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Samstag, 10. Januar 2026

Der Elefant im Raum

Ich habe einen außerordentlich erfolgreichen Tag im Nationalpark hinter mich gebracht. Mehrfach habe ich mich Elefanten zu Fuß bis auf ungefähr 20 Meter annähern können und sie bei anderer Gelegenheit sogar beim Baden in einem Wasserloch beobachten können.
Nach einem solchen Tag hat man sich natürlich ein kühles Getränk oder einen Besuch des Pools der Unterkunft verdient. Scheinbar denken auch die Hauptdarsteller so.

Elefant am Pool des Mole Motels im Mole Nationalpark
Badehose vergessen

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Im freien Fall
Verwandtschaft zu Besuch
Augen auf im Straßenverkehr
Stau

Freitag, 3. Januar 2025

Falken? Falken!

Shopping ist natürlich auch in Katar ein ganz großes Thema. Es gibt nichts was es nicht zu kaufen gibt, selbst Schweinefleisch und Alkohol, wenn man weiß wo man suchen muss und für den Fusel über eine entsprechende Lizenz verfügt. Statussymbole en masse für die, die es sich leisten können - egal ob Lamborghini, Rolex oder Falke draufsteht.
Während die ersten beiden eher in die Kategorie Spielzeug fallen, sind Falken hier wie eigentlich fast überall in der arabischen Welt ein ganz großes Thema. So groß, dass die Falknerei inzwischen von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt worden ist. Dazu gehört auch, dass Doha über einen separaten Falken-Souk verfügt, und zwar nicht irgendwo in der Wüste, sondern mitten in der Stadt. Dort gibt es sowohl die Tiere selbst als auch jede Menge Zubehör für Falke und Herrchen zu erstehen. Die Preise für die Vögel in gutem Zustand beginnen im vierstelligen Euro-Bereich und das obwohl sie noch nicht mal die aktuelle Uhrzeit anzeigen können. Auch sind sie zwar im Sturzflug die schnellsten Raubtiere der Welt, aber einen ausgewachsenen Lamborghini bekommen sie trotzdem nicht zu packen.
Direkt neben dem Souk befindet sich übrigens gleich noch ein separates Krankenhaus für Falken. Das Investment will schließlich geschützt werden und im Zweifel kann man vor dem Kauf noch schnell einen Medizin-Check durchführen lassen. Insgesamt also eigentlich ein hervorragendes Souvenir. Ein entscheidendes Argument gegen einen Kauf gab es dann aber doch für mich: Haustiere dürfen nicht mit der U-Bahn transportiert werden. Und für einen Sportwagen UND einen Falken habe einfach ich nicht genug Platz im Gepäck.

Falke im Souk in Doha
Kuscheln nur mit Handschuh!

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Rinderwahnsinn
Wenn Kamele rennen
Poser, Du bist ein
Tierische Beobachtungen

Montag, 30. August 2021

Schlechtes Versteck

Unter Wasser gelten im Prinzip dieselben Regeln wie über Wasser: Dass Tiere dringlichst auf der Hut vor Zweibeinern sein sollten, setze ich mal als bekannt voraus. Im Ernstfall gilt es, entweder schnell zu verschwinden oder zumindest mal gut getarnt zu sein. Einige Ausnahmen bestätigen dabei die Regel, ein paar der Fische hier im Roten Meer interessieren sich für Schnorchelnde so sehr wie ein Stein für das Wetter.
Interessanterweise ist dabei kein eindeutiges Muster zu erkennen. Und vielleicht gibt es wie bei den Menschen auch eher Mutige und eher nicht ganz so Mutige. Jedenfalls sind einzelne große Fische zu beobachten, die sehr auf Distanz bedacht sind, während sich kleinere in Schwarmstärke aus der Deckung trauen. Möglicherweise spielt hierbei auch eine Rolle, wer hier eine ordentliche Mahlzeit abgeben würde. Bunte Fische halten sich permanent zwischen einfarbigen Korallen auf, während andere sich farblich kaum vom Hintergrund abheben.
Wieder andere treten fast immer zu zweit auf, und sind dabei ganz entspannt. Vermutlich handelt es sich bei einem der beiden um einen Bodyguard mit schwarzem Gürtel in irgendeiner fernöstlichen Kampfsportart. Abschließend gibt es auch unter den Fischen scheinbar noch die Kategorie derer, die so aussehen, dass mit ihnen lieber niemand in Kontakt kommen will. Das gilt selbst für die Anwesenden mit Taucherbrille.

Clownfisch
Schlechtes Versteck

Perlen-Kugelfisch
Gute Tarnung

Feuerfisch
Braucht keine Tarnung

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Unentschieden
Tierische Beobachtungen
Hände schütteln
Fischsuppe

Mittwoch, 22. Januar 2020

Lichtgestalten

Manche Leute werfen sich ganz komische Sachen ein um so einen Effekt zu erzielen, ich hingegen schwimme bei sternenklarem Himmel einfach durch biolumineszierendes Plankton. Das Zeug fängt an zu leuchten, sobald es in Bewegung versetzt wird. Laut wissenschaftlichen Erklärungen dient dieses Verhalten in erster Linie zur Abschreckung von Fressfeinden. Mich jedoch schreckt das nicht ab, aber ich bin ja auch kein Fressfeind des Planktons. Wenn ich mir aber vorstelle, dass mein Essen im Dunkeln leuchten würde ...
Jedenfalls hat es überall nur noch kleine Punkte um mich herum. Sterne am Himmel über Wasser und kleine, grüne im Wasser. Irre. Und manchmal hat es auch ganz große, ganz helle Punkte, wenn einige Unverbesserliche versuchen, das Phänomen mit Blitzlicht zu fotografieren. Ich bin da zuversichtlich, was das Ergebnis angeht. Diese Existenzen würden ihrerseits wohl keine geeignete Strategie gegen das Gefressen werden entwickeln können. Müssen sie auch nicht, zumindest nicht gegen die Fressfeinde des Planktons, denn das ganze Spektakel betrachten sie dann doch lieber aus dem sicheren Boot heraus.

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Der Elefant im Raum
Mittagessen in luftiger Höhe
Fischsuppe
Sie sind überall

Montag, 21. Januar 2019

Im freien Fall

Ich befinde mich am unteren Ende einer ungefähr 20 Meter hohen Palme. Über mir raschelt es. Schon einmal ist nur wenige Meter von mir entfernt eine Kokosnuss eingeschlagen. Das ist nicht witzig. Ich trete zur Seite und schaue nach oben. Irgendetwas kommt angeflogen. Platsch.
Neben mir ist ein kleines Chamäleon gelandet und starrt mich an. Kann man mal so machen, aber wie genau machen die das? Ich meine nicht das Anstarren, sondern den Sprung aus einer Höhe, die dem mehr oder weniger hundertfachen der eigenen Körperlänge entspricht. Inklusive Landung auf einem harten Boden, der mit fiesen spitzen kleinen - oder aus Sicht der Tiere - großen Steinen gespickt ist. Gelangweilt verkriecht sich der Springer im Unterholz.
Vielleicht sollte man so ein Tier nach dem Ableben mal aufschrauben und sich etwas abschauen. Zwei Sachen fallen mir da spontan ein. Meine Kamera ist mal nach einem Sturz aus 30 Zentimetern Höhe auf einen weichen Teppich kaputt gegangen. Und der Fahrstuhl zuhause braucht für vier Etagen solange, dass die Überlebenschancen bei einer Fahrt geringer sind als die des Chamäleons bei seinem Sprung. Man könnte ja zwischenzeitlich an Altersschwäche sterben.

Chamäleon in Fulhadhoo / Malediven
Auf dem Weg nach oben

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Falken? Falken!
Mittagessen in luftiger Höhe
Wo ist das Problem?
Überlebensfähig

Dienstag, 15. Januar 2019

Rinderwahnsinn

Die Kuh als solche ist nicht nur in Indien heilig, sondern auch im nördlichen Teil Sri Lankas, der sich dem Subkontinent sehr verbunden fühlt. Daher ist das Rind aus dem Alltag nicht wegzudenken, und das gilt nicht nur für dekorative rinderförmige Elemente an Hindu-Tempeln.
Die Tiere treten in unterschiedlichsten Farben und Formen auf und werden scheinbar allesamt verehrt. Jedenfalls können Sie sich so ziemlich alles erlauben. Hier eine kleine Auswahl an Szenen, die ich beobachten durfte:
Mehrere Rinder nehmen aktiver als vorgesehen an einer Zeremonie in einem Tempel teil.
Eine Kuh reiht sich scheinbar in eine Warteschlange am Busbahnhof ein.
Ein Tier läuft ganz gemächlich in der Mitte der Straße entlang. Auch ausdauerndes Hupen des Busses direkt dahinter bringt es nicht aus der Ruhe.
Trotz Roter Ampel überquert eine der Heiligen die größte Kreuzung der Stadt in aller Seelenruhe.
Eine Kuh steht direkt an den Stufen zu einem Restaurant und steckt ihren Kopf zur offenen Tür hinein. Unter Zuhilfenahme einer Zeitung ist sie dann aber doch entfernt worden.
Ein Straßenhändler füttert ein Rindvieh mit Waren aus seinem Angebot.
Direkt vor einer der größten Dagobas der Weltkulturerbestätte Polonnaruwa grasen, genau, Kühe.

Nur an einem Ort tauchen die Viecher hier garantiert nicht auf: Auf dem Teller.

Kühe am Weltkulturerbe Polonnaruwa / Sri Lanka
Welt-kuh-lturerbe

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Poser, Du bist ein
Tierische Beobachtungen
Problembären
Auf den Hund gekommen

Samstag, 6. Januar 2018

Verwandtschaft zu Besuch

Besuche bei der lieben Verwandtschaft laufen meist ähnlich ab. Erst ist man ewig unterwegs und erst einmal angekommen, gilt es ein paar einfache Regeln zu beachten. Nach spätestens einer Stunde muss man wieder los, es ist immer ein Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern einzuhalten, geredet werden sollte nur im Notfall und zum gegenseitigen Schutz wird eine Atemmaske getragen. Wer sich jetzt an seinen letzten Besuch bei Schwiegermutter erinnert fühlt, befindet sich hier thematisch aber auf der falschen Fährte.
Vielmehr geht es um den Besuch bei den Berggorillas im Virunga Nationalpark im Kongo. Drei der insgesamt zwölf an Menschen gewöhnte Gruppen können heute im Dschungel besucht werden. Fährtenleser sind in aller Herrgottsfrühe losmarschiert und haben die Tiere aufgespürt. Bei der Zuordnung der Besucher zu den Gruppen fällt doch allen Ernstes die Frage, welche denn am weitesten weg sei, denn man laufe gerne weit. Da sind sie wieder, die zwei Belgier aus dem vorangegangenen Bericht.
Ich schließe mich aber viel lieber einer Gruppe mit einem eher entgegengesetzten Ansatz an. Mit von der Partie ist unter anderem ein amerikanischer Biologe, der durchaus als Vorlage für die Figur des Sheldon Cooper herhalten könnte. Sehr witzig. Trotz der vermeintlich einfacheren Route ist es ein ganz schöner Kampf bis der Ort des Geschehens erreicht ist. Die Tiere können sich glücklich schätzen, dass sie nicht auch jeden Tag von der Ranger-Station aus loslaufen müssen.
Daher wirken die Gorillas beim Erreichen sehr entspannt und die zwei Babys der Gruppe veranstalten ein nettes Showprogramm mit diversen Klettereien. Scheinbar haben die Affen das Memo mit den Verhaltensregeln aber nicht erhalten. Als das Zurückweichen einmal nicht möglich ist, drängeln sich zwei der Tiere in nur dreißig Zentimetern Entfernung an uns vorbei. Und Atemmasken trägt auch keiner von ihnen.
Auf dem Rückweg werden wir dann gefeiert wie Könige, dass liegt aber entgegen erster Vermutungen doch nicht am Schwierigkeitsgrad der zurückgelegten Strecke. Vielmehr freuen sich Kinder einer Siedlung am Wegesrand über uns Muzungus (Bleichgesichter), da hier scheinbar nicht sehr häufig Besuchergruppen vorbeikommen. Absoluter Höhepunkt für die Kleinen sind das Anfassen eines Weißen (nur für ganz Mutige) und ein neues Spielzeug: Eine leere Wasserflasche wird wie eine Trophäe behandelt. Am Ende des Tages sind also nicht nur die Besucher zufrieden eingeschlafen.

Berggorillas im Virunga-Nationalpark / DR Kongo
Die liebe Verwandtschaft

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Super Amazonas
Spielvorbereitung
Auf Augenhöhe
Hände schütteln

Samstag, 14. Juni 2014

Poser, Du bist ein

Jeder, wirklich jeder macht es. Bei manchen hat man das Gefühl, sie sind nur deswegen nach Rio de Janeiro gekommen. Es ist aber auch zu verlockend.
Genau genommen ist es überall auf der Welt dasselbe. Man nehme eine weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte, fotogene Sehenswürdigkeit und jede Menge Besucher. Kaum angekommen wird dann ein Foto von sich mit der Würdigen gemacht.
In diesem Falle handelt es sich natürlich um die Christusstatue auf dem Corcovado. Da diese ausgebreitete Arme hat, lassen sich natürlich auch so gut wie alle Gäste genauso mit dem Klotz fotografieren. Und dieses Verhalten hat jetzt sogar Nachahmer im Tierreich gefunden.

Cristo Redentor mit einem Vogel in Rio de Janeiro / Brasilien
Poser

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Falken? Falken!
Lichtgestalten
Im freien Fall
Rinderwahnsinn

Dienstag, 21. Februar 2012

Unentschieden

Normalerweise heißt es für den Fisch, sich vor dem Menschen in Acht zu nehmen. Dass das manchmal auch andersherum Gültigkeit hat, habe ich – zum Glück nicht schmerzlich – beim Schnorcheln vor Mabul erfahren müssen.
Ein sogenannter Drückerfisch, vom Verhalten her leider nicht mit dem ähnlich klingenden Drückeberger verwandt, hat sich mit mir angelegt. Von offizieller Seite heißt es natürlich, er hätte bloß sein Gelege verteidigt, ich habe jedoch weit und breit keines sehen können. Gesehen habe ich zunächst nicht einmal den Fisch selbst, ich habe nur gespürt, dass irgendetwas meine Flossen berührt hat. Dieses irgendetwas hat sich bei ungewollt näherer Betrachtung als Drückerfisch herausgestellt, und zwar von einer Größe, die mindestens mal für zwei Mahlzeiten ausreichend gewesen wäre. Das Tier war überhaupt nicht zum Spaßen aufgelegt und ist immer wieder zügig und mit sich öffnendem Maul auf mich zu geschwommen gekommen.
Dass trotz größerer Flossen meinerseits eine Flucht nicht zur Debatte stand, ist mir schnell klar geworden. Also hieß es, sich dem Kampf zu stellen. Spätestens da waren mir dann die großen Flossen von Nutzen, denn der Fisch steht wohl nicht so auf Plastik im Gesicht. Jedenfalls habe ich den Moment, als sich der Angreifer eine kurze Verschnaufpause genommen hat, genutzt und mich zügig aus dem Staub gemacht. Da ich mich aber nicht aus dem nassen Element zurückgezogen habe, geht der Kampf für mich nicht als Punktniederlage, sondern als Remis in die Annalen ein.

Riesendrückerfisch, Mabul / Malaysia
Möglicherweise ein Cousin meines Angreifers

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Der Elefant im Raum
Hairaten
Zurück zu den Anfängen
Schnorcheltrip auf brasilianisch

Dienstag, 17. Januar 2012

Tierische Beobachtungen

Im Folgenden geht es um eine Zusammenfassung der unterschiedlichsten Erlebnisse mit der einheimischen Tierwelt binnen der letzten knapp zwei Tage.
Zuerst geht es um die Abteilung Meeresbewohner. Im Rahmen eines Bootsausflugs vor die Küste von Fraser Island geben sich zunächst Delfin, Schildkröte und Qualle – Version ungefährlich – die Klinke in die Hand. Alle paar Minuten können von Deck aus Blicke auf Exemplare der genannten Spezies erhascht werden. Wenig später dann wagt sich der Homo Sapiens, ausgerüstet mit Taucherbrille, Flossen und Schnorchel, selbst in das feuchte Element. Zu sehen gibt es neben eher unspektakulären Fischen diverse mehr oder weniger gut getarnte Stachelrochen und zwei Schildkröten, die sich mit erstaunlich wenig Aufwand erstaunlich schnell bewegen.
Am darauffolgenden Tag sind dann die Bewohner von Land und Luft, speziell abseits der großen Straßen, das Thema. Direkt nach dem Frühstück im Garten des Hostels und auch später an verschiedenen Stellen geben sich bunte Papageien die Ehre. Ein bis zwei Nummern größer: Emus am Straßenrand. Kurz vor Einbruch der Dämmerung dann die drei Höhepunkte des Tages, Hauptdarsteller Känguru. Zuerst springen drei Exemplare inklusive einer halben Portion quer über die Straße und hüpfen dann auch noch geduckt unter einem Zaun hindurch. Darauf folgt die Begegnung mit weitern Beuteltieren, unter anderem zwei Jungen, die zunächst auf einer Wiese grasen und im weiteren Verlauf dann kopfüber in die Bauchtasche steigen. Das Ergebnis sieht etwas derangiert aus (Erinnerungen an Massentaxis in der Karibik werden wach), aber zum Transport über kurze Strecken reicht’s allemal. Am Abend schließlich teilt man ein paar Quadratmeter mit sehr zutraulichen Hüpfern, die zahmen Kängurus wohnen direkt neben dem eigenen Bungalow mitten im Nationalpark und führen unter anderem einen Kickboxkampf.
Leider gibt es in der Wildnis natürlich auch diverse Insekten, die – angelockt vom Licht auf der Veranda – eine große Party feiern. Keines davon ist jedoch auch nur annähernd so groß, wie die (vermutlich) Fliege, die während eines Fotostopps im Auto auf der Windschutzscheibe Platz genommen hat.

Tierwelt Australiens
Einmal quer durch die Palette

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Der Elefant im Raum
Falken? Falken!
Reisebericht Road-Trip Sydney-Airlie Beach - Von wegen „nur Küste“
Mittagessen in luftiger Höhe

Donnerstag, 12. Januar 2012

Mittagessen in luftiger Höhe

Dorrigo Nationalpark. Regenwald. Tierische Geräusche überall. Nichts zu sehen, die Tarnung ist zu gut.
Ein anderer Tourist gibt einen Hinweis. Ein Baum. Es raschelt in zehn Metern Höhe, Entfernung zunehmend. Das Geschehen ist nur zu erahnen, zu sehen ist so gut wie nichts. Äste wackeln, Blätter fallen. Fauchen. Mehr Fauchen. Noch mehr Fauchen, lang anhaltend. Vogelgezwitscher. Ängstlich, sehr sogar. Große Aufregung. Wieder wackeln Äste und Blätter fallen. Nochmal Fauchen, Vögel fliegen aufgeregt davon. Pause. Stille. Vögel beobachten aus der Ferne. Immer noch Stille.
Danach erneut rascheln, Entfernung abnehmend. Ungefähr in fünf Metern Höhe zum ersten Mal gut zu sehen ist der Nesträuber. Eine ein Meter lange Echse arbeitet sich kopfüber den Stamm herunter, im Bauch ein paar frische Vogeleier. Das Tier gleitet schließlich lautlos zu Boden und diesen entlang, betritt kurz den Weg und verschwindet dann ganz gemächlich im Unterholz.

Leguan auf Beutezug im Dorrigo Nationalpark / Australien
Vollgefressener Bauch

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Lichtgestalten
Im freien Fall
Tierische Beobachtungen
Auf Augenhöhe

Sonntag, 11. Dezember 2011

Augen auf im Straßenverkehr

Auf den Straßen hier auf dem australischen Lande ist eigentlich nicht allzu viel los, zumindest was Autos angeht. Schon anders sieht es da in Sachen Tiere aus. Aus unterschiedlichsten Gründen quert das liebe Vieh die Straßen oder nimmt gar längerfristig auf dem Asphalt Platz, was leider nicht immer ein gutes Ende nimmt.
Fangen wir mal mit den etwas größeren Exemplaren an. Kängurus, Schafe, Kühe, Emus und ähnliche queren die Straßen vornehmlich in der Dämmerung oder des nachts, entweder auf Futtersuche, oder eben, weil im Dunkeln nicht ganz so viele lärmende Blechdosen Angst und Schrecken verbreiten. Wenn es dann aber doch zum Kontakt kommt, erleiden beide Seiten herbe Verluste: Auto Totalschaden, Tier auch. Das ruft dann diverse tierische Aasverwerter auf den Plan, des Öfteren fährt man auf ein paar Vögel am Straßenrand oder auch mitten auf der Straße zu und kann sich sicher sein, dass sich diese dort nicht zum sonnenbaden aufhalten. Die Gefiederten können sich in der Regel kurzfristig aus dem Staub machen, wenn ein Mobil naht, aber immer klappt das auch nicht.
Zu guter Letzt wäre da noch die Fraktion der Eidechsen. Diese sitzen notgedrungen bei doch recht hohen Außentemperaturen auf dem noch heißeren Straßenbelag, um sich den Bauch zu wärmen. Mir wäre das nicht nur zu temperaturtechnisch zu viel, sondern auch zu gefährlich – aber ich kann im Gegensatz zu den Tieren auch selbst Körperwärme produzieren. Wenigstens wird zur eigenen Sicherheit mal nicht das im Tierreich weit verbreitete Prinzip der Tarnung angewendet, sondern es gilt möglichst am Leben zu bleiben. Die einen sitzen unbeweglich und mit hoch erhobenem Haupt mitten auf der Fahrbahn, die anderen sausen ohne nach rechts oder links zu gucken schnurstracks und das Beste hoffend durchs Bild.

Echse auf der Straße, irgendwo in Australien
Immer mit eigenem Zebrastreifen unterwegs

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Sehen und gesehen werden
Direktverbindung
Reisebericht Outback - Die Tiefe des Raumes
König der Landstraße

Montag, 28. November 2011

Hände schütteln

Hat leider nicht ganz geklappt, aber viel hat nicht gefehlt. Gegen Abend im passenderweise Living Desert benannten Reservoir mitten im australischen Outback habe ich mich etwas näher mit der einheimischen Fauna beschäftigt. „Näher“ meint dabei ungefähr fünf Meter, denn viel weiter weg waren die Kängurus nicht, denen ich über den Weg gelaufen bin, während sie gerade zu Abend essen.
Ohne große Scheu aber mit dem nötigen Respekt gegenüber dem aufrecht gehenden Zweibeiner begegnen sie mir. Zu viele Artgenossen sind schon im Kühlregal oder unter Autoreifen geendet. Insgesamt vier Exemplare bekomme ich in zirka einer Viertelstunde zu sehen. Wenn ich mich zu nah an sie heranwage hoppeln sie einfach unaufgeregt ein paar Meter weiter und danach beäugt man sich gegenseitig aus der Ferne.
Leider muss ich mich wenig später verabschieden. Denn ich will unter keinen Umständen im Dunkeln nach Hause fahren und dabei womöglich noch den einen oder anderen Verwandten meiner neuen Freunde anfahren. Denn die Beuteltiere benutzen leider viel zu selten gut beleuchtete Fußgängerüberwege um die Straßenseite zu wechseln.

Känguru bei Broken Hill / Australien
Winken zum Abschied

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Lichtgestalten
Poser, Du bist ein
Reisebericht Outback - Die Tiefe des Raumes
Auf den Hund gekommen

Dienstag, 22. November 2011

Fischsuppe

Schnorcheln auf Fidschi wird im Allgemeinen sehr empfohlen und das, wie ich herausgefunden habe, zu Recht. Nachdem man sich zunächst schwimmenderweise ein gutes Stück vom Strand entfernt, eröffnet sich einem sobald das Riff abfällt ein Einblick in eine völlig fremde Welt.
Unter Wasser sind Korallen als Bühnenbildner für eine wirklich abgefahrene Landschaft verantwortlich und obendrein gibt es Fische aller möglichen Farben (sogar teilweise durchsichtige), Seesterne und –igel, Schlangen, Muscheln, Krabben und alles was sonst noch so für eine Fischsuppe verwendet werden kann zu beobachten. Am besten verhält man sich möglichst unauffällig und wartet bis sich die Einwohner aus ihren Verstecken trauen. Einige Mutige schwimmen dann bis auf wenige Zentimeter an den großen Fisch aus Übersee heran.
Einziger Nachteil an der ganzen Sache: Leider hat zu der geliehenen Ausrüstung keine wasserdichte Kamera gehört. Foto gibt es also leider keines, diese Bilder verbleiben auf dem Speichermedium in meinem Kopf.

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Schlechtes Versteck
Zurück zu den Anfängen
Unentschieden
Reisebericht Fidschi - Ein Traum

Samstag, 17. September 2011

Problembären

Bären sind scheinbar nicht nur in Bayern, sondern auch im Yosemite Nationalpark und Umgebung sehr verbreitet und dem einen oder anderen Zweibeiner ein Dorn im Auge. Jedenfalls findet man überall bärensichere Mülleimer (nur durch Drücken eines versteckten Hebels zu öffnen) und jede Menge Warnschilder. Fenster zu, keine Lebensmittel im Auto zurücklassen, alles was irgendwie nach Essen riecht geruchssicher verpacken. Meister Petz ist wohl ziemlich geschickt darin, Nahrung aufzuspüren und gegebenenfalls störende Behältnisse (Kannen, Dosen, Zelte, Autos usw.) zu öffnen bzw. kaputt zu machen. Und das macht die Sache für ihn gefährlich, denn die meisten Menschen lassen sich ihr Essen nur ungern streitig machen, alarmieren dann die Ranger, welche dann auch mal zur Waffe greifen.
Ich selbst habe jedoch zum Glück für Mensch und Tier keinen direkten Kontakt zu vermelden. Einzig zwei metallene Exemplare in der Fußgängerzone von Mammoth Lakes und ein paar Bären mit doppeltem ‚e’ im Obstregal des ortsansässigen Supermarktes habe ich gesehen.

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Rinderwahnsinn
Ich hörte Stimmen
Reisebericht Kalifornien - Land der Gegensätze
Der Ranger

Samstag, 5. Juni 2010

Stau

Es fängt meist ganz harmlos an. Zunächst ist am Straßenrand der eine oder andere Haufen zu sehen. Mit der Zeit werden es immer mehr Haufen. Haufenweise Haufen sozusagen. Dazu sind links und rechts der Straße Trampelpfade durch das hohe Gras ins Unterholz zu erkennen. Und plötzlich fährt man um die Kurve und vor einem hält ein Auto, weil...

Giraffe auf der Straße im Krüger-Nationalpark / Südafrika

Elefant auf der Straße im Krüger-Nationalpark / Südafrika

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Der Elefant im Raum
Verwandtschaft zu Besuch
Gewinnspiel
Der Ranger

Donnerstag, 3. Juni 2010

Gewinnspiel

Welche Tiere sind hier versteckt?

Antworten bitte als Kommentar hinterlegen. Unter den Einsendern der richtigen Antworten wird ein original afrikanisches Souvenir verlost.

Getarntes Tier im Krüger-Nationalpark / Südafrika

Getarntes Tier im Krüger-Nationalpark / Südafrika

Getarntes Tier im Krüger-Nationalpark / Südafrika

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Viel hilft viel
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300
Dein neuer Freund

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Auf den Hund gekommen

Santiago verfügt zwar über kein klassisches Wahrzeichen wie zum Beispiel die Tower Bridge oder den Kreml, dafür aber über jede Menge herrenlose Hunde. Diese liegen schlafend an beinahe jeder Straßenecke, sitzen an Bushaltestellen herum (einsteigen habe ich aber noch keinen gesehen), werden laut klatschend aus Läden verscheucht oder halten ihre Nasen auf der Suche nach Fressbarem in irgendwelche Müllbeutel. Ich suche jetzt noch einen, der in der Fußgängerzone für ein paar Pesos Gitarre spielt und einen, der ein Metroticket kauft.
Die überwiegende Mehrheit der Tiere jedoch liegt einfach den ganzen Tag nur irgendwo herum und stört niemanden - nicht einmal mich. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir uns kurz vor Monatsanfang befinden und alle auf die Auszahlung der Stütze vom Staat zum Monatsersten warten. Dann werden sicherlich die Fleischereien gestürmt...

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Blackout