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Montag, 14. Juni 2010

Globalisierung

Man kann es überall beobachten: Die Welt wächst zusammen, Grenzen zu überwinden ist heutzutage kein Problem mehr.
Mein amerikanisches Ladegerät für die Batterie meiner amerikanischen Kamera steckt in einem Adapter für deutsche Steckdosen in meinem internationalen Adapter für australische Steckdosen in einem Adapter eines Australiers für südafrikanische Steckdosen in einer Steckdose in Kapstadt. Neuer persönlicher Rekord. Und das allerwichtigste: Der Ladevorgang läuft.

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Freitag, 11. Juni 2010

Vorfreude schönste Freude (2)

Es geht bald los. Nur noch wenige Stunden bis die WM beginnt. Gestern, im Anschluss an das große Eröffnungskonzert haben sich hier in Kapstadt die Menschenmassen auf die Straße begeben und spontan ein großes Fest gefeiert (nicht, weil die Heimmannschaft den Titel geholt hat, sondern weil es am Tag darauf losgeht). Bis mitten in die Nacht hinein sind Menschen mit diversen Flaggen, vielen Trikots und Schals und noch mehr Vuvuzelas singend und tanzend unterwegs gewesen. Eigentlich fast alle teilnehmenden Nationen waren vertreten, selbst für ihre Partywut bekannte Länder wie Honduras und Algerien. Nur die Nordkoreaner haben sich naturgemäß leider nicht zeigen können. Südafrika dominiert natürlich was die Anzahl der Fans angeht, allerdings mehren sich auch Uruguayer und Franzosen, die hier heute das Abendspiel bestreiten. Wie meinte ein Australier gestern so schön zu mir: So ein kleines Land und so viele von ihnen sind hier. Die kommen nach Hause und finden ihr Land besetzt vor. Von EINEM Argentinier.
Ach ja, die Welt dreht sich natürlich trotz der Fußball-WM weiter. Am Samstag spielt hier Südafrika gegen Frankreich Rugby. Normalerweise hier eine ganz große Nummer, das Spiel geht aber irgendwie unter, fürchte ich. Jedenfalls habe ich Teile der französischen Mannschaft am Tafelberg getroffen. Charakterkopf Sebastien Chabal war aber leider nicht dabei.

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Vorfreude schönste Freude

Die afrikanische Tierwelt

... hatte ich gestern auf dem Speiseplan. Krokodil, Kudu, Springbock und Strauß waren die Highlights auf dem Teller mit Mama Africas Wild Game Mixed Grill. Nicht ganz billig, aber sehr zu empfehlen. Schmeckt alles sehr lecker, was man so die Tage vorher am Rande der Straße gesehen hat. Und irgendwie ist es wie zuhause. Tagsüber sieht man die Viecher auf der Wiese und abends haben sie dann auf dem Teller Platz genommen.

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Mittwoch, 9. Juni 2010

Vorfreude schönste Freude

Es geht bald los. Nur noch zwei Tage bis die WM beginnt. Das Fieber ist wie einst 2006 in heimischen Gefilden quasi greifbar. Seit zweieinhalb Wochen wird man so gut wie überall mit den Worten Wegen der WM hier? begrüßt. Ah, aus Deutschland? Gute Mannschaft. lauten dann meist die nächsten Sätze. Autos sind wie bekannt beflaggt und seit der Ankunft im Spielort Kapstadt tauchen auch stündlich mehr Fans mit Accessoires der übermorgen spielenden Teams Uruguay und Frankreich auf. Über die mit Abstand meisten Fans verfügt aber natürlich das Gastgeberland. Diese Fans waren heute durch eine umfangreiche Medienkampagne aufgerufen, ab elf Uhr Farbe zu bekennen und für ihr Land auf die Straße zu gehen. Und getreu dem offiziellen Motto "Be loud and be proud." taten die Locals wie ihnen geheißen. Hupkonzerte, als sei der WM-Titel gerade eingefahren, spontane Zusammenkünfte auf Kreuzungen, die den Verkehr zum Stocken bringen. Ich möchte mal wissen, was hier los ist, wenn am Freitag Mexiko im Eröffnungsspiel geschlagen wird. Apropos Mexiko. Vereinzelt sind auch Mexikaner zu sehen, drei davon heute im Nationaltrikot und mit original mexikanischer Wrestlingmaske am Schalter der Seilbahn zum Tafelberg. Ein spitzer Schrei und dann ein erleichtertes Lachen waren aus dem Kassenhäuschen zu vernehmen. Wahrscheinlich das erste Mal, dass die Kassiererin von einem Maskierten Geld bekommen hat.

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Dusche für alle
Vorfreude schönste Freude (2)
Uwe Seeler

Welcome to Welkom

Klingt komisch, ist aber so. Gemeint ist einer der zahllosen Zwischenstopps auf der 1.700 Kilometer langen Busfahrt quer durch Südafrika von Durban nach Kapstadt. Welkom selbst ist nicht weiter der Rede wert (außer für Motorradfans: hier gab's mal WM-Rennen), hat aber eben einen interessanten Namen für Durchsagen wie die im Titel erwähnte. Genauso interessant der Halt davor: Bethlehem. Dort thront übrigens direkt über der als Bushaltestelle fungierenden Tankstelle auf einem Hügel ein großes bei Nacht erleuchtetes Kreuz. Und man hat mit dem Handy Empfang wie sonst kaum einmal. Eine direkte Standleitung sozusagen.
Außerdem von der Fahrt in Erinnerung geblieben: Eine Durchsuchung des Busses seitens der Polizei, zahllose Baustellen unterwegs, eine der Deutschen Bahn würdige Verspätung und das WM-Stadion von Bloemfontein. Dieses liegt sozusagen direkt neben dem Busbahnhof, was die Vermutung nahe legt, dass auch die Fußballstars (u.a. Thierry Henry und Samuel Eto'o), die dort spielen, mit dem Bus kaum näher heran gekarrt werden als wir.

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Fährt ein Bus durch einen Tunnel
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Reisebericht Indian Pacific - Auch schön, wenn mal jemand anderes fährt
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Samstag, 5. Juni 2010

Stau

Es fängt meist ganz harmlos an. Zunächst ist am Straßenrand der eine oder andere Haufen zu sehen. Mit der Zeit werden es immer mehr Haufen. Haufenweise Haufen sozusagen. Dazu sind links und rechts der Straße Trampelpfade durch das hohe Gras ins Unterholz zu erkennen. Und plötzlich fährt man um die Kurve und vor einem hält ein Auto, weil...

Giraffe auf der Straße im Krüger-Nationalpark / Südafrika

Elefant auf der Straße im Krüger-Nationalpark / Südafrika

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Der Elefant im Raum
Verwandtschaft zu Besuch
Gewinnspiel
Der Ranger

Donnerstag, 3. Juni 2010

Gewinnspiel

Welche Tiere sind hier versteckt?

Antworten bitte als Kommentar hinterlegen. Unter den Einsendern der richtigen Antworten wird ein original afrikanisches Souvenir verlost.

Getarntes Tier im Krüger-Nationalpark / Südafrika

Getarntes Tier im Krüger-Nationalpark / Südafrika

Getarntes Tier im Krüger-Nationalpark / Südafrika

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Viel hilft viel
Schlechtes Versteck
300
Dein neuer Freund

Der Ranger

Mitten im Krüger-Nationalpark, in dem das Verlassen der im Ernstfall lebensrettenden lauten Blechkiste strengstens und bei Strafe verboten ist, treffe ich auf ihn. Auf einem Fahrrad (!) aus der Zeit, als die Bilder laufen lernten und bewaffnet mit einer noch älteren Schusswaffe (was das "Schuss" angeht bin ich mir nicht mal sicher...) und einem Fernglas meint er zu mir, Hippos - die gefährlichsten Tiere Afrikas - gebe es hier heute leider nicht. Aber ob ich in der Nähe Büffel gesehen hätte? Ja, drei. Gleich rechts am Wegesrand. Ich drehe, nachdem ich doch ein paar Hippos erspäht habe, um - und er bittet mich doch allen Ernstes, mit dem Auto langsam an den Büffeln vorbeizufahren, damit er im Schatten des Wagens unerkannt an den Schwergewichten vorbei kommt. Nach ungefähr einhundert Metern - die Tiere machen gerade Mittagspause - radelt er den Daumen nach oben streckend aus der Deckung heraus. Alles noch mal gut gegangen.

Ranger auf einem Fahrrad im Krüger-Nationalpark / Südafrika
Zur Sicherheit bewaffnet

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Problembären
Stau
Gewinnspiel

Dienstag, 1. Juni 2010

Paradise Rallye

Graskop in der Provinz Mpumalanga ist ein eher beschauliches Nest mit etwa 3.000 Einwohnern inmitten eines großen Naturparks am Blyde River Canyon.
Einmal im Jahr allerdings bricht es über den Ort herein. Genauer gesagt Tausende von Motorradfahrern, die bei strahlendem Sonnenschein ein Wochenende lang sich selbst und ihre Maschinen feiern. Entsprechend laut und voll ist es dann, das Ganze nennt sich Paradise Rallye. Höhepunkte sind Kolonnenfahrten durch die Umgebung sowie Burn-Outs inmitten der feiernden, johlenden Masse. An jedem Aussichtspunkt fühlt man sich geradezu umzingelt von Bikern.
Der ganze Spuk ist genauso schnell verschwunden wie er gekommen ist und am nächsten Tag bleibt nur noch Dunst. Diesmal allerdings nicht von Motorrädern bzw. deren Fahrern verursacht, sondern von Mutter Natur. Englischer Nebel ermöglicht Sichtweiten von bis zu maximal 20 Metern.

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Molotow-Cocktail
Rodeo in Ruanda
Rrrrängdängdängdängdäng
Fahren wie ein Tscheche

Sonntag, 30. Mai 2010

Uwe Seeler

Nach der Stürmer-Legende vom HSV sind hier in Südafrika die Fantröten benannt, die im Stadion bei Sportveranstaltungen zu Tausenden ertönen. Und nicht nur dort, denn selbst als vorgestern die südafrikanische Fußballnationalelf ein Freundschaftsspiel gegen Kolumbien bestritt, waren in der Nachbarschaft diverse laute Tröten zu vernehmen. Das Ganze klingt dann wie ein aggressiver Bienenschwarm und soll die gegnerische Mannschaft zur Verzweiflung treiben.
Ich freue mich schon auf die zwei WM-Spiele und das Brummen in meinen Ohren.

PS: Da Uwe Seeler hier doch nicht so bekannt ist, nennt der Südafrikaner das Teil Vuvuzela.

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Nach Elfmeterschießen
Namen sind Schall und Rauch
Torsten Frings
Vorfreude schönste Freude

Four way stop

Vorfahrtsschilder sind in Südafrika wenig verbreitet. Einer größeren Beliebtheit erfreuen sich dafür sogenannte four way stops. Das bedeutet, eine große Hauptstraße und ein kleiner Feldweg treffen aufeinander und an allen vier Einfahrten zur Kreuzung steht ein Stoppschild. Dann gilt das Prinzip wer zuerst kommt fährt zuerst. Nummern ziehen kann man aber leider nicht, so dass die Vorfahrt nicht immer sofort ganz klar ist. Typisch ist dann eine Konstellation wie die folgende: Zwei Autos fahren auf der Hauptstraße geradeaus, danach biegt einer von der Seitenstraße auf die Hauptstraße und zu guter Letzt fahren drei Fahrzeuge auf der Hauptstraße in der Gegenrichtung ebenfalls geradeaus. Leicht gewöhnungsbedürftig, aber Ampeln brauchts bei so einem System jedenfalls nicht.

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Reductor de Velocidad
Fahren wie ein Tscheche
Radarkontrolle
Stau

Donnerstag, 27. Mai 2010

Das Böse ist immer und überall

Nein jetzt kommt nicht die erste Geschichte aus Südafrika zum Thema Kriminalität. Viel mehr ein schockierender Bericht vom Hinflug. Flug ET 809, Ethiopian Airlines von Addis Abeba/Äthiopien nach Johannesburg/Südafrika. Die Maschine hat gerade den Kilimandscharo links liegen gelassen, da passiert es...

Doch ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte.

Bayerische Brotzeit bei Ethiopian Airlines
Das darf doch nicht wahr sein!

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Ein Snack für Fortgeschrittene
Operation Frühstück
Alles eine Frage der Motivation
Einfach unfassbar