Rückblende: Mitte November, ich bin noch zuhause. Es geht nach Westafrika, es geht um Visa. Ghana gilt als kompliziert, unzählige Informationen werden abgefragt, vor allem aber, weil die Kollegen in der Botschaft den Pass im Original benötigen. Diesen dorthin zu bekommen geht natürlich nur per Post oder per sönlich, was also schon allein deshalb maximal unschön ist. Am Ende aber habe ich das Reisedokument samt Aufkleber wohlbehalten zurückbekommen.
Das Visum für Togo gilt eigentlich als einfacher, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Alles geht online zu erledigen, die Webseite lässt sich ins Franglische, das heißt vom Französischen zumindest mal zur Hälfte ins Englische übersetzen. Gutes Personal ist schwer zu bekommen. Egal, irgendwie manövriert man sich durch, füllt alle Pflichtfelder in englischer Sprache aus. Man macht die obligatorische, natürlich stornierbare Reservierung in einem viel zu teuren Hotel, lädt Kopien von Impf- und Reisepass hoch und drückt auf Beantragen. Beinahe postwendend kommt eine E-Mail mit der Info, dass das so nicht geht, weil die Angaben zur Unterkunft und die eingegebene Berufsbezeichnung falsch sind. Außerdem fehlt die Angabe in einem optionalen Feld. Für eine Diskussion über die Bedeutung des Wortes optional ist mein Französisch nicht ausreichend, aber inhaltlich kann ich an der Stelle weiterhelfen.
OK, zweiter Versuch: Optionale Angabe gemacht, eine geringfügig umformulierte Berufsbezeichnung eingegeben und statt der deutschsprachigen eine englische Bestätigung hochgeladen. Jetzt aber ... dann doch noch nicht, das Ergebnis bleibt dasselbe. Die Reservierung ist noch nicht storniert und einen Jobwechsel bekomme ich in der Kürze der Zeit wahrscheinlich auch nicht sauber über die Bühne. Auf der Webseite wird eine Chatfunktion angeboten, ich werde auch sofort begrüßt. Meine Vorgangsnummer und mein Problem gebe ich an und es passiert ... nichts.
Ich will mal nicht so sein und übersetze in einem letzten Versuch meine Jobbezeichnung ins Französische und lade die Bestätigung in französischer Sprache hoch. Kurz darauf ändert sich der Status des Antrags auf der Webseite in die richtige Richtung. Dann erhalte ich noch zwei Mails. Zuerst eine mit meinem Visum und etwas später eine von meinem Chatpartner, der mir mitteilt, dass ich die Jobbezeichnung und die Buchungsbestätigung angeben muss. Das schiebe ich auf entweder einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum oder aber die etwas spezielle Arbeitsweise in afrikanischen Behörden.
Schnitt, ungefähr acht Wochen später. Ich sitze in Lomé, Togo und schreibe diesen Text.
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Die Sache mit dem Visum
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Freitag, 16. Januar 2026
Togo or not to go
Labels:
Ghana,
Offizielle(s),
Spitzentechnologie,
Togo
Standort:
Lomé, Togo
Sonntag, 28. Dezember 2025
Boxenstopp
In Afrika läuft ohne Motorräder gar nichts. Schätzungsweise rund eine Million dieser Fahrzeuge gibt es allein in Ghana. Alles Erdenkliche wird damit transportiert von der kompletten Familie bis zur kompletten Ernte. Gerne auch mal der Verfasser dieses Berichts und hier in Accra natürlich auch Essen im Auftrag der unvermeidlichen Lieferdienste. Das Problem beginnt allerdings, wenn Menschen außerhalb der Öffnungszeiten von Tankstellen Hunger haben. Nicht weil das Essen von der Tanke kommt, sondern weil hier niemand grundlos volle Tanks spazieren fährt und stattdessen immer nur in die nächste Fahrt investiert wird.
An der Stelle kommt ein findiger Norweger ins Spiel, der hier ein Start-Up gegründet hat, welches sich genau diesem Problem widmet und dabei gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt. Zum einen setzt er auf Elektrofahrzeuge, auf lange Sicht auf jeden Fall eine kluge Investition. Die Zukunftsaussichten für Verbrenner sind schließlich vergleichbar mit denen für einen Dodo. Günstig werden die Mobile in Ghana entwickelt, gebaut und Dank kundenfreundlicher Kredite an den Verkehrsteilnehmer gebracht.
Das Beste kommt aber noch: Tankstellen für diese Gefährte sind im Stadtgebiet von Accra verstreut, mit Solarzellen bedacht und haben rund um die Uhr geöffnet. Es wird aber kein Essen aufgrund eines langen Ladevorgangs kalt, man lädt hier nämlich keinen Strom in die Batterien, sondern tauscht die Batterien einfach komplett aus. Zwei leere sind im Handumdrehen aus- und zwei vollgeladene eingebaut. Alles in allem dauert der Stopp laut gut unterrichteter Kreise nur rund eine halbe Minute. Das ist nur unwesentlich länger als einer bei den Profis beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Apps, Plastikkarten oder einen Tankwart braucht es nicht, ein einmal registrierter Akku wird von der Station erkannt, abgemeldet und das Ersatzgerät zugewiesen. So einfach kann das sein. Und im Ernstfall lassen sich mit diesen Batterien auch Elektrowerkzeuge betreiben oder die Zeit bis zum Ende des nächsten Stromausfalls überbrücken.
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Was macht eigentlich Jean-Luc Picard?
Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahme
Molotow-Cocktail
Zwillingstürme
An der Stelle kommt ein findiger Norweger ins Spiel, der hier ein Start-Up gegründet hat, welches sich genau diesem Problem widmet und dabei gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt. Zum einen setzt er auf Elektrofahrzeuge, auf lange Sicht auf jeden Fall eine kluge Investition. Die Zukunftsaussichten für Verbrenner sind schließlich vergleichbar mit denen für einen Dodo. Günstig werden die Mobile in Ghana entwickelt, gebaut und Dank kundenfreundlicher Kredite an den Verkehrsteilnehmer gebracht.
Das Beste kommt aber noch: Tankstellen für diese Gefährte sind im Stadtgebiet von Accra verstreut, mit Solarzellen bedacht und haben rund um die Uhr geöffnet. Es wird aber kein Essen aufgrund eines langen Ladevorgangs kalt, man lädt hier nämlich keinen Strom in die Batterien, sondern tauscht die Batterien einfach komplett aus. Zwei leere sind im Handumdrehen aus- und zwei vollgeladene eingebaut. Alles in allem dauert der Stopp laut gut unterrichteter Kreise nur rund eine halbe Minute. Das ist nur unwesentlich länger als einer bei den Profis beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Apps, Plastikkarten oder einen Tankwart braucht es nicht, ein einmal registrierter Akku wird von der Station erkannt, abgemeldet und das Ersatzgerät zugewiesen. So einfach kann das sein. Und im Ernstfall lassen sich mit diesen Batterien auch Elektrowerkzeuge betreiben oder die Zeit bis zum Ende des nächsten Stromausfalls überbrücken.
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Was macht eigentlich Jean-Luc Picard?
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Labels:
Ghana,
Spitzentechnologie,
Transport
Standort:
Accra, Ghana
Sonntag, 12. Januar 2025
Internet aus der Dose
Mobiles Internet hat auf den Philippinen unter Umständen eine andere Bedeutung als erwartet. Man muss gegebenenfalls selbst mobil sein, um ins Internet zu kommen. Es gibt Gegenden, die sind internettechnisch noch nicht ganz erschlossen. Das kommt einem doch irgendwie bekannt vor, Grüße gehen an der Stelle raus nach Altenkirchen und Nordhausen. Hier hat sich aber eine einfache Lösung etabliert, um Leute die keinen eigenen Zugang haben oder sich keine teuren Verträge leisten können, ins Boot Netz zu holen.
In jedem noch so kleinen Ort und auch in größeren Städten gibt es WLAN-Automaten. Und das funktioniert so: Angegeben ist an jedem Gerät ein Netzwerkname, welcher am Endgerät auszuwählen ist. Man navigiert eine Startseite an und drückt auf die Schaltfläche "Einzahlung starten". Dann, Überraschung, wirft man Münzen in den Automaten und tippt auf "Einzahlung beenden". Und schon materialisiert sich die Verbindung, ab umgerechnet 1,7 Cent ist man dabei. Je nach Anbieter reicht das für ein paar Minuten lebenserhaltender Maßnahmen.
Ich selbst habe mich mal auf die Suche gemacht und im Hafen von Bato nach Automaten Ausschau gehalten. Es gibt Unmengen solcher Verbindungsmöglichkeiten, es ist wie in einem gigantischen Wimmelbild. Hier neben der Bäckerei, dort am Klamottenstand und vorne beim Gemüseverkauf natürlich auch. Das nennt man dann wohl flächendeckend. Vielleicht ja auch eine Lösung für die Altenkirchens und Nordhausens dieser Welt? So muss jedenfalls keiner Tatort gucken, sondern man verbringt die Sonntagabende einfach gemeinsam bei einem kalten Getränk am Automaten.
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Das Internet vergisst nie
Männer, die auf ein Smartphone starren
3310
Drei zwo eins – nicht mehr meins
In jedem noch so kleinen Ort und auch in größeren Städten gibt es WLAN-Automaten. Und das funktioniert so: Angegeben ist an jedem Gerät ein Netzwerkname, welcher am Endgerät auszuwählen ist. Man navigiert eine Startseite an und drückt auf die Schaltfläche "Einzahlung starten". Dann, Überraschung, wirft man Münzen in den Automaten und tippt auf "Einzahlung beenden". Und schon materialisiert sich die Verbindung, ab umgerechnet 1,7 Cent ist man dabei. Je nach Anbieter reicht das für ein paar Minuten lebenserhaltender Maßnahmen.
Ich selbst habe mich mal auf die Suche gemacht und im Hafen von Bato nach Automaten Ausschau gehalten. Es gibt Unmengen solcher Verbindungsmöglichkeiten, es ist wie in einem gigantischen Wimmelbild. Hier neben der Bäckerei, dort am Klamottenstand und vorne beim Gemüseverkauf natürlich auch. Das nennt man dann wohl flächendeckend. Vielleicht ja auch eine Lösung für die Altenkirchens und Nordhausens dieser Welt? So muss jedenfalls keiner Tatort gucken, sondern man verbringt die Sonntagabende einfach gemeinsam bei einem kalten Getränk am Automaten.
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Männer, die auf ein Smartphone starren
3310
Drei zwo eins – nicht mehr meins
Labels:
Philippinen,
Spitzentechnologie
Standort:
Anda, Philippinen
Sonntag, 29. Dezember 2024
Gilt als zugestellt
Wem ist das nicht auch schon mal so passiert? Mal schnell im Internet was bestellt, dann kommt die Lieferung und es stellt sich die Frage wohin mit dem ganzen Zeug.
Baku rüstet scheinbar gerade seine Flotte an städtischen Fahrzeugen auf Elektromobile um. Müllautos, mobile Hebebühnen, Bagger, Planierraupen und was man sonst noch so brauchen kann. Der chinesische Hersteller der Wahl liefert offensichtlich auch an Sonnabenden und zwischen den Jahren. Direkt vor den Regierungspalast - da hat wohl jemand bei der Bestellung keine abweichende Lieferadresse angegeben.
Dicht an dicht gedrängt stehen sie auf einer großen Freifläche, die Sitze noch in Plastikfolie gehüllt, die Fahrzeuge blitzeblank poliert und teilweise noch nicht einmal mit einem Kennzeichen versehen. Somit wird der Anfangsverdacht eines Streiks oder zumindest eines subtilen Protests zügig entkräftet. Auch eine Nutzfahrzeugausstellung scheint mir eher unwahrscheinlich. Im Laufe des Tages rückt entsprechendes Fachpersonal an und transportiert die Ware nach und nach ab. Sonntags wird aber scheinbar nicht zugestellt, auf dem Platz herrscht am nächsten Tag nämlich gähnende Leere.
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Hupkonzert
Schatten der Vergangenheit (10)
Servicekraft mangelhaft
König der Landstraße
Baku rüstet scheinbar gerade seine Flotte an städtischen Fahrzeugen auf Elektromobile um. Müllautos, mobile Hebebühnen, Bagger, Planierraupen und was man sonst noch so brauchen kann. Der chinesische Hersteller der Wahl liefert offensichtlich auch an Sonnabenden und zwischen den Jahren. Direkt vor den Regierungspalast - da hat wohl jemand bei der Bestellung keine abweichende Lieferadresse angegeben.
Dicht an dicht gedrängt stehen sie auf einer großen Freifläche, die Sitze noch in Plastikfolie gehüllt, die Fahrzeuge blitzeblank poliert und teilweise noch nicht einmal mit einem Kennzeichen versehen. Somit wird der Anfangsverdacht eines Streiks oder zumindest eines subtilen Protests zügig entkräftet. Auch eine Nutzfahrzeugausstellung scheint mir eher unwahrscheinlich. Im Laufe des Tages rückt entsprechendes Fachpersonal an und transportiert die Ware nach und nach ab. Sonntags wird aber scheinbar nicht zugestellt, auf dem Platz herrscht am nächsten Tag nämlich gähnende Leere.
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Hupkonzert
Schatten der Vergangenheit (10)
Servicekraft mangelhaft
König der Landstraße
Labels:
Aserbaidschan,
Spitzentechnologie
Standort:
Baku, Aserbaidschan
Dienstag, 7. März 2023
Die Sache mit dem Visum
In Deutschland steht es ja um die Digitalisierung ungefähr so wie um die Lasertechnik unter Julius Cäsar. Idee gut, Welt noch nicht bereit.
Neulich habe ich versucht, bei der heimischen Behörde einen internationalen Führerschein zu bekommen. Also nichts anderes, als die standardisierte Übersetzung eines Dokuments. Die Terminvergabe war, sagen wir mal etwas für Leute mit zu viel Freizeit. Zuerst eine Datenschutzerklärung bestätigen, danach in einer sehr komplizierten Auswahl mein Anliegen auswählen, eine Übersicht bestätigen, was alles zum Termin mitzubringen ist und eine weitere, wo ich zu erscheinen habe. Nach diversen Klicks auf der Seite, die optisch aus dem Jahr 1993 stammen könnte, habe ich feststellen dürfen, dass leider überhaupt keine freien Termine verfügbar sind. Als es dann nach diversen Anläufen doch gelungen war, habe ich mich vor Ort noch zweimal persönlich anmelden müssen, beide Male wurde mein Name auf einer ausgedruckten Liste durchgestrichen. Nachdem ich quer durchs ganze Haus zum Büro der Bearbeiterin gelaufen bin, durfte ich den Weg noch zweimal auf mich nehmen: Zum Bezahlautomaten und zurück.
Dass es auch anders gehen kann, beweist das Hochtechnologieland Kambodscha. Um die notorisch ausufernde Prozedur der Visaaustellung bei der Einreise zu vermeiden, habe ich mir vorab ein elektronisches Visum organisiert. Dafür nötig war ein formloser Scan einer Doppelseite meines Reisepasses. Auf der offiziellen Webseite muss die Datei hochgeladen werden, alle relevanten Daten und das Passbild werden automatisch von einer Software ausgelesen und in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen. Einzig das Einreisedatum und den Grenzübergang habe ich noch angeben müssen. Die Bezahlung erfolgt natürlich mit Kreditkarte und zwei Tage später trudelt das Visum im E-Mail-Postfach ein.
Es liegt noch ein weiter Weg vor uns.
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Gelegenheit macht Visum
Spielvorbereitung
Kein Schwein interessiert sich für mich
Mr. Robert Hareland
Neulich habe ich versucht, bei der heimischen Behörde einen internationalen Führerschein zu bekommen. Also nichts anderes, als die standardisierte Übersetzung eines Dokuments. Die Terminvergabe war, sagen wir mal etwas für Leute mit zu viel Freizeit. Zuerst eine Datenschutzerklärung bestätigen, danach in einer sehr komplizierten Auswahl mein Anliegen auswählen, eine Übersicht bestätigen, was alles zum Termin mitzubringen ist und eine weitere, wo ich zu erscheinen habe. Nach diversen Klicks auf der Seite, die optisch aus dem Jahr 1993 stammen könnte, habe ich feststellen dürfen, dass leider überhaupt keine freien Termine verfügbar sind. Als es dann nach diversen Anläufen doch gelungen war, habe ich mich vor Ort noch zweimal persönlich anmelden müssen, beide Male wurde mein Name auf einer ausgedruckten Liste durchgestrichen. Nachdem ich quer durchs ganze Haus zum Büro der Bearbeiterin gelaufen bin, durfte ich den Weg noch zweimal auf mich nehmen: Zum Bezahlautomaten und zurück.
Dass es auch anders gehen kann, beweist das Hochtechnologieland Kambodscha. Um die notorisch ausufernde Prozedur der Visaaustellung bei der Einreise zu vermeiden, habe ich mir vorab ein elektronisches Visum organisiert. Dafür nötig war ein formloser Scan einer Doppelseite meines Reisepasses. Auf der offiziellen Webseite muss die Datei hochgeladen werden, alle relevanten Daten und das Passbild werden automatisch von einer Software ausgelesen und in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen. Einzig das Einreisedatum und den Grenzübergang habe ich noch angeben müssen. Die Bezahlung erfolgt natürlich mit Kreditkarte und zwei Tage später trudelt das Visum im E-Mail-Postfach ein.
Es liegt noch ein weiter Weg vor uns.
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Gelegenheit macht Visum
Spielvorbereitung
Kein Schwein interessiert sich für mich
Mr. Robert Hareland
Labels:
Kambodscha,
Offizielle(s),
Spitzentechnologie
Standort:
Siem Reap, Kambodscha
Mittwoch, 22. Februar 2023
99-999-9999
Thais sind in der Regel eher abergläubisch. Das erstreckt sich über diverse Bereiche des täglichen Lebens und gerade in der heutigen Zeit wird das tägliche Leben ja zu einem nicht unerheblichen Teil von einem Telefon bestimmt. Wenn nun noch erwähnt wird, dass es gute und nicht so gute Nummern gibt, kann man sich vorstellen, wie das hier mit den Telefonnummern läuft. Kleine Korrektur an dieser Stelle: Kann man nicht.
In einer der unzähligen Malls Bangkoks gibt es diverse Läden, die nichts anderes als Telefonnummern im Angebot haben. Es geht dabei in keinster Weise um ein Guthaben, sondern einzig und allein ums Nummer haben. Die Einstiegspreise bewegen sich bei umgerechnet knapp zwei Euro. Dafür bekommt man eine unspektakuläre Nummer ohne jede Besonderheit. Wie bei fast allen Dingen steigt aber mit dem Anspruch auch der Preis und es gibt fast keine Grenzen nach oben. Sich wiederholende Ziffern oder Zahlenfolgen zum Beispiel sind schon wesentlich teurer. Auch die Ziffer neun ist extrem gefragt. Eigentlich ist die drei die Glückszahl, aber wer dreimal Glück braucht, greift dann lieber zur neun. Die allerbesten Nummern werden sogar versteigert. Anfangsgebote bewegen sich dabei im Bereich eines Kleinwagens, die teuerste bisher verkaufte Nummer erzielte eine Viertelmillion. Euro wohlgemerkt, nicht Baht.
Ich selbst habe sogar eine doppelte neun in meiner Nummer und sehe daher keinerlei Handlungsbedarf. Vielleicht sollte ich sie gegen ein entsprechendes Gebot sogar verkaufen?
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Falken? Falken!
3310
Zufallsgenerator
Stille Post
In einer der unzähligen Malls Bangkoks gibt es diverse Läden, die nichts anderes als Telefonnummern im Angebot haben. Es geht dabei in keinster Weise um ein Guthaben, sondern einzig und allein ums Nummer haben. Die Einstiegspreise bewegen sich bei umgerechnet knapp zwei Euro. Dafür bekommt man eine unspektakuläre Nummer ohne jede Besonderheit. Wie bei fast allen Dingen steigt aber mit dem Anspruch auch der Preis und es gibt fast keine Grenzen nach oben. Sich wiederholende Ziffern oder Zahlenfolgen zum Beispiel sind schon wesentlich teurer. Auch die Ziffer neun ist extrem gefragt. Eigentlich ist die drei die Glückszahl, aber wer dreimal Glück braucht, greift dann lieber zur neun. Die allerbesten Nummern werden sogar versteigert. Anfangsgebote bewegen sich dabei im Bereich eines Kleinwagens, die teuerste bisher verkaufte Nummer erzielte eine Viertelmillion. Euro wohlgemerkt, nicht Baht.
Ich selbst habe sogar eine doppelte neun in meiner Nummer und sehe daher keinerlei Handlungsbedarf. Vielleicht sollte ich sie gegen ein entsprechendes Gebot sogar verkaufen?
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Falken? Falken!
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Stille Post
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Thailand
Standort:
Bangkok, Thailand
Donnerstag, 26. August 2021
Das Internet vergisst nie
Falls zuhause mal wieder das Internet weg ist, weiß ich jetzt was zu tun ist: In Alexandria gibt es in der Bibliothek eine physische Kopie des Internetarchivs. Da kann man sicher weiterhelfen.
Bereits im Altertum war die Bibliothek von Alexandria eine der wichtigsten Anlaufstellen für Wissbegierige und ziemlich prominent. Da die Sache mit der Vernetzung aber damals nur schleppend in die Gänge gekommen ist, hat man das Teil irgendwann vorsichtshalber in Brand gesteckt. Julius Caesar und einige seiner Zeitgenossen gehören zum Kreis der Verdächtigen.
Inzwischen aber hat sich der Stand der Technik eher inflationär entwickelt, so dass um die Jahrtausendwende ein neuer Anlauf gestartet worden ist. Eine neue Bibliothek bewahrt unter anderem einen Teil der Internetgeschichte auf. Das benötigt natürlich ordentlich Rechentechnik, rund 5 Millionen Gigabyte stehen an Speicherplatz zur Verfügung. Die ganze Technik produziert aber scheinbar vor allem Abwärme. Jedenfalls ist die ganze Stadt ausreichend mit Temperatur versorgt.
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Togo or not to go
Internet aus der Dose
Influenza
Männer, die auf ein Smartphone starren
Bereits im Altertum war die Bibliothek von Alexandria eine der wichtigsten Anlaufstellen für Wissbegierige und ziemlich prominent. Da die Sache mit der Vernetzung aber damals nur schleppend in die Gänge gekommen ist, hat man das Teil irgendwann vorsichtshalber in Brand gesteckt. Julius Caesar und einige seiner Zeitgenossen gehören zum Kreis der Verdächtigen.
Inzwischen aber hat sich der Stand der Technik eher inflationär entwickelt, so dass um die Jahrtausendwende ein neuer Anlauf gestartet worden ist. Eine neue Bibliothek bewahrt unter anderem einen Teil der Internetgeschichte auf. Das benötigt natürlich ordentlich Rechentechnik, rund 5 Millionen Gigabyte stehen an Speicherplatz zur Verfügung. Die ganze Technik produziert aber scheinbar vor allem Abwärme. Jedenfalls ist die ganze Stadt ausreichend mit Temperatur versorgt.
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Männer, die auf ein Smartphone starren
Labels:
Ägypten,
Kult-Tour,
Spitzentechnologie
Standort:
Alexandria, Ägypten
Montag, 20. Januar 2020
Männer, die auf ein Smartphone starren
Abends im Hostel, ein Argentinier und ein Deutscher schauen Fußball auf einem viel zu kleinen Bildschirm. Nützt ja nix, es ist halt Fußball und auch bald geschafft. Kommt ein Holländer dazu und erwähnt beiläufig, dass der McGregor-Kampf ja im Anschluss losgehen würde.
Ich erinnere mich, der Kampf wurde schon wochenlang im kolumbianischen Sportfernsehen beworben. Conor McGregor ist eine ganz große Nummer im Bereich immer schön mit Schmackes auf die Zwölf und hier im Land ist das Interesse scheinbar gewaltig. Wegen ungehörigen Benehmens war der Herr sogar gesperrt, nun feiert er seine Rückkehr in den Ring.
Der Holländer (Ich bin gleich wieder da!) bringt schnell seine Freundin aufs Zimmer und ich kümmere mich um die Verpflegung. Der Argentinier findet nach langem hin und her einen einigermaßen stabil laufenden Stream. Ungefähr eine Viertelstunde dauert der Kampf mit der Technik.
McGregors Kampf dauert dagegen geschlagene 40 Sekunden. Mit einem platzierten Tritt gegen den Kopf und ein paar folgenden Schlägen haut der irre Ire seinen Gegner ratzfatz k.o. Er hat damit pro Sekunde zwei Millionen Dollar verdient. Wir haben dafür nach dem Kampfende jeder noch ein fast volles Bier und ein paar Knabbereien vor uns.
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Internet aus der Dose
Influenza
3310
Internationale Härte
Ich erinnere mich, der Kampf wurde schon wochenlang im kolumbianischen Sportfernsehen beworben. Conor McGregor ist eine ganz große Nummer im Bereich immer schön mit Schmackes auf die Zwölf und hier im Land ist das Interesse scheinbar gewaltig. Wegen ungehörigen Benehmens war der Herr sogar gesperrt, nun feiert er seine Rückkehr in den Ring.
Der Holländer (Ich bin gleich wieder da!) bringt schnell seine Freundin aufs Zimmer und ich kümmere mich um die Verpflegung. Der Argentinier findet nach langem hin und her einen einigermaßen stabil laufenden Stream. Ungefähr eine Viertelstunde dauert der Kampf mit der Technik.
McGregors Kampf dauert dagegen geschlagene 40 Sekunden. Mit einem platzierten Tritt gegen den Kopf und ein paar folgenden Schlägen haut der irre Ire seinen Gegner ratzfatz k.o. Er hat damit pro Sekunde zwei Millionen Dollar verdient. Wir haben dafür nach dem Kampfende jeder noch ein fast volles Bier und ein paar Knabbereien vor uns.
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Internet aus der Dose
Influenza
3310
Internationale Härte
Labels:
Kolumbien,
Leute,
Spitzentechnologie,
Sport
Standort:
Rincón, Kolumbien
Montag, 31. Dezember 2018
Zwillingstürme
Seit 2006 verfügt auch die Hauptstadt Bahrains über ein eigenes World Trade Center. Dieses besteht aus zwei Türmen, die Geschichte kommt einem irgendwie aus New York bekannt vor. Auch hier könnte man auf den ersten Blick sogar meinen, Spuren von Flugzeugeinschlägen zu entdecken. Nun ist Manama nicht New York, aber das hätten sich die sensationslüsternen Medien sicherlich nicht entgehen lassen.
Also nochmal genauer nachgeschaut, und tatsächlich handelt es sich nicht um Flugzeugpropeller, sondern um Windräder. Diese sollen Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h standhalten können, erst danach hebt die Hütte möglicherweise ab. Bei meinem Besuch hatte es ungefähr 250 km/h weniger, also hingen die drehbaren Teile bauartbedingt nur träge in der Sonne herum. Man selbst hat ja bei sommerlichen Temperaturen auch nicht immer Lust auf viel Bewegung.
Dank diversem ingenieurtechnischem Hokuspokus wird über das Jahr verteilt aber angeblich fast ein Sechstel des hauseigenen Strombedarfs erdreht. Wenn man jetzt die Türme nur halb so hoch gebaut, dafür aber doppelt so viele Räder installiert hätte ... Dann wären optisch schon wieder ziemlich nahe an den Teilen, die die Autobahnen zuhause dekorieren. Da haben die Araber doch den besseren Geschmack bewiesen.
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Boxenstopp
Reisebericht Vereinigte Arabische Emirate - Klotzen statt Kleckern
Reisebericht Oman - Oh Mann
Reisebericht New York - Die Stadt, die niemals schläft
Also nochmal genauer nachgeschaut, und tatsächlich handelt es sich nicht um Flugzeugpropeller, sondern um Windräder. Diese sollen Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h standhalten können, erst danach hebt die Hütte möglicherweise ab. Bei meinem Besuch hatte es ungefähr 250 km/h weniger, also hingen die drehbaren Teile bauartbedingt nur träge in der Sonne herum. Man selbst hat ja bei sommerlichen Temperaturen auch nicht immer Lust auf viel Bewegung.
Dank diversem ingenieurtechnischem Hokuspokus wird über das Jahr verteilt aber angeblich fast ein Sechstel des hauseigenen Strombedarfs erdreht. Wenn man jetzt die Türme nur halb so hoch gebaut, dafür aber doppelt so viele Räder installiert hätte ... Dann wären optisch schon wieder ziemlich nahe an den Teilen, die die Autobahnen zuhause dekorieren. Da haben die Araber doch den besseren Geschmack bewiesen.
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Reisebericht Vereinigte Arabische Emirate - Klotzen statt Kleckern
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Architektur,
Bahrain,
Spitzentechnologie
Standort:
Manama, Bahrain
Freitag, 26. Januar 2018
3310
Ich bin hier einer großen Sache auf der Spur. Schon mindestens zweimal waren Leute bereit, mir mein Telefon abzukaufen. Das ist doch mal ein interessanter Ansatz und mir viel sympathischer als der sonst gerne gewählte des schnöden Diebstahls. Dazu muss ich sagen, dass ich mit einem Gerät unterwegs bin, welches aus einer längst vergangenen Zeit stammt. Aus einer Zeit als noch die Benutzer selbst und nicht die Telefone smart waren.
In diesen Breiten verfügt bei weitem noch nicht jeder über ein Smartphone, auch deswegen scheint auch mein altes Modell ein gewisses Interesse hervorzurufen. In einem Falle, ein Geldwechsler an einem Grenzübergang, vermutlich vor allem aus nostalgischen Gründen. Laut eigener Aussage hat er anno 2004 mit einem solchen Exemplar seine Mobilfunkkarriere begonnen. Im anderen Fall wurde mir gegenüber vor allem von Robustheit und Zuverlässigkeit geschwärmt. Ich kann das durchaus bestätigen, hier habe ich schon diverse zumindest mal stark angekratzte Displays zu Gesicht bekommen. Das meines eigenen Geräts gehört jedoch nicht dazu.
Leider kommt an der Stelle kein Geschäft zustande, da ich unterwegs immer bestrebt bin meinen Kram zusammenzuhalten. Beim Verweis auf diverse Online-Plattformen kommt in mir eine Geschäftsidee auf. Vielleicht kann ich mit einem Gebrauchtwarenhandel den nächsten Urlaub finanzieren?
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Internet aus der Dose
99-999-9999
Männer, die auf ein Smartphone starren
Drei zwo eins – nicht mehr meins
In diesen Breiten verfügt bei weitem noch nicht jeder über ein Smartphone, auch deswegen scheint auch mein altes Modell ein gewisses Interesse hervorzurufen. In einem Falle, ein Geldwechsler an einem Grenzübergang, vermutlich vor allem aus nostalgischen Gründen. Laut eigener Aussage hat er anno 2004 mit einem solchen Exemplar seine Mobilfunkkarriere begonnen. Im anderen Fall wurde mir gegenüber vor allem von Robustheit und Zuverlässigkeit geschwärmt. Ich kann das durchaus bestätigen, hier habe ich schon diverse zumindest mal stark angekratzte Displays zu Gesicht bekommen. Das meines eigenen Geräts gehört jedoch nicht dazu.
Leider kommt an der Stelle kein Geschäft zustande, da ich unterwegs immer bestrebt bin meinen Kram zusammenzuhalten. Beim Verweis auf diverse Online-Plattformen kommt in mir eine Geschäftsidee auf. Vielleicht kann ich mit einem Gebrauchtwarenhandel den nächsten Urlaub finanzieren?
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Kenia,
Spitzentechnologie,
Uganda
Standort:
Watamu, Kenia
Samstag, 14. Januar 2017
Reisen bildet
So lautet jedenfalls die landläufige Meinung und ich kann das ganz aktuell bestätigen. Im vorliegenden Fall habe ich mein Wissen im Bereich Bankwesen erweitern können.
Vor ein paar Tagen war es mal wieder so weit, der übliche Gang zum Geldautomaten stand auf dem Programm. Wie immer habe ich statt Onkel Rodriguez' sympathischer Familienbank von nebenan ein möglichst renommiertes internationales Unternehmen gewählt und die Karte im Automaten versenkt. Eine Anzeige im Stile von MS-DOS-Sechspunktirgendwas erscheint und informiert wenig verhandlungsbereit, dass der Service momentan nicht verfügbar ist. Danach kommt wieder der Startbildschirm zur Anzeige und es passiert: nichts.
Die um den Geldautomaten herum errichtete Filiale der größten Bank Europas ist leider schon geschlossen. Das Geldinstitut gehört übrigens zu einer Riege von Banken, die als systemisch bedeutsam eingestuft werden. Das ist völlig richtig, denn für mein ganz persönliches Urlaubssystem ist durchaus bedeutsam was hier gerade passiert.
Glücklicherweise ist einer der Mitarbeiter noch im Kassenraum mit seinem Smartphone beschäftigt und ich mache ihn auf mein Problem aufmerksam. Er verschwindet kurz, kommt wieder und hält einen Zettel mit einer Telefonnummer an die Glasscheibe. Als ich ihm pantomimisch zu verstehen gebe, dass ich über kein Telefon verfüge, schreibt er zusätzlich diese Nummer anrufen auf den Zettel. Ich muss unbedingt an meinen spanischen Pantomimefähigkeiten arbeiten.
Wenig später kontaktiere ich dank der freundlichen Mithilfe meines Vermieters - er verfügt sowohl über ein Telefon als auch über ausreichende Spanischkenntnisse - die empfohlene Hotline. Mir wird mitgeteilt, dass die Karte automatisch gesperrt wird, sobald sie der Automat einzieht. Da meine Hausbank leider nicht systemrelevant ist und über keine Filiale in Mexiko verfügt, kann ich hier vor Ort keine neue Karte bekommen. Diese beantrage ich wenig später per Mail bei meiner Kundenberaterin. Wahrscheinlich ist das Plastikteil im Briefkasten, bevor ich wieder zuhause bin.
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Hausmeister Krause
Klein aber oho
Globalisierung
Ein Gameboy für Große
Vor ein paar Tagen war es mal wieder so weit, der übliche Gang zum Geldautomaten stand auf dem Programm. Wie immer habe ich statt Onkel Rodriguez' sympathischer Familienbank von nebenan ein möglichst renommiertes internationales Unternehmen gewählt und die Karte im Automaten versenkt. Eine Anzeige im Stile von MS-DOS-Sechspunktirgendwas erscheint und informiert wenig verhandlungsbereit, dass der Service momentan nicht verfügbar ist. Danach kommt wieder der Startbildschirm zur Anzeige und es passiert: nichts.
Die um den Geldautomaten herum errichtete Filiale der größten Bank Europas ist leider schon geschlossen. Das Geldinstitut gehört übrigens zu einer Riege von Banken, die als systemisch bedeutsam eingestuft werden. Das ist völlig richtig, denn für mein ganz persönliches Urlaubssystem ist durchaus bedeutsam was hier gerade passiert.
Glücklicherweise ist einer der Mitarbeiter noch im Kassenraum mit seinem Smartphone beschäftigt und ich mache ihn auf mein Problem aufmerksam. Er verschwindet kurz, kommt wieder und hält einen Zettel mit einer Telefonnummer an die Glasscheibe. Als ich ihm pantomimisch zu verstehen gebe, dass ich über kein Telefon verfüge, schreibt er zusätzlich diese Nummer anrufen auf den Zettel. Ich muss unbedingt an meinen spanischen Pantomimefähigkeiten arbeiten.
Wenig später kontaktiere ich dank der freundlichen Mithilfe meines Vermieters - er verfügt sowohl über ein Telefon als auch über ausreichende Spanischkenntnisse - die empfohlene Hotline. Mir wird mitgeteilt, dass die Karte automatisch gesperrt wird, sobald sie der Automat einzieht. Da meine Hausbank leider nicht systemrelevant ist und über keine Filiale in Mexiko verfügt, kann ich hier vor Ort keine neue Karte bekommen. Diese beantrage ich wenig später per Mail bei meiner Kundenberaterin. Wahrscheinlich ist das Plastikteil im Briefkasten, bevor ich wieder zuhause bin.
UPDATE
Am darauffolgen Tag habe ich bei einer anderen systemrelevanten Bank mit einer anderen Karte mehr Glück.WEITERLESEN
Hausmeister Krause
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Globalisierung
Ein Gameboy für Große
Labels:
Geld,
Mexiko,
Reisen,
Spitzentechnologie
Standort:
Mexiko-Stadt, Mexiko
Sonntag, 18. März 2012
Wüstenschiff
Nein, die Rede ist im Folgenden nicht von einem Kamel, sondern von einem ausgewachsenen Geländewagen, Marke nichts ist unmöglich, ausgestattet unter anderem mit GPS-Navigationssystem, Überrollkäfig und extrem niedrigem Reifendruck. In Kombination mit einem sach- und ortskundigen Fahrer ist das die beste Voraussetzung für eine zügige Fahrt durch die Wüste, abseits der Autobahn über Stock und Stein oder besser gesagt über einige Sanddünen.
Dort wird ordentlich Gas gegeben und die Grenzen des Mobils ausgelotet. Sicherheitsgurt und Überrollkäfig sorgen dafür, dass auch bei einer Rolle seitwärts (laut Fahrer ist das im letzten Jahr ungefähr zehnmal passiert) keiner der Passagiere zu Schaden kommt. Leider können trotz der beruhigenden Worte nicht alle Teilnehmer die Fahrt wirklich genießen, in meinen Ohren jedoch klingen steile Abfahrten, Rutschen in Schräglage und Kurvenfahrten mit viel aufgewirbeltem Sand nach jeder Menge Spaß. Und genauso fühlt sich das auch an, wenn große Jungs im Sandkasten herumtollen.
Leider ist selber fahren nicht drin, mangels Erfahrung ist das wohl aber auch besser so, denn selbst unter Anleitung holt der Novize sicher nicht das Letzte aus dem Auto heraus. Dann doch lieber Passagier bei einem vertrauenswürdigen Chauffeur, der demonstriert was alles möglich ist.
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Gilt als zugestellt
Wenn Kamele rennen
Reisebericht Vereinigte Arabische Emirate - Klotzen statt Kleckern
Peeling inklusive
Dort wird ordentlich Gas gegeben und die Grenzen des Mobils ausgelotet. Sicherheitsgurt und Überrollkäfig sorgen dafür, dass auch bei einer Rolle seitwärts (laut Fahrer ist das im letzten Jahr ungefähr zehnmal passiert) keiner der Passagiere zu Schaden kommt. Leider können trotz der beruhigenden Worte nicht alle Teilnehmer die Fahrt wirklich genießen, in meinen Ohren jedoch klingen steile Abfahrten, Rutschen in Schräglage und Kurvenfahrten mit viel aufgewirbeltem Sand nach jeder Menge Spaß. Und genauso fühlt sich das auch an, wenn große Jungs im Sandkasten herumtollen.
Leider ist selber fahren nicht drin, mangels Erfahrung ist das wohl aber auch besser so, denn selbst unter Anleitung holt der Novize sicher nicht das Letzte aus dem Auto heraus. Dann doch lieber Passagier bei einem vertrauenswürdigen Chauffeur, der demonstriert was alles möglich ist.
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Gilt als zugestellt
Wenn Kamele rennen
Reisebericht Vereinigte Arabische Emirate - Klotzen statt Kleckern
Peeling inklusive
Standort:
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Sonntag, 15. Januar 2012
Sandkastenspiele
Fraser Island an der australischen Ostküste ist der größte Sandkasten die größte Sandinsel der Welt. Trotz der Verlockung, in einem geliehenen allradgetriebenen Fahrzeug selbst über die sandigen Pisten zu fahren, ist am Ende doch die Bustour die erste Wahl. Das aus gutem Grund, wie sich noch herausstellen soll.
Seit Wochen wird dringend Regen herbeigesehnt, denn wie auch beim Spaziergang am Meer gilt für den Bus: Je nasser und somit fester der Sand, desto einfacher geht es voran. Im Trockenen braucht es dann des Öfteren mal die Unterstützung des „Momentums“, wie es von Fahrerseite so schön heißt. Das bedeutet nichts anderes, als das Hügel und Senken mit weichem Sandboden mit viel Schwung angefahren werden. Entsprechend begeistert ist das Publikum, ebenso bei Sprüngen über kleinere Unebenheiten.
Einmal ist es aber selbst für das eine halbe Million Dollar schwere Spezialgefährt zu viel, in einer Senke geht erstmal gar nichts mehr. Mit viel Zehenspitzengefühl und noch mehr PS gelingt aber schließlich zunächst die Befreiung aus eigener Kraft und dann mit noch mehr Anlauf die Fahrt auf die andere Seite. Die Auspuffgase erzeugen dabei einen künstlichen Sandsturm.
Wenig später dann die Situation, die die Heimfahrt um eine knappe Stunde verzögert: Zwei von drei hintereinander einen Steilhang hinauffahrenden Bussen bleiben stecken. Die Lösung ist zumindest auf dem Papier ganz einfach: Der mittlere, noch fahrtüchtige Bus zieht erst den vorderen zurück und dann den hinteren nach vorn. In der Realität sind dafür drei gute Fahrer, zwei Abschleppseile und eine mobile Luftpumpe zum Anpassen des Reifendrucks von Nöten, aber am Ende erreichen alle Passagiere die freundlicherweise wartende Fähre zurück zum Festland.
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Anfängerkurs
Wüstenschiff
Reisebericht Road-Trip Sydney-Airlie Beach - Von wegen „nur Küste“
Taxi einmal anders
Seit Wochen wird dringend Regen herbeigesehnt, denn wie auch beim Spaziergang am Meer gilt für den Bus: Je nasser und somit fester der Sand, desto einfacher geht es voran. Im Trockenen braucht es dann des Öfteren mal die Unterstützung des „Momentums“, wie es von Fahrerseite so schön heißt. Das bedeutet nichts anderes, als das Hügel und Senken mit weichem Sandboden mit viel Schwung angefahren werden. Entsprechend begeistert ist das Publikum, ebenso bei Sprüngen über kleinere Unebenheiten.
Einmal ist es aber selbst für das eine halbe Million Dollar schwere Spezialgefährt zu viel, in einer Senke geht erstmal gar nichts mehr. Mit viel Zehenspitzengefühl und noch mehr PS gelingt aber schließlich zunächst die Befreiung aus eigener Kraft und dann mit noch mehr Anlauf die Fahrt auf die andere Seite. Die Auspuffgase erzeugen dabei einen künstlichen Sandsturm.
Wenig später dann die Situation, die die Heimfahrt um eine knappe Stunde verzögert: Zwei von drei hintereinander einen Steilhang hinauffahrenden Bussen bleiben stecken. Die Lösung ist zumindest auf dem Papier ganz einfach: Der mittlere, noch fahrtüchtige Bus zieht erst den vorderen zurück und dann den hinteren nach vorn. In der Realität sind dafür drei gute Fahrer, zwei Abschleppseile und eine mobile Luftpumpe zum Anpassen des Reifendrucks von Nöten, aber am Ende erreichen alle Passagiere die freundlicherweise wartende Fähre zurück zum Festland.
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Anfängerkurs
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Reisebericht Road-Trip Sydney-Airlie Beach - Von wegen „nur Küste“
Taxi einmal anders
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Australien,
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Spitzentechnologie
Standort:
Hervey Bay, Australien
Samstag, 12. November 2011
Drei zwo eins – nicht mehr meins
Neuseeland gilt allgemein als unkompliziert und genauso habe ich es erlebt. Hier ist vieles einfach so möglich, ohne dass viel Bürokratie im Spiel ist. Und scheinbar sind sowohl die Kiwis selbst als auch die meisten Gäste im Land ehrliche Menschen, so dass das System funktioniert. Aufgefallen ist mir das bei vielen großen und kleinen Sachen, die ich hier erlebt habe, exemplarisch möchte ich von meinen Erfahrungen mit dem neuseeländischen Äquivalent zur eBay-Webseite, TradeMe, berichten.
Seit einiger Zeit trage ich ja eine Kamera zu viel mit mir herum und da zu dieser ein lokaler Kaufbeleg gehört, soll sie natürlich im Lande bleiben. Um etwas auf dieser Seite zu verkaufen, muss natürlich ein Konto her – und man selbst Australier oder Neuseeländer sein, eigentlich. Das Konto ist schnell angelegt und mit ein paar erdachten Daten zu Adresse und Telefonnummer vor Ort gefüllt. Dazu eine echte deutsche Mailadresse, eine echte deutsche Kreditkartennummer und, alles kein Problem, fertig ist mein TradeMe-Konto.
Dann noch schnell die Kamera eingestellt, mangels lokalen Bankkontos nur gegen Bares bei Übergabe „irgendwo in den nächsten drei Wochen auf der Südinsel“. Das alles natürlich als Anbieter ohne bisherige Bewertung. Diverse beantwortete Fragen von potentiellen Interessenten und fünf Tage später hat sich ein Abnehmer für das Gerät gefunden. Weitere drei Wochen später bin ich dann in „irgendwo auf der Südinsel“ vorbeigekommen und habe die Kamera gegen Bargeld getauscht. So einfach kann das sein.
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Internet aus der Dose
Das Internet vergisst nie
Währenddessen in Venezuela
3310
Seit einiger Zeit trage ich ja eine Kamera zu viel mit mir herum und da zu dieser ein lokaler Kaufbeleg gehört, soll sie natürlich im Lande bleiben. Um etwas auf dieser Seite zu verkaufen, muss natürlich ein Konto her – und man selbst Australier oder Neuseeländer sein, eigentlich. Das Konto ist schnell angelegt und mit ein paar erdachten Daten zu Adresse und Telefonnummer vor Ort gefüllt. Dazu eine echte deutsche Mailadresse, eine echte deutsche Kreditkartennummer und, alles kein Problem, fertig ist mein TradeMe-Konto.
Dann noch schnell die Kamera eingestellt, mangels lokalen Bankkontos nur gegen Bares bei Übergabe „irgendwo in den nächsten drei Wochen auf der Südinsel“. Das alles natürlich als Anbieter ohne bisherige Bewertung. Diverse beantwortete Fragen von potentiellen Interessenten und fünf Tage später hat sich ein Abnehmer für das Gerät gefunden. Weitere drei Wochen später bin ich dann in „irgendwo auf der Südinsel“ vorbeigekommen und habe die Kamera gegen Bargeld getauscht. So einfach kann das sein.
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Internet aus der Dose
Das Internet vergisst nie
Währenddessen in Venezuela
3310
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Neuseeland,
Spitzentechnologie
Standort:
Ashburton, Neuseeland
Dienstag, 11. Oktober 2011
Wo ist das Problem?
Ist man mal länger unterwegs, geht natürlich ab und an mal etwas kaputt oder auch verloren. Wenn aber mir Fotoverrücktem die Kamera kaputtgeht, dann hört der Spaß auf und zwar wortwörtlich. Ich war kaum noch zu guter Laune in der Lage.
Kaputt bedeutet dabei allerdings, dass eigentlich nach einem Sturz in der zugehörigen Tasche aus ca. 20 Zentimetern Höhe nur der Bildschirm extrem dunkel war, ansonsten aber noch alles perfekt funktionierte. Nun liegt mir an meiner Kamera wirklich viel, weil ich sie schon eine ganze Weile habe und damit diverse tolle Fotos und Erinnerungen verbinde.
Also lautete natürlich der erste naheliegende Gedanke: Reparieren lassen! Aber selbstverständlich kostet so was heutzutage mehr als eine neue Kamera. Im neuseeländischen Gegenstück zum Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt gab’s erste Hinweise: 90 Dollar für den Kostenvoranschlag, dazu dann wahrscheinlich mindesten 150 für die Reparatur plus Versand, äh schönen Dank auch. In der Not und kurz vor Ladenschluss habe ich mich dann für eine Kamera entscheiden müssen und eine nicht wirklich optimale erwischt. Entsprechend ist auch meine Stimmung kaum besser geworden. Nach einer geraumen Zeit entwickelte sich aber ein Plan B: Die nagelneue Notkamera beim neuseeländischen eBay anbieten und stattdessen meine Kamera in der aktuellen Version nachkaufen. Soweit so gut.
Dann aber trat Plan C in Kraft: Selber reparieren, man kann ja eigentlich nix verlieren. Mein seit drei Tagen Mitreisender schlug vor, einfach einen Schraubenzieher zu erwerben und mein Glück zu versuchen. Gesagt, getan. Und siehe da, acht von zwölf Schrauben ließen sich partout nicht lösen. Fort Knox schien mir nichts dagegen zu sein. Da aber mein Reisepartner tschechischer Staatsbürger ist, hat er erst die Kamera und dann das Problem in einer Mischung aus Bulldozerfahrer und MacGyer in die Hand genommen. Das Gehäuse wurde kurzerhand aufgebogen bzw. aufgebrochen, der wie vermutet lediglich gelöste Kontakt notdürftig befestigt und das Gehäuse wieder einigermaßen zusammengebogen. Das Gerät hat jetzt die eine oder andere Schramme, funktioniert aber für den Moment erstmal wieder.
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Im freien Fall
Hausmeister Krause
Drei zwo eins – nicht mehr meins
Fahren wie ein Tscheche
Kaputt bedeutet dabei allerdings, dass eigentlich nach einem Sturz in der zugehörigen Tasche aus ca. 20 Zentimetern Höhe nur der Bildschirm extrem dunkel war, ansonsten aber noch alles perfekt funktionierte. Nun liegt mir an meiner Kamera wirklich viel, weil ich sie schon eine ganze Weile habe und damit diverse tolle Fotos und Erinnerungen verbinde.
Also lautete natürlich der erste naheliegende Gedanke: Reparieren lassen! Aber selbstverständlich kostet so was heutzutage mehr als eine neue Kamera. Im neuseeländischen Gegenstück zum Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt gab’s erste Hinweise: 90 Dollar für den Kostenvoranschlag, dazu dann wahrscheinlich mindesten 150 für die Reparatur plus Versand, äh schönen Dank auch. In der Not und kurz vor Ladenschluss habe ich mich dann für eine Kamera entscheiden müssen und eine nicht wirklich optimale erwischt. Entsprechend ist auch meine Stimmung kaum besser geworden. Nach einer geraumen Zeit entwickelte sich aber ein Plan B: Die nagelneue Notkamera beim neuseeländischen eBay anbieten und stattdessen meine Kamera in der aktuellen Version nachkaufen. Soweit so gut.
Dann aber trat Plan C in Kraft: Selber reparieren, man kann ja eigentlich nix verlieren. Mein seit drei Tagen Mitreisender schlug vor, einfach einen Schraubenzieher zu erwerben und mein Glück zu versuchen. Gesagt, getan. Und siehe da, acht von zwölf Schrauben ließen sich partout nicht lösen. Fort Knox schien mir nichts dagegen zu sein. Da aber mein Reisepartner tschechischer Staatsbürger ist, hat er erst die Kamera und dann das Problem in einer Mischung aus Bulldozerfahrer und MacGyer in die Hand genommen. Das Gehäuse wurde kurzerhand aufgebogen bzw. aufgebrochen, der wie vermutet lediglich gelöste Kontakt notdürftig befestigt und das Gehäuse wieder einigermaßen zusammengebogen. Das Gerät hat jetzt die eine oder andere Schramme, funktioniert aber für den Moment erstmal wieder.
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Im freien Fall
Hausmeister Krause
Drei zwo eins – nicht mehr meins
Fahren wie ein Tscheche
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Spitzentechnologie
Standort:
Mount Maunganui, Neuseeland
Montag, 14. Juni 2010
Globalisierung
Man kann es überall beobachten: Die Welt wächst zusammen, Grenzen zu überwinden ist heutzutage kein Problem mehr.
Mein amerikanisches Ladegerät für die Batterie meiner amerikanischen Kamera steckt in einem Adapter für deutsche Steckdosen in meinem internationalen Adapter für australische Steckdosen in einem Adapter eines Australiers für südafrikanische Steckdosen in einer Steckdose in Kapstadt. Neuer persönlicher Rekord. Und das allerwichtigste: Der Ladevorgang läuft.
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Männer, die auf ein Smartphone starren
Hausmeister Krause
Wo ist das Problem?
Einheitsbrei
Mein amerikanisches Ladegerät für die Batterie meiner amerikanischen Kamera steckt in einem Adapter für deutsche Steckdosen in meinem internationalen Adapter für australische Steckdosen in einem Adapter eines Australiers für südafrikanische Steckdosen in einer Steckdose in Kapstadt. Neuer persönlicher Rekord. Und das allerwichtigste: Der Ladevorgang läuft.
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Männer, die auf ein Smartphone starren
Hausmeister Krause
Wo ist das Problem?
Einheitsbrei
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Reisen,
Spitzentechnologie,
Südafrika
Standort:
Kapstadt, Südafrika
Dienstag, 10. März 2009
Big is beautiful
Für ihren Patriotismus sind die Amerikaner ja bekannt, das geht dann in unserem Falle sogar soweit, dass man als argloser Automieter einen Jeep Patriot überlassen bekommt. Dieser stellt sich als typisch amerikanisch heraus was sowohl Ausmaße als auch Verbrauch angeht. Das Gefährt bietet auf den ersten Blick mehr Platz als mein Wohnzimmer, der Beifahrer scheint nur telefonisch erreichbar, so weit sitzt er entfernt. Allerdings stellt sich im Laufe der Zeit heraus, dass das Mobil dann doch eher in die Mittelklasse einzuordnen ist, jedenfalls sind wir Pick-Ups begegnet, die uns samt Auto auf der Ladefläche hätten transportieren können.
An der Tankstelle droht dann die große Abrechnung, jedoch tröstet der Benzinpreis von rund 50 US-Cent pro Liter über den Verbrauch hinweg, so dass wir überlegen statt einer Flasche Rum vielleicht doch lieber eine Tankladung Benzin als Urlaubssouvenir mitzunehmen.
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Schwerlasttransport
Groß - größer - zu groß
Auf die Größe kommt es an
Durch dick und dünn
An der Tankstelle droht dann die große Abrechnung, jedoch tröstet der Benzinpreis von rund 50 US-Cent pro Liter über den Verbrauch hinweg, so dass wir überlegen statt einer Flasche Rum vielleicht doch lieber eine Tankladung Benzin als Urlaubssouvenir mitzunehmen.
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Schwerlasttransport
Groß - größer - zu groß
Auf die Größe kommt es an
Durch dick und dünn
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Ökobilanz,
Puerto Rico,
Spitzentechnologie,
USA
Standort:
San Juan, Puerto Rico
Mittwoch, 7. November 2007
Ein Gameboy für Große
Ein Phänomen, das in jedem Land der Welt zu beobachten ist, ist das zu Ende gehende Bargeld. Ist es dann soweit, braucht man dringend neues und dafür gibt es schließlich Geldautomaten. Auch hier in Buenos Aires existieren zahllose Exemplare davon, die - meistens - bereitwillig Geld ausschütten. Manchmal ist es bis dahin aber ein ganz schön weiter Weg.
Bereits beim Anstehen bemerke ich einige Flüche der gerade mit den Maschinen kämpfenden Kunden und in der Schlange neben mir steht etwas weiter vorn ein Typ, der aussieht wie Peter Neururer. Auch er schaut etwas verdutzt aufgrund der teilweise komischen Geräusche, die da aus der Wand kommen.
Irgendwann bin ich dann an der Reihe und werfe statt einer Münze meine Karte ein um ein neues Spiel zu starten. Piep. Bitte die vierstellige Geheimnummer eingeben, damit wir beginnen können. Kein Problem, piep piep piep tuuut. Tuuut ist eigentlich immer schlecht, so auch hier, denn auf dem Display steht lediglich ***. Weiß die Maschine schon, dass ich mich vertippt habe? Habe ich aber nicht, egal dann eben die vierte Stelle nochmal eingeben. Tuuut. Also nochmal alles von vorn. Piep piep piep piep, willkommen in Level 2. Nebenan hat Peter Neururer auch ganz schön zu kämpfen und gibt irgendwann entnervt auf.
Im zweiten Level müssen dann diverse Hindernisse durch geschickte Eingaben umschifft werden (Auswahl des Kontotyps und der Summe - piep piep). Und dann das alles Entscheidende, ich bin kurz davor, das Spiel zu knacken. Wollen Sie ihre Eingaben bestätigen und die Transaktion beenden? Ja. Piep. Hurra!
Und wie in Vegas fliegt einem das Geld förmlich entgegen, da der Schlitz leicht abschüssig angebracht ist. Hinterher geflogen kommen und inzwischen routiniert aufgefangen werden: Quittung und Karte. Game Over.
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Scheinwelt
Reisen bildet
Krisenzeiten
Geld regiert die Welt
Bereits beim Anstehen bemerke ich einige Flüche der gerade mit den Maschinen kämpfenden Kunden und in der Schlange neben mir steht etwas weiter vorn ein Typ, der aussieht wie Peter Neururer. Auch er schaut etwas verdutzt aufgrund der teilweise komischen Geräusche, die da aus der Wand kommen.
Irgendwann bin ich dann an der Reihe und werfe statt einer Münze meine Karte ein um ein neues Spiel zu starten. Piep. Bitte die vierstellige Geheimnummer eingeben, damit wir beginnen können. Kein Problem, piep piep piep tuuut. Tuuut ist eigentlich immer schlecht, so auch hier, denn auf dem Display steht lediglich ***. Weiß die Maschine schon, dass ich mich vertippt habe? Habe ich aber nicht, egal dann eben die vierte Stelle nochmal eingeben. Tuuut. Also nochmal alles von vorn. Piep piep piep piep, willkommen in Level 2. Nebenan hat Peter Neururer auch ganz schön zu kämpfen und gibt irgendwann entnervt auf.
Im zweiten Level müssen dann diverse Hindernisse durch geschickte Eingaben umschifft werden (Auswahl des Kontotyps und der Summe - piep piep). Und dann das alles Entscheidende, ich bin kurz davor, das Spiel zu knacken. Wollen Sie ihre Eingaben bestätigen und die Transaktion beenden? Ja. Piep. Hurra!
Und wie in Vegas fliegt einem das Geld förmlich entgegen, da der Schlitz leicht abschüssig angebracht ist. Hinterher geflogen kommen und inzwischen routiniert aufgefangen werden: Quittung und Karte. Game Over.
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Scheinwelt
Reisen bildet
Krisenzeiten
Geld regiert die Welt
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Buenos Aires, Argentinien
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