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Sonntag, 18. Januar 2026

Heiße Schokolade

Mit der Schokolade verhält es sich in der hiesigen Klimazone wie mit Biogemüse bei Homer Simpson: Wenn man sie an der Kasse des Supermarktes scannt, ist es eigentlich schon zu spät. Unabhängig von eventuell gegebenen Werbeversprechen schmilzt sie weder in der Hand noch im Mund, sondern noch in ihrer Verpackung und zwar sofort.
Den meisten Locals ist das egal, denn selbst Kakaobauern haben in der Regel keine Ahnung, wie Schokolade schmeckt. Wie so häufig liefert Afrika die Rohstoffe, veredelt, verdient und verkonsumiert wird woanders. In Togo hat sich vor ein paar Jahren eine Firma gegründet, die das ändern will. Damit das klappt, muss das braune Gold afrikatauglich gemacht werden. Handelsübliche Schokolade sollte außer im Mund nie mit Temperaturen von über 30° C in Berührung kommen, da sie sonst anfängt sich zu verflüssigen. Hier in Westafrika befinden wir uns aber in einer Gegend, in der es nie nie über 30° C hat. Für dieses Problem gibt es aber eine ganz einfache Lösung: Geschmacksverstärker und Emulgatoren lassen wir besser weg, somit verflüssigt sich die Leckerei erst bei etwas über 35° C. Das geht auf Kosten von Hochglanz und einer ausufernden Zutatenliste, ermöglicht dafür aber Verkauf und Transport vor Ort.
In Lomé habe ich mal einen Testlauf gewagt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Einkauf bin ich mit der Süßigkeit im Gepäck bei Sonnenschein noch über eine Stunde durch die Stadt gelaufen. Und was soll ich sagen, es funktioniert tatsächlich. Weder habe ich zum Verzehr einen Strohhalm benötigt, noch habe ich danach meinen Rucksack ausspülen müssen. Außerdem stellt die Firma übrigens auch noch weitere Produkte unter Verwendung von Kakao her, unter anderem Heiße Schokolade. Aber das ist für mich hier wirklich keine Option.

Schokolade von ChocTogo
Schmilzt erst im Mund

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Eisbärbier
Sierra Leones Nationalgetränk
Markenware zum kleinen Preis
Tradition verpflichtet

Donnerstag, 15. Januar 2026

Das machen wir doch mit rechts

Abendessen im Halbdunkel, es gibt Banku - Klöße aus Mais- und Maniokmehl, dazu Soße und ein paar Teile eines Perlhuhns. Auf dem Tisch finden sich außerdem ein Getränk, eine Schüssel, eine Kanne mit Wasser und Flüssigseife. Auf den ersten Blick vermissen erfahrene Abendesser vielleicht das Besteck, auf den zweiten auch. Ich möchte lösen: Banku isst man mit der Hand. Die Mahlzeit will also verdient werden.
Das Händewaschen erfolgt an Ort und Stelle. Zuerst gießt man mit der linken Hand Wasser über die rechte, welche sich dann quasi selbst wäscht. Wie heißt es so schön: Wo Deine Hände gewesen sind weißt Du selbst - wo das Besteck war, nicht. Und die Hände wäschst Du im Gegensatz zum Besteck selbst. Danach ist es ein bisschen wie beim Autofahren mit Automatik: Links hat Pause. Die linke Hand gilt als unrein und kommt hier öfter bei Geschäften zum Einsatz, die erst weit nach der Mahlzeit noch mit dieser zu tun haben. Die rechte Hand nimmt ein wenig vom Kloß, und stellt als erstes fest, dass der Teig noch ziemlich heiß ist. Sehr heiß sogar - also leider nichts gewonnen, kurze Zeit später gleich nochmal probieren. Man formt die Beute zu einer Art Löffel und sammelt damit die Soße ein. Oder tunkt das Teil einfach in die Soße. Zwischendurch angelt man sich ein Stück Fleisch und nagt die Knochen ab. Wenn das Essen dann verinnerlicht ist, folgt natürlich nochmal Händewaschen und fertig.
Wie überall im Leben gilt auch hier: Übung macht den Meister. Auch in diesem Fall klappt es beim zweiten Mal schon viel besser, außerdem liefern Locals jede Menge Anschauungsunterricht. Aber egal wie, Hauptsache es schmeckt am Ende. Und die größte Herausforderung war für mich tatsächlich, mir mit einer Hand die Hand zu waschen.

Banku auf dem Tisch
Handspiel wird nicht bestraft


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Ziegenohren
Kein Kampf
In zwölf Speisen um die Welt
Überlebensfähig

Donnerstag, 26. Dezember 2024

Eisbärbier

In Prag, ich habe zwei Stunden Zeit bis ich zum Flughafen muss und aus dem Grund den Weg in eine Brauerei auf mich genommen. Vor mir steht ein als Bierglas verkleideter Eisbecher. Verkleidet deshalb, weil zwar der Name einer prominenten Biermarke aufgedruckt ist, aber in der Hauptsadt Tschechiens mit Sicherheit kein Bier aus Gläsern mit einem Fassungsvermögen von nur 0,2 Litern serviert wird. Wir sind ja nicht in Köln. Außerdem verräterisch: Schlagsahne, ein Löffel und die Tatsache, dass die Bestellung aus der Rubrik Nachtisch stammt.
Unterhalb der Schlagsahne befindet sich dann das Entscheidende: Oldgott-Sorbet. Oldgott ist eine der Hausmarken der Brauerei, ein bernsteinfarbenes Bier mit leicht süßlichem Abgang, aus dem hier unter anderem auch Kuchen gemacht wird. Jedenfalls perfekt geeignet, um daraus ein Dessert zu fabrizieren. Optisch erinnert das Ganze dann zwar doch eher an Milchkaffee, aber geschmacklich hat es in Kombination mit der ungesüßten Sahne durchaus seine Daseinsberechtigung. Auch bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist das auf jeden Fall eine sinnvolle Verwendung für die übriggebliebenen tschechischen Kronen vom letzten Ausflug ins Nachbarland. Einzig die Größe des Eisbechers möchte ich hinterfragen ... Wir sind doch nicht in Köln!

Oldgott-Sorbet (Bier)
Der Eisbecher

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Heiße Schokolade
Zum Abschuss freigegeben
Lobbyarbeit
Einfach unfassbar

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Sierra Leones Nationalgetränk

In einem kleinen Dorf auf Tasso Island, im Gespräch mit Locals. Es stellt sich die Frage, ob ich wisse was Palmwein ist. Weiß ich, habe ich noch nie probiert und ja, das würde ich gern ändern.
Der oberste Grundsatz bei diesem Getränk ist, je frischer desto leckerer. Zwar knallt das Zeug aufgrund der natürlichen Fermentierung mit zunehmender Lebensdauer immer mehr, aber diesmal geht es um den Geschmack. Wie es der Zufall so will hat mein Gesprächspartner Zugriff auf eine der Produktionsstätten gleich in der Nähe der Unterkunft, und am Nachmittag wird er die Ernte einfahren - ich darf gerne mitkommen.
Kurz nach zwei, nachdem ich der Hängematte vor meiner Hütte unfallfrei entkommen bin, folge ich ihm auf einem Trampelpfad zum Nachbardorf. Er geht mit einer Machete und einem leeren Kanister bewaffnet voran. Irgendwann stoppen wir an einer Palme, an deren oberem Ende bereits ein halbvoller Kanister baumelt. Mit Hilfe eines Gurtgestells wird der Baum bezwungen, erklettert werden auf diese Art und Weise ungefähr zehn Meter. Das sind ziemlich genau zehn mehr, als ich so erklettern könnte. Oben angekommen wird der Palme mit der Machete eine neue Wunde zugefügt und der leere Kanister daran angeschlossen. Der bisher genutzte Zapfhahn wird mit einem dünnen Keil verschlossen, hier ist scheinbar später nochmal was zu holen. Für den Moment reicht aber der halbvolle Kanister, der wenig später samt Besitzer wohlbehalten auf dem Boden ankommt.
Kurz darauf finde ich mich in der Hängematte am Strand wieder - in der Hand ein Glas, gefüllt mit einer halbdurchsichtigen Flüssigkeit. Geschmacklich logischerweise nah am Kokoswasser, aber einen halben Tag nach Verlassen der natürlichen Umgebung eben doch ein wenig säuerlicher. Aber unter dem Strich alles andere als unlecker und auch ziemlich erfrischend. In den Genuss der etwas gereifteren Version werde ich hoffentlich später noch kommen.

Ernte von Palmwein in Sierra Leone
Der Getränkelieferant

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Handgepäck
Lobbyarbeit
Trinke lieber ungewöhnlich
Markenware zum kleinen Preis

Donnerstag, 16. März 2023

Fortsetzung folgt

Erfahrungsgemäß ist es deutlich preiswerter, in einer Bar gleich eine ganze Flasche Schnaps zu bestellen, als deren Inhalt gläserweise auf die Rechnung zu transferieren. Mindestens genauso erfahrungsgemäß ist die zweite Hälfte aber deutlich größer als die erste und letztlich bleibt fast immer etwas übrig.
In Thailand hat sich für dieses Problem eine einfache Lösung herauskristallisiert: Man schreibt (s)einen Namen auf die Flasche, lässt diese vorerst zurück und trinkt bei nächster Gelegenheit an derselben Stelle weiter. Das gilt dann sowohl für den Alkohol als auch für das Etablissement. Je nach Größe und Lage des Lokals geht der Trend auch mal ganz schnell zur Selbstbedienung. So gesehen in einer kleinen aber feinen Bar auf Ko Kut. Schrank auf, Fusel ohne größere Zwischenfälle gesucht und gefunden, eingeschenkt, Eiswürfel rein, fertig. Zwischenzeitlich habe ich zwischen den beiden Diensthabenden am Tresen gesessen, während einige der Stammgäste dahinter ihre Gläser aufgefüllt haben.
Zum Glück aber hat der Eigentümer auf meinen Wunsch Bestellung hin dann doch wieder die Seiten gewechselt. Bei der Zubereitung der Cocktails hat er seinem und dem Namen der Bar alle Ehre gemacht. Der Laden hört auf den Namen Bartist.

Cocktail Bartista in der Bar Bartist auf Ko Kut
Auch auf Kurzzeitgäste vorbereitet

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Sierra Leones Nationalgetränk
Der große Biervergleich
Trinke lieber ungewöhnlich
Die Lizenz zum Kaufen

Sonntag, 5. März 2023

Ein Snack für Fortgeschrittene

Wie immer gilt auch bei der Essensauswahl: Obacht beim Studium der Angebote, schon eine Kleinigkeit kann am Ende den Unterschied ausmachen. In Sekten essen ist jedenfalls etwas völlig anderes als Insekten essen. Beides ist sicherlich in Thailand möglich, ausprobiert habe ich aber - zumindest soweit mir bekannt - nur Letzteres.
In Bangkoks Chinatown ist es soweit, ein Stand hat diverse vollständige Tiere mit entweder mehr als vier oder aber gar keinen Beinen im Angebot. Die Wahl fällt auf eine gemischte Portion für umgerechnet einsfünfzig. Rudimentäre Grundkenntnisse im Fach Biologie lassen Heuschrecken, Käfer und Würmer erkennen, als Dressing gibts ein unbekanntes Pulver obendrauf. Diverse Soßen stehen auch zur Auswahl, würden aber sicher den Geschmack verzerren.
Nein, würden sie nicht. Sollte jemals ein Aroma enthalten gewesen sein, so ist es vollständig herausfrittiert worden. Geschmacklich ist die Ereignisdichte auf überschaubarem Niveau, so sind sich alle Tester einig. Am nächsten dran sind vielleicht noch Erdnüsse oder Kartoffelchips. Interessanterweise haben aber alle Tiere eins gemeinsam: Ein kleiner Happen wird im Mund gefühlt immer mehr. Vielleicht ist das ja wirklich ein Ansatz im Kampf gegen den Hunger auf der Welt?

Insekten essen in Bangkok
Guten Appetit!

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Das machen wir doch mit rechts
Eisbärbier
Überlebensfähig
Das Böse ist immer und überall

Samstag, 4. März 2023

Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahme

Während in Deutschland wahrscheinlich nach dem Ausdruck der entsprechenden Veordnung noch nach neuen Tintenpatronen gefahndet wird, ist man in Thailand schon weiter. In einer Gegend, in der schlechtes Wetter Seltenheitswert hat, hat ein findiger Erfinder - inspiriert von einem vorbeifahrenden Bus - Tatsachen geschaffen.
Thailand Solar Chicken ist das Ergebnis, hierbei werden Sonnenstrahlen mittels einer selbstgebastelten, beweglichen Konstruktion aus fast 700 Spiegeln gebündelt und zielgerichtet auf ein Ziel gerichtet. Genauer gesagt auf einen Rost. Darauf nimmt dann das liebe Federvieh Platz und ist nach gut zwölf Minuten durch. Da können die Weber-Brüder einpacken.
Aktuell ist das Gerät zwar nicht im Einsatz, aber eine Vorführung ist jederzeit möglich. Der Herr Erfinder bewirtschaftet sein Restaurant selbst und ist gerne bereit, die Konstruktion im eigenen Garten ganz in der Nähe vorzuführen. Ein Huhn ist zwar gerade nicht bei der Hand, aber eine Demonstration gelingt trotzdem ganz anschaulich. Die Spiegel werden mit ein wenig Handarbeit nach der Sonne ausgerichtet und die Strahlen auf den Grill gelenkt. Nach weniger als einer Minute ist dieser so heiß, dass das darauf gespritzte Wasser sofort zischend verdampft.

Solar Chicken Thailand
Auf die Plätze, fertig, gar!

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Heiße Schokolade
Ein Snack für Fortgeschrittene
Zwillingstürme
Wasser marsch

Dienstag, 19. April 2022

Aufputschmittel

Wenn im Büro mal wieder die Kaffeemaschine nicht verfügbar ist und die Panik im Kollegenkreis steigt – ich hätte da einen Vorschlag für eine Alternative. Hier vor Ort setzt man seit Jahrhunderten auf die Kolanuss, der eine vergleichbare Wirkung wie die von Kaffee nachgesagt wird. Und genauso bitter schmecken kann sie auch.
Das Ganze ist aber eher etwas für Puristen: Zucker, Milch, Whiskey, Sahne und was Menschen sonst noch so in das Getränk kippen um den Geschmack erträglich zu machen, fällt hier aus. Spezialisten kauen die Nuss bis zu einer Stunde lang und spucken dann die Reste aus. Ich bin jetzt seit gut dreißig Minuten dabei und beende das Experiment gleich. Die Frage nach der Wirkung ist für den Moment noch unbeantwortet geblieben, aber für einen Barbesuch später am Abend fühle ich mich so oder so ausreichend aufgeputscht. Unter Umständen setzte ich den Test morgen früh fort, die Nuss soll nämlich auch gegen einen Kater helfen.

Kolanuss
Muntermacher

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Alles neu macht der Juni
Leicht verkatert
Ziegenohren
In zwölf Speisen um die Welt

Mittwoch, 1. September 2021

Ohne Worte

Man kennt das ja, da steht man unterwegs im fremdsprachlichen Ausland und manchmal fehlen einem einfach die Worte. Im aktuellen Fall ist mein Arabisch, sagen wir mal ausbaufähig. Im Zweifel muss es halt mal mit Händen und Füßen gehen.
Aber nicht nur im Zweifel, sondern auch in einem ganz besonderen Schnellrestaurant in Kairo. Hier gibt es nämlich eine Filiale, in der ausschließlich Taubstumme angestellt sind. Ich darf jetzt aus Gründen der Werbung keine Namen nennen, aber da hat KFC wirklich eine tolle Idee gehabt. Normalerweise meide ich diese Ketten wie der Teufel das Weihwasser, auch und gerade im Urlaub. Aber unter diesen besonderen Umständen habe ich mal eine Ausnahme gemacht.
Am Eingang klärt ein Schild kurz über die Situation auf und dann wartet auch schon der Bestellvorgang. Einmal freundlich zunicken und los gehts. Die Karte liegt auf den Tresen, ich finde etwas ohne "FC" drin und tippe auf dieses sowie ein Getränk. Es kommt wie es kommen muss, es gibt da noch Fragen. Es gäbe ein Menü, entnehme ich einem Tipp der Dame auf die Karte. Kopfschütteln. OK, dann also einzeln. Größe? Kein Problem, zeigt man mit den Händen. Noch was anderes (eine ausladende Geste über die gesamte Karte)? Kopfschütteln. Finger auf den Fußboden oder zur Tür? Danke, ich würde gerne hier Essen, Finger auf den Boden. Kopfnicken. Damit ist die intellektuelle Leistung im Wesentlichen erbracht, den Preis verrät die Kasse, das Bezahlen funktioniert wie sonst auch. Hand aufs Herz, eine angedeutete Verbeugung - ich danke auch. Zwei Minuten später bekomme ich nach einem Winken in meine Richtung meine Bestellung ausgehändigt. Wunderbar.
Leider löst sich jedoch der Wunsch nach einem Essen in Ruhe, und zwar mit Betonung auf Ruhe, ziemlich schnell in Luft auf. Denn auch hier läuft leider die unvermeidliche Beschallung und leider sind eben die Gäste zu verbalem Dauerfeuer in der Lage. Trotzdem einfach eine großartige Erfahrung.

KFC in Kairo mit taubstummer Bedienung
KFC in Kairo

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Duale Ausbildung
Operation Frühstück
Lost in Transcription
Stille Post

Sonntag, 19. Januar 2020

Zum Abschuss freigegeben

Da stehe ich nun, in der linken Hand eine Bierflasche, in der rechten einen ungefähr ein halbes Kilo schweren Metallklotz. Gleich knallt's hier hoffentlich ordentlich. Aber die Geschichte wird mich freisprechen.
Das klingt jetzt erst einmal nach ganz gewöhnlichen Silvesterkrawallen, hier geht es aber um den kolumbianischen Volkssport Tejo. Ziel des Spiels ist es, über eine Distanz von gut zehn Metern idealerweise eines von mehreren Tütchen mit Schießpulver zu treffen und zur Explosion zu bringen. Wichtig dabei: Geworfen wird das Metall und nicht die Bierflasche! Bezahlt wird übrigens nur eine sehr überschaubare Grundgebühr, der Hauptumsatz wird am Tresen generiert. Klingt nach einer gelungenen Nachmittagsbeschäftigung im Urlaub. Und bevor jetzt Bedenken aufkommen: Gefährlich ist natürlich nicht das Spiel, sondern das Schießpulver!
Allen Ernstes gibt es sogar Wettkämpfe und professionelle Teams und ich frage mich, was man dabei besonders gut können muss: Trinken? Treffen? Sich zum Trinken treffen? Jedenfalls fungieren hier in der Regel Brauereien als Sponsoren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Der Sport versucht aktuell, das alkoholhaltige Image etwas zu verbessern, so wie es beispielsweise Darts in Europa vorgemacht hat. Aber solange es auf Amateurebene weiterhin so erfrischend zugeht, mache ich mir um die Popularität von Tejo keine Sorgen.

Tejo, Ergebnis
Leider kein Knalleffekt

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Kann abbrennen!
Kleinfeld
Wenn Kamele rennen
Hallo Herr Kaiser

Handgepäck

Schon von weitem sticht die Rotte Uniformierter aus der monotonen Masse von Abflugwilligen auf dem Flughafen Bogotá heraus. Und noch bevor man anhand von Flaggen, Wappen oder Aufschrift auf den Trainingsanzügen irgendein Land identifizieren kann, lässt sich schon mal die Region eingrenzen. Denn ein nicht geringer Teil der Truppe reist mit einer mobilen Mate-Tee-Station im bzw. als Handgepäck. Schon auf der letzten Tour hat ein Argentinier damit einen halben Eisenbahnwaggon in Sri Lanka verköstigt.
Am Ende stellt sich heraus, dass es sich um die U23-Fußballnationalmannschaft Paraguays handelt, die auf dem Weg zum olympischen Qualifikationsturnier Südamerikas ist. Im Flieger teile ich mir eine Reihe mit einem gewissen Matías Espinoza, der auf dem Platz wohl in erster Linie Tore verhindern soll. Leider kann er während des Fluges nur zwischen Kaffee und (kaltem) Wasser entscheiden, somit wird aus dem Mate-Genuss über den Wolken leider nichts. Ansonsten ist er ausnahmslos mit seinem Smartphone beschäftigt, ein Gespräch ist somit unabhängig von meinem Kenntnisstand der spanischen Sprache leider nicht möglich. Schöne neue Welt.
Am Gepäckband trennen sich dann leider unsere Wege, ich bin schließlich für kein südamerikanisches Land spielberechtigt. Und das mit dem "U" ist auch so eine Sache.

Mathias Espinoza mit Mate-Tee im Handgepäck
Das ultimative Handgepäck

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Sierra Leones Nationalgetränk
Zufallsgenerator
And the Oscar goes to Brisbane
Ein Abend auf dem Aeropuerto Internacional José Martí

Sonntag, 12. Januar 2020

Lobbyarbeit

Man kann es noch bekommen, das einstige kolumbianische Nationalgetränk Chicha. Allerdings nicht mehr wie früher immer und überall, sondern man muss wissen wo oder man hat Glück an Orten mit eher wenig Publikumsverkehr. Seit dem Jahr 1948 ist es offiziell verboten.
Damals hat die Bierindustrie erkannt, dass man dem Getränk nur mit einem Verbot beikommen kann. Das auf Basis von fermentiertem Mais erzeugte Produkt war nämlich so beliebt, dass die Bier-Multis nur auf ihrer Meinung nach unzureichende Marktanteile gekommen sind. Dank geschickt platzierter Propagandamaßnahmen hat das Image von Chicha in entscheidenden Kreisen arg gelitten. Der Genuss mache den Konsumenten dumm und aggressiv. Das kann natürlich bei übermäßigem Biergenuss nicht passieren.
Mich erwischt es an einem Verkaufsstand mitten in einem Nationalpark. Was ist das für ein Getränk da in dem großen Behälter? Das ist aus Mais gemacht und heißt Chicha. Treffer. Es schmeckt leicht säuerlich, wirkt ziemlich erfrischend und verfügt über ähnlich viele Umdrehungen wie der inzwischen amtierende Marktführer. Könnte man sich glatt länger daran aufhalten, aber apropos glatt: Ich muss auf dem Rückweg noch einen matschigen Weg entlanglaufen, also belasse ich es bei der Kostprobe.

Kolumbianisches Getränk Chicha
Berühmte illegale Substanz aus Kolumbien

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Eisbärbier
Alles neu macht der Juni
Fortsetzung folgt
Aufputschmittel

Mittwoch, 8. Januar 2020

Weihnachtsmarkt auf kolumbianisch

Eigentlich handelt es sich hier um gar keinen Markt, auch mal sehr erfrischend. Die Veranstaltung läuft auch unter dem Titel Geschichten aus der Weihnachtszeit. Also versammeln sich diverse saisonale Accessoires wie Weihnachtsbaum, Weihnachtsmann und Schneemann auf einem der Hauptplätze von Pasto. Allen gemein ist die intensive Dekoration mit Lichterketten. Zahllosen. Bunten.
Ansonsten passiert nicht viel, trotzdem dient das Ganze als gern genommener Hintergrund für unzählige Fotos. Die Temperaturen auf zweieinhalbtausend Metern Höhe gehen des Abends dann doch gerne in den Bereich lange Hose und Pullover. Für Schnee reichts aber nicht, daher simuliert Watte in rauen Mengen eine geschlossene Schneedecke.
Wofür es aber temperaturtechnisch reicht, sind Heißgetränke. Mittel der Wahl ist ein Fruchtsaft auf Basis von Maracuja, für die Großen auch gerne und ungefragt mit Schuss. Der wird wohldosiert durch Umfüllen des Feuerwassers in eine Plasteflasche mit drei Löchern im Deckel. Umdrehen, einmal kräftig zudrücken, fertig. Lecker.

Schneemann auf dem Weihnachtsmarkt in Pasto
Bitte recht freundlich!

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Weihnachtsmarkt auf mexikanisch
Tradition verpflichtet
Schwerstarbeit
Es weihnachtet sehr

Sonntag, 5. Januar 2020

Der große Biervergleich

Meine Mission heute: Innerhalb von drei Stunden drei Bier in drei verschiedenen Ländern in mich hinein transferieren. Damit die Arbeit an den Leberwerten nicht unter Trinkurlaub verbucht wird, verpasse ich dem Ganzen einen investigativen Anstrich.
Möglich macht diese Aktion das Grenzgebiet zwischen Kolumbien, Brasilien und Peru mitten im Amazonas. Der Einfachheit halber entfallen hier Geldwechsel und Grenzkontrollen, letzteres sofern man sich nicht mehr als 50 Kilometer vom Dreiländereck entfernt. Ansonsten gibt es hier alles, was man sich bei den Stichworten "Hafen" und "Grenze" so vorstellt: Eine florierende Markt-Wirtschaft, Wechselstuben in jedem zweiten Haus, leicht(bekleidet)e Mädchen und jede Menge Alkohol.
Bei letzterem kommt meine Geschichte ins Spiel. Zum Test treten an: Poker aus Kolumbien, Schin aus Brasilien und Cristal aus Peru. Getrunken in den jeweiligen Grenzorten Leticia, Tabatinga bzw. Santa Rosa.
Der erste Kandidat überzeugt vor allem durch seinen Namen. Einfach unschlagbar. Geschmacklich ist das Getränk solider Durchschnitt, mehr leider nicht. Negativ fallen zudem die Portionsgröße und die Darreichung in einer Blechdose ins Gewicht. Schin hingegen ist sehr süffig und wird am Hafen von Tabatinga wortlos nachgeschenkt, sobald die Flasche leer ist. Ein durchaus lobenswerter Ansatz, aber auch ein wenig gefährlich bei 28° C Außentemperatur und gefühlten 120% Luftfeuchtigkeit. Klarer Testsieger ist aber das peruanische Cristal. Wie Schin wird es direkt aus dem Tiefkühlfach serviert. Der "Meister der Qualität" hat nicht nur die meisten PS, sondern schmeckt tatsächlich vorzüglich. Obendrein lösen sich irgendwann ganze Eisstücke von der Flasche, die man dann binnen Sekundenbruchteilen irgendwo in der Nackengegend in Wasser verwandeln kann. Einziger Nachteil: Qualität hat auch hier ihren Preis. Das kann an diesem speziellen Ort allerdings auch im inoffiziellen Wechselkurs zwischen kolumbianischem Peso und peruanischem Sol liegen.

Die Biere Poker aus Kolumbien, Shin aus Brasilien und Cristal aus Peru
Das Testfeld

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Eisbärbier
Der Supermarkt Südamerikas
Grenzerfahrungen
Stempeln gehen

Samstag, 28. Dezember 2019

Trinke lieber ungewöhnlich

Auf der Suche nach einer der besten Cocktailbars in Madrid müssen einige Hinweise entschlüsselt werden. Es handelt sich nämlich wie zu Zeiten der Prohibition um eine geheime Bar, jedenfalls so geheim wie es in Zeiten des Internets nur sein kann.
Die Hinweise sind eher vage, aber ein erfahrener Genießer lässt sich von sowas ja nicht abschrecken. Von einem Hotel und dessen Restaurant ist da die Rede, von Toiletten im Untergeschoss und einer unauffälligen Schiebetür. Als erstes gilt es aber die Platzanweiserin des Lokals zu überwinden, denn Hunger habe ich keinen mitgebracht. Dazu muss ich nur den korrekten Namen des Ziels nennen und bekomme dafür die mir bereits bekannte Wegbeschreibung. Schiebetüren gibt’s am Ende sogar zwei, wahlweise gelangt man in ein Geschirrlager oder eben an die Bar.
Schweren Herzens entscheide ich mich für Tür zwei und nehme ein wohlverdientes Getränk zu mir. Basis dafür ist ein 14 Jahre alter Rum, dazu kommt noch ein wenig Hokuspokus mit Geschmack. Lecker! Ergebnisorientiertes Trinken entfällt leider, nach einem Cocktail muss ich schon wieder gehen. Am nächsten Tag wartet schließlich ein Transatlantikflug auf mich und außerdem kostet das eine Getränk hier mehr als ein ganzer Tag Leben in Kolumbien.

Clandestino (geheime Bar) in Madrid
Auf dem richtigen Weg

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Sierra Leones Nationalgetränk
In zehn Schritten zum Ziel
Hurra Hurra die Post ist da
Kein Alkohol ist doch auch keine Lösung

Donnerstag, 17. Januar 2019

Operation Frühstück

Die Dinge geraten außer Kontrolle: Einmal nicht aufgepasst, schon steht es vor mir. Zwar im Preis inbegriffen, aber das ist mir egal.
Ein schlecht kopiertes kontinentales Frühstück kann mir auf den Malediven nun wirklich gestohlen bleiben. Zumindest wenn der fragliche Kontinent vorgibt, dass Spiegelei, labberige Würstchen und Toast mit einer Miniportion Erdbeermarmelade auf der Karte stehen. Dazu gibt es Saft aus der Dose und frisches Obst. Das typischste, das die Inseln zu bieten haben: Äpfel. Dieses Rennen kann der Westen nicht gewinnen...
Lieber ist mir da schon der lokale Kontinent mit seinen kulinarischen Spezialitäten. Nachdem das mit den Verantwortlichen geklärt ist, bekomme ich am zweiten Morgen dann die ortsübliche Variante. Thunfisch mit frischen Kokosraspeln, Zwiebeln und Chili auf so etwas ähnlichem wie Crepes. Lecker. Dazu gab's zwar wieder Äpfel, aber damit kann ich leben. Gleich nebenan befindet sich ein Markt, eine Mango zum Nachtisch ist schnell aufgetrieben.

Frühstück auf den Malediven
Klar im Vordergrund: Die lokale Variante

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Das machen wir doch mit rechts
Ziegenohren
Das Böse ist immer und überall
Einfach unfassbar

Dienstag, 1. Januar 2019

Die Lizenz zum Kaufen

Die Vereinigten Araber gelten ja als ein nicht so alkoholhaltiges Volk wie zum Beispiel die Angehörigen diverser osteuropäischer Nationalitäten. Aus diesem Grunde braucht es hier in Dubai tatsächlich eine Lizenz, um eine Flasche Silvesterbier mit mehr als null Prozent Alkohol in einem der dafür vorgesehenen Spezialgeschäfte zu kaufen. Zum Erwerb der Lizenz sind vier Dinge nachzuweisen: Volljährigkeit, eine fremde Staatsangehörigkeit, die Nichtzugehörigkeit zur lokal dominierenden Glaubensgemeinschaft und ein dauerhafter Wohnsitz in Dubai. Leider kann ich mindestens ein Kriterium nicht erfüllen, somit bleibt nur noch der Einkauf im Duty-Free bei der Einreise. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass ich nur deshalb den Ausflug nach Bahrain gemacht habe.
Nur eines ist hier aber noch verpönter als der Kauf von Alkohol. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Da ich mich Schlag zwölf natürlich ebenda aufgehalten habe, habe ich entsprechende Experimente lieber bleiben lassen. Und das obwohl es in Dubai nur so von Orten wimmelt, an denen normalerweise reichlichst getrunken wird: Baustellen.

Alkoholladen in Dubai
Zutritt verboten!

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Fortsetzung folgt
Doppelplus
Mall was anderes
Freigetränke

Donnerstag, 18. Januar 2018

Ziegenohren

... habe ich hier schon des Öfteren in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können, gestern hatte ich ein Exemplar jedoch zur Abwechslung mal auf dem Teller. Glaube ich.
Bevor jetzt die Frage kommt, wieso zum Henker man Ziegenohren bestellt: Man bestellt natürlich ganz unverfänglich Ziegenfleisch und bekommt dann, was das Tier gerade entbehren kann. Im hier beschriebenen Fall unter anderem ein Stück aus dem Bereich Rippe und eben ein Ohr. Glaube ich.
Glaube ich deshalb, weil die Mahlzeit auf einem Freisitz an der beinahe unbeleuchteten Hauptstraße von Jinja serviert worden ist und man das Ganze vor allem hat ertasten müssen. Größe, Form und Fleisch-zu-Knorpel-Verhältnis legen aber den Verdacht nahe. Klingt erst einmal komisch, war aber wie die anderen Teile auch durchaus lecker. Alternativ dazu hätte ich übrigens Fisch (Köpfe?) oder Huhn (Füße?) haben können. Die Nummer mit den Hühnerfüßen hatte ich aber letztes Jahr schon in Mexiko. Kann man mal machen.
Vor meiner Tour ist an mich der Wunsch herangetragen worden, etwas Exotisches zu essen mitzubringen. Die Ziegenohren fallen da leider aus. Denn erstens wird das schwierig mit dem Zoll und zweitens hat das bis zum Zeitpunkt der Übergabe vermutlich geschmacklich doch etwas nachgelassen.

Freisitz in Jinja / Uganda
Essen nach Gehör

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Aufputschmittel
Markenware zum kleinen Preis
Die afrikanische Tierwelt

Samstag, 13. Januar 2018

Markenware zum kleinen Preis

Uganda ist auch für exzessive Shoppingtouristen ein interessantes Ziel, hier kann man nämlich durchaus das eine oder andere Schnäppchen machen. Zum Beispiel habe ich gestern für umgerechnet nur etwas mehr als 90 Cent gleich zwei Rolex erstanden. Dieser Snack ist so schmackhaft, dass sich selbst eine kleine Schweizer Uhrenmanufaktur bei ihrer Gründung nach dieser Speise benannt hat.
Es handelt sich um eine Art Eierkuchen, in den ein Omelette mit Tomaten und Zwiebeln eingewickelt wird. Das Ganze wird live vor den Augen des Hungrigen auf einer heißen Platte zubereitet und am Ende äußerst kreativ verpackt. In meinem Falle ein eine aus zwei DIN-A4-Blättern selbst zusammengeklebte Papiertüte.
An dieser Stelle aus gegebenem Anlass ein Hinweis. Sollte sich unter den Lesern ein gewisser Herr Samuel Ndanda befinden, der 2013/14 an der Kyambogo-Universität in Kampala studiert hat, ich hätte da Hinweise zum Verbleib eines Mathe-Tests. Beruhigend kann ich an dieser Stelle schon mal verraten, dass das Ergebnis recht gut ausgefallen ist. Das verdient Respekt. Gleichzeitig gerate ins Grübeln darüber, was wohl aus meinen eigenen Arbeiten dieser Art geworden ist.

Rolex in Uganda
Preiswerte Rolex in Uganda


Verpackung der Rolex in Uganda
Originalverpackt

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Bist Du noch ganz dicht?
Filet Iguaçu

Donnerstag, 12. Januar 2017

Freigetränke

Es ist - vorsichtig formuliert - Vormittag, ich habe noch nichts gegessen und ein doppelter Mezcal rauscht gerade meine Kehle hinunter. Ein doppelter Tequila steht noch vor mir. Was für viele nach einem ganz gewöhnlichen Urlaub auf Mallorca klingt, ist mir in Mexiko-Stadt passiert. Und im Gegensatz zu den Ballermännern kann ich das sogar unter Kultur verbuchen, denn ich befinde mich im Museum für Mezcal und Tequila.
Das Verhältnis zwischen Verkaufs- und Ausstellungsfläche ist offensichtlich unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten gewählt worden. Dennoch erfährt man in aller Kürze das Wichtigste zur Kultivierung des Rohstoffs und zur Herstellung des Produkts. Danach geht es an einer endlosen Galerie mehr oder weniger skurriler Flaschen vorbei zur im Preis inbegriffenen Verköstigung.
Mezcal ist nicht so mein Fall, der vorgestellte Tequila sagt mir da eher zu. Dennoch komme ich ohne Geldverlust durch den angrenzenden Museumsladen mit beeindruckender Auswahl. Ich habe einfach keine Lust, so eine Flasche durch die ganze Stadt zu tragen.

Museum für Tequila und Mezcal in Mexiko-Stadt
Was darf's denn sein?

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Internationale Härte
Einfach unfassbar