.
Und siehe da, fündig werde ich für die gleiche Summe in Ziguinchor, einer mittelgroßen Stadt im Senegal, wenige Kilometer vor der Grenze. Für ebenfalls nur etwas mehr als 20 Euro, gedauert hat das Ganze ungefähr vier Minuten. Aber nur weil der Konsul noch sein Büro aufschließen und ganz viele Informationen auf den Sticker schreiben muss.
Eine Stunde später befinde ich mich auf der anderen Seite der Grenze. Ich bin gespannt.
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Togo or not to go
Spielvorbereitung
Kein Schwein interessiert sich für mich
Mr. Robert Hareland
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Guinea-Bissau,
Offizielle(s),
Senegal
Standort:
Ziguinchor, Senegal
Donnerstag, 16. September 2021
Stadtrundfahrt
Eigentlich ist es ganz einfach. Auf meinen Anruf hin werde ich vom Gastgeber bzw. seinem Angestellten an der 15 Kilometer außerhalb des Ortes gelegenen Schnorchelstelle abgeholt und über die Schnellstraße zur Unterkunft gefahren. Eigentlich ist es ganz einfach.
Stattdessen geht es nach der Hälfte der Strecke erst auf die Gegenfahrbahn, dann ein wenig querfeldein. Schließlich zurück zur Gegenfahrbahn. Dort warten auf dem Standstreifen die Chefin des Hauses in ihrem Auto und warnt vor einer Polizeikontrolle. Dazu übergibt sie für den Fall der Fälle noch Papiere für das Fahrzeug. Weiter gehts über Stock und Stein, eine behelfsmäßige Piste und durch eine Baustelle zur parallel verlaufenden Küstenstraße. Von dort aus dann irgendwann im Ort wieder zurück auf die ursprüngliche Strecke. Auch auffällig viele andere Fahrzeuge nehmen diese Route in der Gegenrichtung.
Den Kontakt mit der Staatsmacht kann keiner wollen. Die Herrschaften würden wohl gerne ihr mickriges Gehalt aufbessern, ob es einen wirklichen Grund für eine Strafe gibt, scheint dabei beinahe egal. Es wird auf jeden Fall einer gefunden werden. Wie es an anderer Stelle mal so schön hieß: Einfach, weil sie es können.
Das Mobil zum Beispiel verfügt über einen amtlichen Riss in der Frontscheibe, der immerhin mit Tesafilm überklebt ist, und über mindestens einen äußerst wackligen Rückspiegel. Alles Straftatbestände, die sicherlich einen Bonus für die Staatsdiener rechtfertigen würden, denn die Beweise lassen sich in dem Fall schlecht vernichten. Davon, dass der Gast aus Europa ohne Ausweisdokument unterwegs ist, war noch nicht mal die Rede.
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Durch die Nacht mit Wahad
Ein Tag im Zeichen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Fährt ein Bus durch einen Tunnel
Fehlpass
Stattdessen geht es nach der Hälfte der Strecke erst auf die Gegenfahrbahn, dann ein wenig querfeldein. Schließlich zurück zur Gegenfahrbahn. Dort warten auf dem Standstreifen die Chefin des Hauses in ihrem Auto und warnt vor einer Polizeikontrolle. Dazu übergibt sie für den Fall der Fälle noch Papiere für das Fahrzeug. Weiter gehts über Stock und Stein, eine behelfsmäßige Piste und durch eine Baustelle zur parallel verlaufenden Küstenstraße. Von dort aus dann irgendwann im Ort wieder zurück auf die ursprüngliche Strecke. Auch auffällig viele andere Fahrzeuge nehmen diese Route in der Gegenrichtung.
Den Kontakt mit der Staatsmacht kann keiner wollen. Die Herrschaften würden wohl gerne ihr mickriges Gehalt aufbessern, ob es einen wirklichen Grund für eine Strafe gibt, scheint dabei beinahe egal. Es wird auf jeden Fall einer gefunden werden. Wie es an anderer Stelle mal so schön hieß: Einfach, weil sie es können.
Das Mobil zum Beispiel verfügt über einen amtlichen Riss in der Frontscheibe, der immerhin mit Tesafilm überklebt ist, und über mindestens einen äußerst wackligen Rückspiegel. Alles Straftatbestände, die sicherlich einen Bonus für die Staatsdiener rechtfertigen würden, denn die Beweise lassen sich in dem Fall schlecht vernichten. Davon, dass der Gast aus Europa ohne Ausweisdokument unterwegs ist, war noch nicht mal die Rede.
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Durch die Nacht mit Wahad
Ein Tag im Zeichen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Fährt ein Bus durch einen Tunnel
Fehlpass
Labels:
Ägypten,
Offizielle(s),
Transport
Standort:
Marsa Alam, Ägypten
Sonntag, 13. Januar 2019
Neulich am Eisstand
Der übliche, schon tausend Mal gehörte Dialog, diesmal jedoch nicht mit mir in einer der Hauptrollen, dafür aber mit überraschendem Ausgang:
Klingt lustig, ist es aber nicht. Zumindest nicht für den Verkäufer, und für den Käufer auch nicht, der hat es in dem Fall nämlich nicht verstanden. Hintergrund dieser Frage ist natürlich die Tatsache, dass China wie auf der halben Welt auch in Sri Lanka Unmengen an Geld geparkt hat und dieses selbstverständlich früher oder später auch zurückhaben möchte. Dumm ist es nun, wenn man das Geld in ein paar ebenso prestigeträchtige wie nutzlose Projekte investiert hat. Spontan fallen mir da der sogenannte leerste internationale Flughafen der Welt und ein großes Kricketstadion ein, in dem vor allem Kühe grasen. Beides wurde in der Heimatprovinz des ehemaligen Ministerpräsidenten errichtet. Zufälle gibt’s...
Dumm ist es auch, wenn nun der Geldgeber plötzlich auf die absurde Idee kommt, sein Geld zurückhaben zu wollen und man diese Zahlungen nicht leisten kann. Dann ist man schon mal ganz schnell 85% der Einnahmen der beiden größten Häfen für die nächsten 99 Jahre los. Dafür bilden sich dort dann reine chinesische Viertel, die keinerlei Kontakt zur Außenwelt pflegen und sämtliche Waren des täglichen Bedarfs aus der Heimat importieren. Da kann einem Angst und bange werden, genauso wie dem anfangs erwähnten Eisverkäufer. Zum Glück hat sein Kunde aber keine Milliarden an Dollar von ihm haben wollen.
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Währenddessen in Venezuela
Waaanndudri
Es ist nicht alles grün was glänzt
Krisenzeiten
Where are you from?
China, PR.
Do you want money?
Klingt lustig, ist es aber nicht. Zumindest nicht für den Verkäufer, und für den Käufer auch nicht, der hat es in dem Fall nämlich nicht verstanden. Hintergrund dieser Frage ist natürlich die Tatsache, dass China wie auf der halben Welt auch in Sri Lanka Unmengen an Geld geparkt hat und dieses selbstverständlich früher oder später auch zurückhaben möchte. Dumm ist es nun, wenn man das Geld in ein paar ebenso prestigeträchtige wie nutzlose Projekte investiert hat. Spontan fallen mir da der sogenannte leerste internationale Flughafen der Welt und ein großes Kricketstadion ein, in dem vor allem Kühe grasen. Beides wurde in der Heimatprovinz des ehemaligen Ministerpräsidenten errichtet. Zufälle gibt’s...
Dumm ist es auch, wenn nun der Geldgeber plötzlich auf die absurde Idee kommt, sein Geld zurückhaben zu wollen und man diese Zahlungen nicht leisten kann. Dann ist man schon mal ganz schnell 85% der Einnahmen der beiden größten Häfen für die nächsten 99 Jahre los. Dafür bilden sich dort dann reine chinesische Viertel, die keinerlei Kontakt zur Außenwelt pflegen und sämtliche Waren des täglichen Bedarfs aus der Heimat importieren. Da kann einem Angst und bange werden, genauso wie dem anfangs erwähnten Eisverkäufer. Zum Glück hat sein Kunde aber keine Milliarden an Dollar von ihm haben wollen.
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Währenddessen in Venezuela
Waaanndudri
Es ist nicht alles grün was glänzt
Krisenzeiten
Labels:
Offizielle(s),
Sri Lanka,
Unmoralisches Angebot
Standort:
Jaffna, Sri Lanka
Mittwoch, 2. Januar 2019
Kuwait ist ZENSIERT
Zensiert werden unter anderem importierte westliche Zeitschriften, die es sowieso nur bei der Abreise am Flughafen und in Hotels zu kaufen gibt. Die heimischen Medien werden zentral koordiniert. Für mich kein Problem. Dem Emir gefällt das.
Darüber hinaus gesperrt sind natürlich Internetseiten mit Meinungen, nackten Frauen oder Meinungen zu nackten Frauen. Geschenkt – zumindest das mit den nackten Frauen. Dem Emir gefällt das.
Außerdem betroffen: Bücher. Darunter selbst so schockierende Werke wie die kleine Meerjungfrau vom Erzschurken Walt Disney. Kann ich mit leben, schwierig für die Locals – nicht unbedingt wegen Disneys Werk, sondern den anderen ca. 5.000 Büchern auf der Liste. Dem Emir gefällt das.
Womit ich nicht oder nur schwer leben kann ist aber, wenn Informationen zur Einreise zensiert werden. Ein Transitvisum für meinen geplant elfstündigen Aufenthalt ist so nicht vorgesehen, eine Hotelbuchung muss auch bei Nichtnutzung vorgelegt werden. Also buche ich vor Ort fix das mit Abstand günstigste Hotel der Kategorie kostenlos stornierbar zum Schnäppchenpreis des Tages von ca. 100 Euro. Deswegen bleibe ich auch nur elf Stunden im Lande … Die Buchung wird selbstverständlich sofort nach Erhalt des Visums storniert, somit erfinde ich quasi mein eigenes kuwaitisches Transitvisum. Das gefällt dem Emir vermutlich nicht.
Am schwierigsten ist für mich jedoch das recht diffuse Fotografierverbot einzuschätzen. Militär, Polizei, Staatsmacht, Infrastruktur, Ölindustrie - alles kein Thema. Wo ist aber bei Kulturzentren oder Bürohäusern das Problem? Kann keiner so genau sagen, aber man ahnt es schon: Dem Emir gefällt das.
Als kleine Wiedergutmachung empfinde ich da das Upgrade auf First Class seitens der staatlichen Fluglinie bei der Weiterreise. Denn: Dem Passagier gefällt das.
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Ein Text über Zensur
Nach einer wahren Begebenheit
Manchmal hat der König ...
Safety First
Darüber hinaus gesperrt sind natürlich Internetseiten mit Meinungen, nackten Frauen oder Meinungen zu nackten Frauen. Geschenkt – zumindest das mit den nackten Frauen. Dem Emir gefällt das.
Außerdem betroffen: Bücher. Darunter selbst so schockierende Werke wie die kleine Meerjungfrau vom Erzschurken Walt Disney. Kann ich mit leben, schwierig für die Locals – nicht unbedingt wegen Disneys Werk, sondern den anderen ca. 5.000 Büchern auf der Liste. Dem Emir gefällt das.
Womit ich nicht oder nur schwer leben kann ist aber, wenn Informationen zur Einreise zensiert werden. Ein Transitvisum für meinen geplant elfstündigen Aufenthalt ist so nicht vorgesehen, eine Hotelbuchung muss auch bei Nichtnutzung vorgelegt werden. Also buche ich vor Ort fix das mit Abstand günstigste Hotel der Kategorie kostenlos stornierbar zum Schnäppchenpreis des Tages von ca. 100 Euro. Deswegen bleibe ich auch nur elf Stunden im Lande … Die Buchung wird selbstverständlich sofort nach Erhalt des Visums storniert, somit erfinde ich quasi mein eigenes kuwaitisches Transitvisum. Das gefällt dem Emir vermutlich nicht.
Am schwierigsten ist für mich jedoch das recht diffuse Fotografierverbot einzuschätzen. Militär, Polizei, Staatsmacht, Infrastruktur, Ölindustrie - alles kein Thema. Wo ist aber bei Kulturzentren oder Bürohäusern das Problem? Kann keiner so genau sagen, aber man ahnt es schon: Dem Emir gefällt das.
Als kleine Wiedergutmachung empfinde ich da das Upgrade auf First Class seitens der staatlichen Fluglinie bei der Weiterreise. Denn: Dem Passagier gefällt das.
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Ein Text über Zensur
Nach einer wahren Begebenheit
Manchmal hat der König ...
Safety First
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Kuwait,
Offizielle(s)
Standort:
Kuwait-Stadt, Kuwait
Dienstag, 1. Januar 2019
Die Lizenz zum Kaufen
Die Vereinigten Araber gelten ja als ein nicht so alkoholhaltiges Volk wie zum Beispiel die Angehörigen diverser osteuropäischer Nationalitäten. Aus diesem Grunde braucht es hier in Dubai tatsächlich eine Lizenz, um eine Flasche Silvesterbier mit mehr als null Prozent Alkohol in einem der dafür vorgesehenen Spezialgeschäfte zu kaufen. Zum Erwerb der Lizenz sind vier Dinge nachzuweisen: Volljährigkeit, eine fremde Staatsangehörigkeit, die Nichtzugehörigkeit zur lokal dominierenden Glaubensgemeinschaft und ein dauerhafter Wohnsitz in Dubai. Leider kann ich mindestens ein Kriterium nicht erfüllen, somit bleibt nur noch der Einkauf im Duty-Free bei der Einreise. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass ich nur deshalb den Ausflug nach Bahrain gemacht habe.
Nur eines ist hier aber noch verpönter als der Kauf von Alkohol. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Da ich mich Schlag zwölf natürlich ebenda aufgehalten habe, habe ich entsprechende Experimente lieber bleiben lassen. Und das obwohl es in Dubai nur so von Orten wimmelt, an denen normalerweise reichlichst getrunken wird: Baustellen.
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Fortsetzung folgt
Doppelplus
Mall was anderes
Freigetränke
Nur eines ist hier aber noch verpönter als der Kauf von Alkohol. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Da ich mich Schlag zwölf natürlich ebenda aufgehalten habe, habe ich entsprechende Experimente lieber bleiben lassen. Und das obwohl es in Dubai nur so von Orten wimmelt, an denen normalerweise reichlichst getrunken wird: Baustellen.
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Fortsetzung folgt
Doppelplus
Mall was anderes
Freigetränke
Standort:
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Dienstag, 2. Januar 2018
Spielvorbereitung
Seit Ali und Foreman einst den "Rumble in the Jungle" veranstaltet haben hat sich das Land zwei weitere Diktatoren und einen neuen Namen gegönnt. Was jedoch zuverlässig geblieben ist, ist das "Rumble". Wer jedenfalls einfach so in der Demokratischen Republik Kongo aufkreuzt, taucht wahrscheinlich auch mit einem Messer bei einer Schießerei auf. Aber die Mühe soll sich lohnen.
Mit Ländern, die das "Demokratisch" im Namen führen müssen, ist es ja in Sachen Reisen nicht immer ganz so einfach. Zum Glück habe ich aber ein paar Jahre Erfahrung in einer demokratischen Republik sammeln können. Das Auswärtige Amt jedenfalls warnt vor Reisen in Teile des Landes, der dienstliche oder geschäftliche Aufenthalt in diesen Gebieten muss durch ein tragfähiges Sicherheitskonzept abgesichert sein. Zum Glück bin ich aber weder dienstlich noch geschäftlich unterwegs. Dafür beobachte ich seit fast zehn Monaten intensiv die Lage im Lande. Es soll sich nämlich lohnen.
Ein Präsident, der die Finger nicht von der Macht lassen kann und daher mal mehr und mal weniger Stress mit ein paar Rebellen hat. Der wegen angekündigter Proteste kurzerhand Internet und Telefon abschalten lässt und dem dafür ein Wochenenddomizil abgebrannt wird. Das Land findet sich im weltweiten Demokratieindex hinter so sympathischen Destinationen wie Irak und Afghanistan wieder. Dazu gibt's von Zeit zu Zeit ein paar kleinere Unannehmlichkeiten wie Ausbrüche von Cholera, Ebola oder den eines Vulkans. Und die UNO und ein paar globale Konzerne, die die Profite aus den zahllosen Bodenschätzen unter sich aufteilen, haben auch noch ihre Finger im Spiel. Potentielles Ungemach ist also breit aufgestellt. Aber es gibt etwas zu sehen, das sich absolut lohnt.
Jedenfalls stehe ich wie vermutlich fast alle Besucher der Gegend in Kontakt mit einem grenznahen Nationalpark und vertraue am meisten auf das Urteil der Parkverwaltung, die Truppe ist schließlich am nächsten dran. Im Gegensatz zu Mitarbeitern des diplomatischen Dienstes in der 2.500 Kilometer entfernten Hauptstadt. Diese sollen sich wohl vor allem selbst absichern wollen. Die Jungs vor Ort organisieren sogar das Visum, nur die für die Einreise benötigte Gelbfieberimpfung habe ich selbst veranlassen müssen. An einem Grenzübergang mitten in Afrika muss das nämlich nicht unbedingt sein. Hatte ich schon erwähnt, dass es sich lohnen soll?
Das Einzige, das mir Angst macht, ist die Landessprache: Französisch ist hier das Mittel derQual Wahl.
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Gelegenheit macht Visum
Verwandtschaft zu Besuch
See-nsationell
Reisebericht Libanon - Warum eigentlich nicht?
Mit Ländern, die das "Demokratisch" im Namen führen müssen, ist es ja in Sachen Reisen nicht immer ganz so einfach. Zum Glück habe ich aber ein paar Jahre Erfahrung in einer demokratischen Republik sammeln können. Das Auswärtige Amt jedenfalls warnt vor Reisen in Teile des Landes, der dienstliche oder geschäftliche Aufenthalt in diesen Gebieten muss durch ein tragfähiges Sicherheitskonzept abgesichert sein. Zum Glück bin ich aber weder dienstlich noch geschäftlich unterwegs. Dafür beobachte ich seit fast zehn Monaten intensiv die Lage im Lande. Es soll sich nämlich lohnen.
Ein Präsident, der die Finger nicht von der Macht lassen kann und daher mal mehr und mal weniger Stress mit ein paar Rebellen hat. Der wegen angekündigter Proteste kurzerhand Internet und Telefon abschalten lässt und dem dafür ein Wochenenddomizil abgebrannt wird. Das Land findet sich im weltweiten Demokratieindex hinter so sympathischen Destinationen wie Irak und Afghanistan wieder. Dazu gibt's von Zeit zu Zeit ein paar kleinere Unannehmlichkeiten wie Ausbrüche von Cholera, Ebola oder den eines Vulkans. Und die UNO und ein paar globale Konzerne, die die Profite aus den zahllosen Bodenschätzen unter sich aufteilen, haben auch noch ihre Finger im Spiel. Potentielles Ungemach ist also breit aufgestellt. Aber es gibt etwas zu sehen, das sich absolut lohnt.
Jedenfalls stehe ich wie vermutlich fast alle Besucher der Gegend in Kontakt mit einem grenznahen Nationalpark und vertraue am meisten auf das Urteil der Parkverwaltung, die Truppe ist schließlich am nächsten dran. Im Gegensatz zu Mitarbeitern des diplomatischen Dienstes in der 2.500 Kilometer entfernten Hauptstadt. Diese sollen sich wohl vor allem selbst absichern wollen. Die Jungs vor Ort organisieren sogar das Visum, nur die für die Einreise benötigte Gelbfieberimpfung habe ich selbst veranlassen müssen. An einem Grenzübergang mitten in Afrika muss das nämlich nicht unbedingt sein. Hatte ich schon erwähnt, dass es sich lohnen soll?
Das Einzige, das mir Angst macht, ist die Landessprache: Französisch ist hier das Mittel der
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Reisebericht Libanon - Warum eigentlich nicht?
Standort:
Goma, Demokratische Republik Kongo
Freitag, 20. Januar 2017
Es wird langsam ungemütlich
Máxima Alerta – so lautet die aktuelle Schlagzeile auf der Titelseite der größten Tageszeitung der Gegend. Das klingt nicht gut, ist es auch nicht.
Es ist sowieso schon einiges an Druck auf dem mexikanischen Kessel, spätestens seit hier Anfang Januar die staatlich kontrollierten Benzinpreise angehoben wurden. Proteste im ganzen Land mit über tausend Verhaftungen und sogar neun Toten waren die unmittelbare Folge.
Ein weiteres Problem ist ganz aktuell die beschlossene Auslieferung eines der größten Drogenbosse des Landes in das nördlich benachbarte Ausland. Der Herr hat für diesen Fall vorsorglich versprochen auszupacken und jetzt geht hier scheinbar einigen die Düse. Vor einigen Tagen gab es einen Anschlag auf ein großes Musikfestival mit neun Opfern, am darauf folgenden Tag eine Attacke auf die Generalstaatsanwaltschaft mitten in Cancún. Fünf Personen hat es dabei erwischt. All das – inklusive Fotos der Opfer – wird hier übrigens sehr detailreich bebildert auf den Titelseiten der Tagespresse veröffentlicht. Unter anderem haben Australien, Kanada und Großbritannien inzwischen Reisewarnungen für diese Gegend ausgesprochen.
Selbst hier im gut zehntausend Einwohner zählenden Örtchen ist massive Polizeipräsenz zu spüren.
Da ist es an der Zeit, den Flughafen anzusteuern. Einziges Problem dabei: Wegen anfangs thematisierten Benzinpreiserhöhung ist hier heute eine ganztägige Straßensperre errichtet worden, Ende ungewiss. Wenn das morgen auch funktioniert, bin ich mal gespannt, wie ich die 350 Kilometer bis zum Flieger bewältigen werde.
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Raus mit Applaus (8)
Die Vor- und Nachteile eines Zentrallagers - am Beispiel von Guineas größtem Treibstofflager
Eiszeit
Streiken wie Gott in Frankreich
Es ist sowieso schon einiges an Druck auf dem mexikanischen Kessel, spätestens seit hier Anfang Januar die staatlich kontrollierten Benzinpreise angehoben wurden. Proteste im ganzen Land mit über tausend Verhaftungen und sogar neun Toten waren die unmittelbare Folge.
Ein weiteres Problem ist ganz aktuell die beschlossene Auslieferung eines der größten Drogenbosse des Landes in das nördlich benachbarte Ausland. Der Herr hat für diesen Fall vorsorglich versprochen auszupacken und jetzt geht hier scheinbar einigen die Düse. Vor einigen Tagen gab es einen Anschlag auf ein großes Musikfestival mit neun Opfern, am darauf folgenden Tag eine Attacke auf die Generalstaatsanwaltschaft mitten in Cancún. Fünf Personen hat es dabei erwischt. All das – inklusive Fotos der Opfer – wird hier übrigens sehr detailreich bebildert auf den Titelseiten der Tagespresse veröffentlicht. Unter anderem haben Australien, Kanada und Großbritannien inzwischen Reisewarnungen für diese Gegend ausgesprochen.
Selbst hier im gut zehntausend Einwohner zählenden Örtchen ist massive Polizeipräsenz zu spüren.
Da ist es an der Zeit, den Flughafen anzusteuern. Einziges Problem dabei: Wegen anfangs thematisierten Benzinpreiserhöhung ist hier heute eine ganztägige Straßensperre errichtet worden, Ende ungewiss. Wenn das morgen auch funktioniert, bin ich mal gespannt, wie ich die 350 Kilometer bis zum Flieger bewältigen werde.
UPDATE
Die Straßensperre ist nach elf Stunden aufgehoben worden, ich habe es zum Flughafen geschafft. Inzwischen bin ich in Madrid und es droht (fast) nur noch die Deutsche Bahn. ICEs funktionieren ja nur bei Außentemperaturen zwischen 15,2° C und 15,4° C reibungslos...WEITERLESEN
Raus mit Applaus (8)
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Standort:
Bacalar, Mexiko
Montag, 26. Dezember 2016
Sicherheit geht vor
Noch geht es hier gar nicht um Mexiko, sondern vielmehr um geeignete Maßnahmen, die auf dem Flughafen Madrid ergriffen worden sind. Aufgrund der aktuellen weltweiten Lage sicher nicht zu Unrecht. Aber immer schön der Reihe nach.
Ich kämpfe mich nach der Sicherheitskontrolle durch die leider nicht zu umgehende Duty-Free-Abteilung, deren verworrene Gänge schon beinahe IKEAeske Züge annehmen. Leider verliere ich den Rundgang irgendwann aus den Augen und steuere unbeabsichtigt auf eine Automatiktür mit der Aufschrift Zutritt nur für berechtigte Personen zu. Eine aufgeregte Offizielle versucht noch das Schlimmste zu verhindern, was aber misslingt: Die Tür geht auf, sie springt mir in den Weg und weist mich zurück in die richtige Spur. Einen halben Meter links neben der Tür führt die in Halbkreisform daran vorbei und kommt genau dahinter heraus. Ich folge selbstverständlich den Anweisungen und gehe um das immer noch offene Portal und grüße nochmal dankbar von der anderen Seite.
Das ist zum Glück der Unterschied zu den sonst so schlauen Schweden: Denn dort kann man ja bekanntlich abkürzen. Aus nachvollziehbaren Gründen bleibe ich ein Foto von diesem hochsensiblen Bereich schuldig.
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Versteckte Kamera
Safety First
Ein Abend auf dem Aeropuerto Internacional José Martí
Streiken wie Gott in Frankreich
Ich kämpfe mich nach der Sicherheitskontrolle durch die leider nicht zu umgehende Duty-Free-Abteilung, deren verworrene Gänge schon beinahe IKEAeske Züge annehmen. Leider verliere ich den Rundgang irgendwann aus den Augen und steuere unbeabsichtigt auf eine Automatiktür mit der Aufschrift Zutritt nur für berechtigte Personen zu. Eine aufgeregte Offizielle versucht noch das Schlimmste zu verhindern, was aber misslingt: Die Tür geht auf, sie springt mir in den Weg und weist mich zurück in die richtige Spur. Einen halben Meter links neben der Tür führt die in Halbkreisform daran vorbei und kommt genau dahinter heraus. Ich folge selbstverständlich den Anweisungen und gehe um das immer noch offene Portal und grüße nochmal dankbar von der anderen Seite.
Das ist zum Glück der Unterschied zu den sonst so schlauen Schweden: Denn dort kann man ja bekanntlich abkürzen. Aus nachvollziehbaren Gründen bleibe ich ein Foto von diesem hochsensiblen Bereich schuldig.
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Versteckte Kamera
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Ein Abend auf dem Aeropuerto Internacional José Martí
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Spanien
Standort:
Madrid, Spanien
Samstag, 16. Januar 2016
Fehlpass
Oberste Maxime bei meinen Touren lautet immer, den Verbleib von Reisepass und Kreditkarte sicherzustellen, alles andere ist zur Not entbehrlich und kann mehr oder weniger einfach wieder beschafft werden. In Vietnam hat das leider nicht immer zu einhundert Prozent geklappt.
Die Ursache dafür ist in der lokalen Gesetzgebung zu finden, die es erfordert, dass die Unterkünfte Auskünfte nicht zuletzt über Einkünfte machen müssen. Deshalb werden die Reisepässe aller Gäste bei der Anreise eingezogen, um bei spontanen Überprüfungen über die Mitbewohner Rede und Antwort stehen zu können. Kopien werden dabei nicht akzeptiert. Angenehmer Nebeneffekt: Kaum ein Gast wird die Zeche prellen. Daran denken auch immer alle ganz artig, leider aber nicht daran, später dem Abreisenden das Dokument auch wieder auszuhändigen.
Ganze sechsmal habe ich hier die Chance gehabt, mich mehrere hundert Kilometer vom ultimativen Accessoire zu entfernen. Manchmal war es ganz schön knapp (Hier ist die Kohle, Danke und einen schönen Tag noch, ähhh Moment mal ...). Aber sechsmal habe ich die Chance liegen gelassen - ganz im Gegensatz zum Pass.
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Jeder hat sein Päckchen zu tragen
Stichwort Polizeikontrolle
Ausgangs-Basis
Reisen bildet
Die Ursache dafür ist in der lokalen Gesetzgebung zu finden, die es erfordert, dass die Unterkünfte Auskünfte nicht zuletzt über Einkünfte machen müssen. Deshalb werden die Reisepässe aller Gäste bei der Anreise eingezogen, um bei spontanen Überprüfungen über die Mitbewohner Rede und Antwort stehen zu können. Kopien werden dabei nicht akzeptiert. Angenehmer Nebeneffekt: Kaum ein Gast wird die Zeche prellen. Daran denken auch immer alle ganz artig, leider aber nicht daran, später dem Abreisenden das Dokument auch wieder auszuhändigen.
Ganze sechsmal habe ich hier die Chance gehabt, mich mehrere hundert Kilometer vom ultimativen Accessoire zu entfernen. Manchmal war es ganz schön knapp (Hier ist die Kohle, Danke und einen schönen Tag noch, ähhh Moment mal ...). Aber sechsmal habe ich die Chance liegen gelassen - ganz im Gegensatz zum Pass.
Das Passbild erspare ich mir jetzt
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Jeder hat sein Päckchen zu tragen
Stichwort Polizeikontrolle
Ausgangs-Basis
Reisen bildet
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Offizielle(s),
Vietnam
Standort:
Apo Island, Philippinen
Sonntag, 10. Januar 2016
Falscher Alarm
Ein spitzer Schrei als sachdienlicher Hinweis. Unruhe macht sich breit, alles muss ganz schnell gehen. Es scheint wirklich ernst zu sein.
In Hội An, wo in der touristisch vereinnahmten Altstadt auf jedem Meter Fußweg Waren feil geboten werden, geht scheinbar etwas nicht mit rechten Dingen zu. Nachdem sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet hat, werden Teile der Auslegeware schlagartig in Sicherheit, das meint in dem Falle in ein Versteck gebracht. Offensichtlich sind ein paar lizenzrechtliche Dinge ungeklärt.
Grund für die Aufregung war ein Offizieller in einer wichtig aussehenden Uniform, der aber keinerlei Interesse an den fliegenden Händlern zeigte, sondern vielmehr mit seiner scheinbar frisch Angetrauten zum Fototermin zu historischer Kulisse unterwegs war. Nachdem die beiden vom Begleitpersonal in Szene gesetzt worden waren, entspannt sich die Situation schlagartig und kurz nachdem der Tross verschwunden ist, sehen die Fußwege wieder aus, als sei nichts gewesen. Übersät mit Souvenirs nämlich.
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Ein Tag im Zeichen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Stadtrundfahrt
Der Supermarkt Südamerikas
Vertrauen ist gut
In Hội An, wo in der touristisch vereinnahmten Altstadt auf jedem Meter Fußweg Waren feil geboten werden, geht scheinbar etwas nicht mit rechten Dingen zu. Nachdem sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet hat, werden Teile der Auslegeware schlagartig in Sicherheit, das meint in dem Falle in ein Versteck gebracht. Offensichtlich sind ein paar lizenzrechtliche Dinge ungeklärt.
Grund für die Aufregung war ein Offizieller in einer wichtig aussehenden Uniform, der aber keinerlei Interesse an den fliegenden Händlern zeigte, sondern vielmehr mit seiner scheinbar frisch Angetrauten zum Fototermin zu historischer Kulisse unterwegs war. Nachdem die beiden vom Begleitpersonal in Szene gesetzt worden waren, entspannt sich die Situation schlagartig und kurz nachdem der Tross verschwunden ist, sehen die Fußwege wieder aus, als sei nichts gewesen. Übersät mit Souvenirs nämlich.
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Ein Tag im Zeichen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Stadtrundfahrt
Der Supermarkt Südamerikas
Vertrauen ist gut
Labels:
Locals,
Offizielle(s),
Vietnam
Standort:
Hội An, Vietnam
Freitag, 8. Januar 2016
Ruhepol
Manchmal wird alles ein bisschen zu viel, manchmal muss man einfach mal raus. Raus aus dem Gewusel, raus aus dem Durcheinander. Wenn das Chaos droht Oberhand zu gewinnen, dann ist man besser woanders. In Vietnam geht das so: Man zieht sich mal wieder richtig schick an und sucht sich besser einen Platz, an dem man den Überblick nicht verliert. Dann macht man ein paar entspannende Tai-Chi-Übungen und pfeift noch ein wenig vor sich hin, bis am Ende wieder alles nach der eigenen Pfeife tanzt.
So gesehen zum Beispiel bei dieser Dame in Huế. So richtig entspannt hat sie zwar noch nicht gewirkt, das hat sich aber möglicherweise zwischenzeitlich auch gebessert. Wenn's mir mal wieder zu viel wird, probiere ich das auch mal aus.
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Abteilung Attacke
Rrrrängdängdängdängdäng
Stress in Lençóis
Radarkontrolle
So gesehen zum Beispiel bei dieser Dame in Huế. So richtig entspannt hat sie zwar noch nicht gewirkt, das hat sich aber möglicherweise zwischenzeitlich auch gebessert. Wenn's mir mal wieder zu viel wird, probiere ich das auch mal aus.
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Abteilung Attacke
Rrrrängdängdängdängdäng
Stress in Lençóis
Radarkontrolle
Donnerstag, 7. Februar 2013
Wer die Wahl hat
Am Sonntag ist es mal wieder soweit gewesen, Kuba hat gewählt. Organisatorisch optimiert wurden zugleich National- und Regionalparlament neu besetzt. Die Parteienfrage zumindest mal war schnell geklärt, zur Auswahl stand genau eine. Genauer gesagt diverse von dieser nominierte Kandidaten. Diese wurden dazu im Wahllokal sowohl inhaltlich als auch optisch steckbriefartig vorgestellt. Unter anderem (im jeweiligen Wahlkreis) wieder mit von der Partie: Der bärtige Alte und sein Bruder.
Ottonormalkubaner konnte nun beliebig viele Kreuze machen, am besten aber nur eines und zwar bei "alle schick". Der dafür vorgesehene Kreis war der Einfachheit halber prominent an oberster Stelle platziert und doppelt so groß wie alle anderen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
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Kuwait ist ZENSIERT
Schatten der Vergangenheit (6)
Vertrauen ist gut
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Kuwait ist ZENSIERT
Schatten der Vergangenheit (6)
Vertrauen ist gut
Sonntag, 3. Februar 2013
Vertrauen ist gut
Aber Kontrolle eben doch manchmal besser. Das wissen nicht nur erfahrene Pokerspieler, sondern auch die kubanischen Behörden. Bei einem Ausflug auf eine der nördlich vorgelagerten Inseln greifen daher besondere Sicherheitsvorkehrungen. Hier ist man schließlich dem Staatsgebiet des Erzfeindes am nächsten und Ausreisewillige können Dank Mobilfunkempfangs die Verwandten in Florida über ihr Vorhaben informieren. Somit werden Ausweise und Autokennzeichen aller Gäste kontrolliert, die auf eine der Inseln wollen. Kubaner selbst dürfen nur nach Kontrolle und zum Arbeiten in einem der Hotels hin. Durch das Gebüsch gleich hinterm Strand schleichen ab und an Uniformierte, aber nicht etwa zum wasserlassen, sondern um eventuelle Fluchtvorbereitungen aufzudecken. Vom Sieg der Revolution scheint hier offenbar nicht jeder überzeugt zu sein.
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Ein Text über Zensur
Wer die Wahl hat
Reisebericht Washington D.C. - Im Zentrum der Macht
Personennahverkehr
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Ein Text über Zensur
Wer die Wahl hat
Reisebericht Washington D.C. - Im Zentrum der Macht
Personennahverkehr
Donnerstag, 29. März 2012
Feindliche Übernahme
Nichts ist so beständig wie der Wechsel. Was für die Nachrichten aus der Zeitung von gestern oder die Transferliste des Deutschen Fußballbundes gilt, findet hier auf Zypern in der geteilten Hauptstadt Nikosia auch im Bereich der Religion Anwendung.
Die Geschichte mit den Griechen, den Türken und deren Glauben, Streitigkeiten in ferner wie jüngerer Vergangenheit und der Insel Zypern im Mittelpunkt beiderseitigen Interesses ist keine einfache. Jedenfalls verläuft die Grenze, die sogenannte Grüne Linie, mitten durch die Hauptstadt und auf türkischer Seite hat man kurzerhand und mangels Platzes eine gotische Kathedrale durch Anbau zweier Minarette zu einer Moschee umfunktioniert. Der Alptraum all derer, die das Abendland dem sicheren Untergang geweiht sehen, scheint hier bereits Gestalt anzunehmen.
Ansonsten scheint in der Stadt Dank der Einführung von Grenzübergängen und Reisefreiheit vor ein paar Jahren eine gewisse Entspannung eingetreten zu sein. Der Hauptübergang in der Fußgängerzone wirkt eher wie eine Touristenattraktion, als eine Grenze zwischen zwei verfeindeten Nachbarn. Das Fotografierverbot herrscht wohl nur auf dem Papier und in unmittelbarer Nähe werden fleißig Souvenirs verkauft. Die Griechen interessieren sich nicht einmal mehr für Ausweisdokumente, lediglich nach der Nationalität wird eher beiläufig gefragt. Die Grenze ist teilweise nur durch Ölfässer samt provisorischem Stacheldraht befestigt. Insgesamt eine sehr merkwürdige Atmosphäre und sicher nicht mit der eigenen Hauptstadt vor ein paar Jahrzehnten zu vergleichen.
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Das sind doch nur Details
Das falsche Pferd
Reisebericht Zypern - Zwei Seiten der Medaille
Schatten der Vergangenheit
Die Geschichte mit den Griechen, den Türken und deren Glauben, Streitigkeiten in ferner wie jüngerer Vergangenheit und der Insel Zypern im Mittelpunkt beiderseitigen Interesses ist keine einfache. Jedenfalls verläuft die Grenze, die sogenannte Grüne Linie, mitten durch die Hauptstadt und auf türkischer Seite hat man kurzerhand und mangels Platzes eine gotische Kathedrale durch Anbau zweier Minarette zu einer Moschee umfunktioniert. Der Alptraum all derer, die das Abendland dem sicheren Untergang geweiht sehen, scheint hier bereits Gestalt anzunehmen.
Ansonsten scheint in der Stadt Dank der Einführung von Grenzübergängen und Reisefreiheit vor ein paar Jahren eine gewisse Entspannung eingetreten zu sein. Der Hauptübergang in der Fußgängerzone wirkt eher wie eine Touristenattraktion, als eine Grenze zwischen zwei verfeindeten Nachbarn. Das Fotografierverbot herrscht wohl nur auf dem Papier und in unmittelbarer Nähe werden fleißig Souvenirs verkauft. Die Griechen interessieren sich nicht einmal mehr für Ausweisdokumente, lediglich nach der Nationalität wird eher beiläufig gefragt. Die Grenze ist teilweise nur durch Ölfässer samt provisorischem Stacheldraht befestigt. Insgesamt eine sehr merkwürdige Atmosphäre und sicher nicht mit der eigenen Hauptstadt vor ein paar Jahrzehnten zu vergleichen.
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Das sind doch nur Details
Das falsche Pferd
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