Was klingt wie der Bundesverband der Nikoläuse, kickt stattdessen tatsächlich als Aufsteiger in Ghanas erster Fußballliga. Dummerweise mit überschaubarem Erfolg, man findet sich nach der Hinrunde auf Platz 17 der Tabelle wieder, aber Platz zehn ist nur drei Punkte entfernt. Leider habe ich das Lokalderby um einen Tag verpasst, wobei so schlimm war das dann doch nicht. Das Spielergebnis war nämlich ein auch in dieser Höhe verdientes 0:0.
Dafür treffe ich die Truppe zwei Tage später vor den Toren der Stadt im schicken Teamhotel. Im sehr schicken Teamhotel. Wer allerdings denkt, dass ich hier residiere, überschätzt meine finanziellen Möglichkeiten. Beziehungsweise die Bereitschaft, diese auf einen Schlag signifikant zu reduzieren. Ich bin jedenfalls nur zu Recherchezwecken hier, trotzdem stellt sich der Coach vor. Das heißt, er springt von seinem Abendessen auf, als ich an seinem Tisch vorbeilaufe. Immer wieder erschreckend, was hier mit entsprechender Hautfarbe so alles möglich ist. Vielleicht ist das aber auch nur PR in eigener Sache, er ist nämlich erst nach dem letzten Spiel interimsweise vom Assistenten zum Hauptübungsleiter befördert worden. Sein Vorgänger ist ob der Ergebnisse einvernehmlich entlassen worden.
Wir kommen ins Gespräch und ich erfahre, dass im eigentlichen Campus gerade Umbaumaßnahmen stattfinden, so dass man im Moment hier untergekommen ist. Prinzipiell lässt es sich hier leben, finde ich. Allerdings wünschen ein paar zahlende weibliche Gäste ohrenbetäubend laute Musik. Vielleicht auch ein Grund für den aktuellen Tabellenstand? Leider kann ich aber in der momentanen Situation nicht so wirklich weiterhelfen. Die einzigen Fußballer, die ich persönlich kenne, haben vor vielen Jahren mal in der heimischen Kreisklasse gekickt und ein mobiles Videoanalysesystem kann ich leider auch nicht an den Mann bringen. So wird das vermutlich nichts mit dem Klassenerhalt.
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Lota Schwager, Colo-Colo, Audax Italiano
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Dienstag, 6. Januar 2026
Donnerstag, 2. Januar 2025
Irgendwas mit Sport
Diesmal dreht sich alles um Innsbruck, Jamaika und mindestens eine Steffi. Los gehts.
Die an Höhepunkten so reiche Sportgeschichte Katars verdient natürlich ein eigenes Museum, direkt am Nationalstadion. Da sich dieses Museum über mehrere Etagen erstreckt, braucht es trotzdem noch ein paar Lückenfüller von der internationalen Bühne. Das gilt so eigentlich für das ganze Land, vor allem die Hauptstadt Doha ist einfach viel zu groß für ein paar wenige echte Locals. Saisonal bedingt sind bis zu 90 Prozent der Einwohner ohne katarischen Pass unterwegs. Ähnlich verhält es sich mit den sportlichen Erfolgen, vier von immerhin sieben olympischen Medaillengewinnern in der Geschichte sind zugewandert. Aus der Startelf des Eröffnungsspiels der Fußball-WM 2022 hatten immerhin sechs Spieler ein Heimspiel.
Zurück zum Museum, es müssen also auch hier andere richten und zwar wie immer nur vom Feinsten. Von Muhammad Ali bis Mark Spitz, von Nadia Comăneci bis Steffi Graf, von Ayrton Senna bis Michael Jordan und Tony Hawk ist ein bunter Blumenstrauß an globalen Ikonen vertreten. Und ja, auch Frauen, Para-Athleten und Wintersportler. Apropos Winter: Hier gibt es für die Einheimischen auch Sachen zu sehen, von denen sie vermutlich noch nie was gehört haben. Der legendäre jamaikanische Viererbob und ein Modell der olympischen Skisprungschanze von Innsbruck zum Beispiel. Wahrscheinlich sollen diese Sportarten hier demnächst auch stattfinden, jedenfalls weht heute ein wirklich sehr erfrischender Wind in der ganzen Stadt.
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Aller guten Dinge sind 14
Wo laufen sie denn?
Sportbegeisterung
Springfield, woohoo!
Die an Höhepunkten so reiche Sportgeschichte Katars verdient natürlich ein eigenes Museum, direkt am Nationalstadion. Da sich dieses Museum über mehrere Etagen erstreckt, braucht es trotzdem noch ein paar Lückenfüller von der internationalen Bühne. Das gilt so eigentlich für das ganze Land, vor allem die Hauptstadt Doha ist einfach viel zu groß für ein paar wenige echte Locals. Saisonal bedingt sind bis zu 90 Prozent der Einwohner ohne katarischen Pass unterwegs. Ähnlich verhält es sich mit den sportlichen Erfolgen, vier von immerhin sieben olympischen Medaillengewinnern in der Geschichte sind zugewandert. Aus der Startelf des Eröffnungsspiels der Fußball-WM 2022 hatten immerhin sechs Spieler ein Heimspiel.
Zurück zum Museum, es müssen also auch hier andere richten und zwar wie immer nur vom Feinsten. Von Muhammad Ali bis Mark Spitz, von Nadia Comăneci bis Steffi Graf, von Ayrton Senna bis Michael Jordan und Tony Hawk ist ein bunter Blumenstrauß an globalen Ikonen vertreten. Und ja, auch Frauen, Para-Athleten und Wintersportler. Apropos Winter: Hier gibt es für die Einheimischen auch Sachen zu sehen, von denen sie vermutlich noch nie was gehört haben. Der legendäre jamaikanische Viererbob und ein Modell der olympischen Skisprungschanze von Innsbruck zum Beispiel. Wahrscheinlich sollen diese Sportarten hier demnächst auch stattfinden, jedenfalls weht heute ein wirklich sehr erfrischender Wind in der ganzen Stadt.
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Standort:
Doha, Katar
Mittwoch, 17. Januar 2024
Aller guten Dinge sind 14
Seit ein paar Tagen läuft der Afrika Cup 2023. Aus unterschiedlichen Gründen ist das Turnier mehrfach verschoben worden, sowohl Termin als auch Austragungsort haben sich ein paar Mal geändert. Guinea hat bisher 13-mal am Turnier teilgenommen, als bestes Resultat steht eine Finalteilnahme zu Buche. Das war als Helmut Schmidt Bundeskanzler und Borussia Mönchengladbach Deutscher Fußballmeister war.
Das Land hat sich zwischenzeitlich auch mal in der Gastgeberrolle gesehen, den endgültigen Zuschlag hat aber die Cote d'Ivoire erhalten. Das tut der Stimmung im Lande jedoch keinen Abbruch, die Euphorie ist schier grenzenlos. Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, aber ich sehe die Truppe maximal im Viertelfinale und die Buchmacher bestätigen mich.
Seit Turnierbeginn befinde ich mich im Lande und gleich am ersten Tag ist mir aufgefallen, dass wirklich überall Fanutensilien verkauft werden. Am Tag des ersten Vorrundenspiels von Guinea erreicht das Eskalationslevel jedoch ungeahnte Ausmaße. Bereits acht Stunden vor Spielbeginn tanzen in Kindia Menschen auf der Straße, Tröten in den Landesfarben kommen exzessiv zum Einsatz. Es werden überall Fanutensilien verkauft. Am Taxistand, sieben Stunden vor Anpfiff. Jemand führt aus Gründen ein Schaf an einer Leine herum, das Tier hat Bändchen in den Farben Guineas an den Ohren. Fünf Stunden vor Spielbeginn, auf dem Weg in die Hauptstadt. Menschen sind auf den Straßen unterwegs. In Nationaltrikots. Autos sind auf den Straßen unterwegs. Mit Nationalflaggen bemalt. Landesfahnen wehen ohne Ende. Es werden überall Fanutensilien verkauft.
In der Hauptstadt Conakry, dreieinhalb Stunden vor Anpfiff. Das Sammeltaxi kämpft sich durch eine Straßensperre tanzender Fans. Alle sind in Nationalfarben geschmückt: Perlen im Haar, Ohrringe, Armbänder, Farbe im Gesicht. So gut wie alle Geschäfte haben an diesem Montagnachmittag längst geschlossen. Auf der Fähre zur Île de Kassa. Ein Anruf für die Frau, die neben mir sitzt. Am anderen Ende: Geschrei, Tröten, Pfeifen, Jubel. Im Hafen in Conakry werden überall Fanutensilien verkauft. Auf der Île de Kassa wird Fußball in den Straßen gespielt, Musik dröhnt aus Lautsprechern, Tröten sind nicht zu überhören.
Zu Spielbeginn in einer Strandbar vor einem alten, kleinen Fernseher mit einer Handvoll Locals. Zur Nationalhymne stehen alle auf und singen mit. Guinea geht 1:0 in Führung. Jubel ist untertrieben, aus einer Handvoll werden schlagartig zwei Handvoll Locals. Kurz vor der Pause, eine rote Karte für Guineas Kapitän. Die Stimmung erreicht ihren Tiefpunkt als Gegner Kamerun kurz nach der Pause den Ausgleich erzielt, aber Guinea kann das Unentschieden halten. Am Ende sind alle zufrieden. Falls es wieder nicht mit dem Titel klappt: An mangelnder Unterstützung aus der Heimat hat es definitiv nicht gelegen.
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Irgendwas mit Sport
Aus und vorbei
Vorfreude schönste Freude
Uwe Seeler
Das Land hat sich zwischenzeitlich auch mal in der Gastgeberrolle gesehen, den endgültigen Zuschlag hat aber die Cote d'Ivoire erhalten. Das tut der Stimmung im Lande jedoch keinen Abbruch, die Euphorie ist schier grenzenlos. Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, aber ich sehe die Truppe maximal im Viertelfinale und die Buchmacher bestätigen mich.
Seit Turnierbeginn befinde ich mich im Lande und gleich am ersten Tag ist mir aufgefallen, dass wirklich überall Fanutensilien verkauft werden. Am Tag des ersten Vorrundenspiels von Guinea erreicht das Eskalationslevel jedoch ungeahnte Ausmaße. Bereits acht Stunden vor Spielbeginn tanzen in Kindia Menschen auf der Straße, Tröten in den Landesfarben kommen exzessiv zum Einsatz. Es werden überall Fanutensilien verkauft. Am Taxistand, sieben Stunden vor Anpfiff. Jemand führt aus Gründen ein Schaf an einer Leine herum, das Tier hat Bändchen in den Farben Guineas an den Ohren. Fünf Stunden vor Spielbeginn, auf dem Weg in die Hauptstadt. Menschen sind auf den Straßen unterwegs. In Nationaltrikots. Autos sind auf den Straßen unterwegs. Mit Nationalflaggen bemalt. Landesfahnen wehen ohne Ende. Es werden überall Fanutensilien verkauft.
In der Hauptstadt Conakry, dreieinhalb Stunden vor Anpfiff. Das Sammeltaxi kämpft sich durch eine Straßensperre tanzender Fans. Alle sind in Nationalfarben geschmückt: Perlen im Haar, Ohrringe, Armbänder, Farbe im Gesicht. So gut wie alle Geschäfte haben an diesem Montagnachmittag längst geschlossen. Auf der Fähre zur Île de Kassa. Ein Anruf für die Frau, die neben mir sitzt. Am anderen Ende: Geschrei, Tröten, Pfeifen, Jubel. Im Hafen in Conakry werden überall Fanutensilien verkauft. Auf der Île de Kassa wird Fußball in den Straßen gespielt, Musik dröhnt aus Lautsprechern, Tröten sind nicht zu überhören.
Zu Spielbeginn in einer Strandbar vor einem alten, kleinen Fernseher mit einer Handvoll Locals. Zur Nationalhymne stehen alle auf und singen mit. Guinea geht 1:0 in Führung. Jubel ist untertrieben, aus einer Handvoll werden schlagartig zwei Handvoll Locals. Kurz vor der Pause, eine rote Karte für Guineas Kapitän. Die Stimmung erreicht ihren Tiefpunkt als Gegner Kamerun kurz nach der Pause den Ausgleich erzielt, aber Guinea kann das Unentschieden halten. Am Ende sind alle zufrieden. Falls es wieder nicht mit dem Titel klappt: An mangelnder Unterstützung aus der Heimat hat es definitiv nicht gelegen.
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Standort:
Île de Kassa, Guinea
Montag, 20. Januar 2020
Männer, die auf ein Smartphone starren
Abends im Hostel, ein Argentinier und ein Deutscher schauen Fußball auf einem viel zu kleinen Bildschirm. Nützt ja nix, es ist halt Fußball und auch bald geschafft. Kommt ein Holländer dazu und erwähnt beiläufig, dass der McGregor-Kampf ja im Anschluss losgehen würde.
Ich erinnere mich, der Kampf wurde schon wochenlang im kolumbianischen Sportfernsehen beworben. Conor McGregor ist eine ganz große Nummer im Bereich immer schön mit Schmackes auf die Zwölf und hier im Land ist das Interesse scheinbar gewaltig. Wegen ungehörigen Benehmens war der Herr sogar gesperrt, nun feiert er seine Rückkehr in den Ring.
Der Holländer (Ich bin gleich wieder da!) bringt schnell seine Freundin aufs Zimmer und ich kümmere mich um die Verpflegung. Der Argentinier findet nach langem hin und her einen einigermaßen stabil laufenden Stream. Ungefähr eine Viertelstunde dauert der Kampf mit der Technik.
McGregors Kampf dauert dagegen geschlagene 40 Sekunden. Mit einem platzierten Tritt gegen den Kopf und ein paar folgenden Schlägen haut der irre Ire seinen Gegner ratzfatz k.o. Er hat damit pro Sekunde zwei Millionen Dollar verdient. Wir haben dafür nach dem Kampfende jeder noch ein fast volles Bier und ein paar Knabbereien vor uns.
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Internet aus der Dose
Influenza
3310
Internationale Härte
Ich erinnere mich, der Kampf wurde schon wochenlang im kolumbianischen Sportfernsehen beworben. Conor McGregor ist eine ganz große Nummer im Bereich immer schön mit Schmackes auf die Zwölf und hier im Land ist das Interesse scheinbar gewaltig. Wegen ungehörigen Benehmens war der Herr sogar gesperrt, nun feiert er seine Rückkehr in den Ring.
Der Holländer (Ich bin gleich wieder da!) bringt schnell seine Freundin aufs Zimmer und ich kümmere mich um die Verpflegung. Der Argentinier findet nach langem hin und her einen einigermaßen stabil laufenden Stream. Ungefähr eine Viertelstunde dauert der Kampf mit der Technik.
McGregors Kampf dauert dagegen geschlagene 40 Sekunden. Mit einem platzierten Tritt gegen den Kopf und ein paar folgenden Schlägen haut der irre Ire seinen Gegner ratzfatz k.o. Er hat damit pro Sekunde zwei Millionen Dollar verdient. Wir haben dafür nach dem Kampfende jeder noch ein fast volles Bier und ein paar Knabbereien vor uns.
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Sonntag, 19. Januar 2020
Zum Abschuss freigegeben
Da stehe ich nun, in der linken Hand eine Bierflasche, in der rechten einen ungefähr ein halbes Kilo schweren Metallklotz. Gleich knallt's hier hoffentlich ordentlich. Aber die Geschichte wird mich freisprechen.
Das klingt jetzt erst einmal nach ganz gewöhnlichen Silvesterkrawallen, hier geht es aber um den kolumbianischen Volkssport Tejo. Ziel des Spiels ist es, über eine Distanz von gut zehn Metern idealerweise eines von mehreren Tütchen mit Schießpulver zu treffen und zur Explosion zu bringen. Wichtig dabei: Geworfen wird das Metall und nicht die Bierflasche! Bezahlt wird übrigens nur eine sehr überschaubare Grundgebühr, der Hauptumsatz wird am Tresen generiert. Klingt nach einer gelungenen Nachmittagsbeschäftigung im Urlaub. Und bevor jetzt Bedenken aufkommen: Gefährlich ist natürlich nicht das Spiel, sondern das Schießpulver!
Allen Ernstes gibt es sogar Wettkämpfe und professionelle Teams und ich frage mich, was man dabei besonders gut können muss: Trinken? Treffen? Sich zum Trinken treffen? Jedenfalls fungieren hier in der Regel Brauereien als Sponsoren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Der Sport versucht aktuell, das alkoholhaltige Image etwas zu verbessern, so wie es beispielsweise Darts in Europa vorgemacht hat. Aber solange es auf Amateurebene weiterhin so erfrischend zugeht, mache ich mir um die Popularität von Tejo keine Sorgen.
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Kann abbrennen!
Kleinfeld
Wenn Kamele rennen
Hallo Herr Kaiser
Das klingt jetzt erst einmal nach ganz gewöhnlichen Silvesterkrawallen, hier geht es aber um den kolumbianischen Volkssport Tejo. Ziel des Spiels ist es, über eine Distanz von gut zehn Metern idealerweise eines von mehreren Tütchen mit Schießpulver zu treffen und zur Explosion zu bringen. Wichtig dabei: Geworfen wird das Metall und nicht die Bierflasche! Bezahlt wird übrigens nur eine sehr überschaubare Grundgebühr, der Hauptumsatz wird am Tresen generiert. Klingt nach einer gelungenen Nachmittagsbeschäftigung im Urlaub. Und bevor jetzt Bedenken aufkommen: Gefährlich ist natürlich nicht das Spiel, sondern das Schießpulver!
Allen Ernstes gibt es sogar Wettkämpfe und professionelle Teams und ich frage mich, was man dabei besonders gut können muss: Trinken? Treffen? Sich zum Trinken treffen? Jedenfalls fungieren hier in der Regel Brauereien als Sponsoren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Der Sport versucht aktuell, das alkoholhaltige Image etwas zu verbessern, so wie es beispielsweise Darts in Europa vorgemacht hat. Aber solange es auf Amateurebene weiterhin so erfrischend zugeht, mache ich mir um die Popularität von Tejo keine Sorgen.
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Kleinfeld
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Handgepäck
Schon von weitem sticht die Rotte Uniformierter aus der monotonen Masse von Abflugwilligen auf dem Flughafen Bogotá heraus. Und noch bevor man anhand von Flaggen, Wappen oder Aufschrift auf den Trainingsanzügen irgendein Land identifizieren kann, lässt sich schon mal die Region eingrenzen. Denn ein nicht geringer Teil der Truppe reist mit einer mobilen Mate-Tee-Station im bzw. als Handgepäck. Schon auf der letzten Tour hat ein Argentinier damit einen halben Eisenbahnwaggon in Sri Lanka verköstigt.
Am Ende stellt sich heraus, dass es sich um die U23-Fußballnationalmannschaft Paraguays handelt, die auf dem Weg zum olympischen Qualifikationsturnier Südamerikas ist. Im Flieger teile ich mir eine Reihe mit einem gewissen Matías Espinoza, der auf dem Platz wohl in erster Linie Tore verhindern soll. Leider kann er während des Fluges nur zwischen Kaffee und (kaltem) Wasser entscheiden, somit wird aus dem Mate-Genuss über den Wolken leider nichts. Ansonsten ist er ausnahmslos mit seinem Smartphone beschäftigt, ein Gespräch ist somit unabhängig von meinem Kenntnisstand der spanischen Sprache leider nicht möglich. Schöne neue Welt.
Am Gepäckband trennen sich dann leider unsere Wege, ich bin schließlich für kein südamerikanisches Land spielberechtigt. Und das mit dem "U" ist auch so eine Sache.
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Sierra Leones Nationalgetränk
Zufallsgenerator
And the Oscar goes to Brisbane
Ein Abend auf dem Aeropuerto Internacional José Martí
Am Ende stellt sich heraus, dass es sich um die U23-Fußballnationalmannschaft Paraguays handelt, die auf dem Weg zum olympischen Qualifikationsturnier Südamerikas ist. Im Flieger teile ich mir eine Reihe mit einem gewissen Matías Espinoza, der auf dem Platz wohl in erster Linie Tore verhindern soll. Leider kann er während des Fluges nur zwischen Kaffee und (kaltem) Wasser entscheiden, somit wird aus dem Mate-Genuss über den Wolken leider nichts. Ansonsten ist er ausnahmslos mit seinem Smartphone beschäftigt, ein Gespräch ist somit unabhängig von meinem Kenntnisstand der spanischen Sprache leider nicht möglich. Schöne neue Welt.
Am Gepäckband trennen sich dann leider unsere Wege, ich bin schließlich für kein südamerikanisches Land spielberechtigt. Und das mit dem "U" ist auch so eine Sache.
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Ein Abend auf dem Aeropuerto Internacional José Martí
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Samstag, 19. Januar 2019
Kleinfeld
Die Dimensionen eines Volleyballfelds hier auf den Malediven ergeben sich nicht zwangsweise durch die Regularien des Weltverbandes, sondern eher durch die Position der Palmen, zwischen denen sich das Feld befindet. Daher fehlen am Ende ein paar Quadratmeter zur offiziellen Grundfläche. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, dann spielen eben nur vier Leute auf jeder Seite des Netzes.
Bei geradezu erfrischenden 28° C am späten Nachmittag treffen sich die Einheimische auf eine Partie. Es spielen gemischte Teams, die Männer in Fußballtrikots, die Frauen mit Hidschab. Und alle zusammen haben jede Menge Spaß. Warum taucht eigentlich so etwas nie in den westlichen Medien auf, wenn über den Islam diskutiert wird?
Während ich noch darüber nachdenke, befinde ich mich nach einer sehr spontanen Auswechslung mitten im Geschehen. Einzig das Rotationsprinzip ist hier ein anderes, ansonsten bin ich nach wenigen Sekunden integriert. Sport ist eben international.
Die Kollegen machen das richtig gut. Wenn Kleinfeld-Volleyball zwischen Palmen mal olympisch werden sollte, sehe ich gute Chancen für die erste Medaille für die Malediven. Und falls noch ein Gaststarter als Blockspieler benötigt wird: Die Jungs von der Unterkunft haben meine Mailadresse.
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Auf einen Tee auf die Baustelle
Zum Abschuss freigegeben
Waschtag
Mitfahrgelegenheit.cu
Bei geradezu erfrischenden 28° C am späten Nachmittag treffen sich die Einheimische auf eine Partie. Es spielen gemischte Teams, die Männer in Fußballtrikots, die Frauen mit Hidschab. Und alle zusammen haben jede Menge Spaß. Warum taucht eigentlich so etwas nie in den westlichen Medien auf, wenn über den Islam diskutiert wird?
Während ich noch darüber nachdenke, befinde ich mich nach einer sehr spontanen Auswechslung mitten im Geschehen. Einzig das Rotationsprinzip ist hier ein anderes, ansonsten bin ich nach wenigen Sekunden integriert. Sport ist eben international.
Die Kollegen machen das richtig gut. Wenn Kleinfeld-Volleyball zwischen Palmen mal olympisch werden sollte, sehe ich gute Chancen für die erste Medaille für die Malediven. Und falls noch ein Gaststarter als Blockspieler benötigt wird: Die Jungs von der Unterkunft haben meine Mailadresse.
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Auf einen Tee auf die Baustelle
Zum Abschuss freigegeben
Waschtag
Mitfahrgelegenheit.cu
Standort:
Fulhadhoo, Malediven
Donnerstag, 27. Dezember 2018
Wenn Kamele rennen
In Dubai stampft man mit unschöner Regelmäßigkeit irgendetwas neues, großes, tolles aus dem Boden. Das neue, große, tolle hat mittlerweile dermaßen überhand gewonnen, dass ich heute sogar in die Wüste gefahren bin, um etwas Traditionelles zu finden.
Gut 30 Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich Dubais bekannteste Kamelrennstrecke und ich habe mehrere Rennen bestaunen dürfen. Die Kurzstrecke hat heute auf dem Programm gestanden, die Anreise mit dem Bus einmal ausgenommen. Drei Kilometer geht’s immer geradeaus, Kamele laufen nämlich in vollem Tempo eher ungern um die Kurve. Es lässt sich natürlich nur ein kleiner Teil der Strecke überblicken, das Geschehen kündigt sich aber rechtzeitig durch eine gigantische Staubwolke an.
An Bord eines jeden Wüstenschiffs befindet sich ein Roboterjockey. Früher haben das die Jungs vom Scheich noch selbst gemacht, aber irgendwann hat jemand den Begriff Kinderarbeit erfunden und seitdem sitzen Kollegen aus Metall obenauf. Neben einer kleinen Peitsche sorgen Anfeuerungsrufe aus einem kleinen Lautsprecher für die Motivation der Tiere. Diese Rufe stammen von den Besitzern der Tiere, die parallel zur Strecke in mitfahrenden Geländewagen quasi ihr eigenes Rennen austragen.
Zurück in der Stadt gönne ich mir einen Kamelmilchshake. Ob die Hauptzutat von einem Sieger oder einem der Platzierten stammt, lässt sich dabei nicht eindeutig klären.
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Dicke Luft
Im Cockpit
Wüstenschiff
Wenn Hunde rennen
Gut 30 Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich Dubais bekannteste Kamelrennstrecke und ich habe mehrere Rennen bestaunen dürfen. Die Kurzstrecke hat heute auf dem Programm gestanden, die Anreise mit dem Bus einmal ausgenommen. Drei Kilometer geht’s immer geradeaus, Kamele laufen nämlich in vollem Tempo eher ungern um die Kurve. Es lässt sich natürlich nur ein kleiner Teil der Strecke überblicken, das Geschehen kündigt sich aber rechtzeitig durch eine gigantische Staubwolke an.
An Bord eines jeden Wüstenschiffs befindet sich ein Roboterjockey. Früher haben das die Jungs vom Scheich noch selbst gemacht, aber irgendwann hat jemand den Begriff Kinderarbeit erfunden und seitdem sitzen Kollegen aus Metall obenauf. Neben einer kleinen Peitsche sorgen Anfeuerungsrufe aus einem kleinen Lautsprecher für die Motivation der Tiere. Diese Rufe stammen von den Besitzern der Tiere, die parallel zur Strecke in mitfahrenden Geländewagen quasi ihr eigenes Rennen austragen.
Zurück in der Stadt gönne ich mir einen Kamelmilchshake. Ob die Hauptzutat von einem Sieger oder einem der Platzierten stammt, lässt sich dabei nicht eindeutig klären.
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Dicke Luft
Im Cockpit
Wüstenschiff
Wenn Hunde rennen
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Sport,
Vereinigte Arabische Emirate
Standort:
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Freitag, 19. Januar 2018
Wo laufen sie denn?
Die viel zitierte Frage kann ich beantworten, sie laufen in Iten. Alle.
Iten ist Kenias Läufermekka, inzwischen hat sich das herumgesprochen und viele Bleichgesichter quartieren sich hier zu Trainingszwecken ein. Die Höhenluft macht wohl den Unterschied, speziell in Zusammenhang mit dem hügeligen Gelände und dem vergleichsweise angenehmen Klima. Am schnellsten sind aber immer noch die Locals unterwegs, die haben halt schon ihr ganzes Leben im Höhentrainingslager verbracht. Jedenfalls haben hier bis früh um zehn und dann wieder ab nachmittags um fünf Läufer Vorfahrt. Zumindest mal sind mehr Zweibeiner im Laufschritt als in Normalgeschwindigkeit unterwegs. Und alle wollen sie ins internationale Geschäft, keiner ist hier, nur um ein paar Kilo abzunehmen. Nur die wenigsten davon werden es auch tatsächlich schaffen. Die haben dann dafür aber ausgesorgt, einige der Helden von einst betreiben hier inzwischen Hotels oder Trainingszentren.
Ein paar der Trainingsmethoden habe ich mir genauer angeschaut und werde das Gelernte demnächst anwenden, wenn ich das nächste Mal zum Auto laufe. Das mit den Parkplätzen ist bei mir im Viertel ja nicht immer ganz so einfach. Trotzdem bin ich am Ende froh, als ich wieder im Minibus nach Hause sitze: Endlich wieder normale Leute um mich herum.
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Sonn- und feiertags geschlossen
Fata Morgana
Durch dick und dünn
Springfield, woohoo!
Iten ist Kenias Läufermekka, inzwischen hat sich das herumgesprochen und viele Bleichgesichter quartieren sich hier zu Trainingszwecken ein. Die Höhenluft macht wohl den Unterschied, speziell in Zusammenhang mit dem hügeligen Gelände und dem vergleichsweise angenehmen Klima. Am schnellsten sind aber immer noch die Locals unterwegs, die haben halt schon ihr ganzes Leben im Höhentrainingslager verbracht. Jedenfalls haben hier bis früh um zehn und dann wieder ab nachmittags um fünf Läufer Vorfahrt. Zumindest mal sind mehr Zweibeiner im Laufschritt als in Normalgeschwindigkeit unterwegs. Und alle wollen sie ins internationale Geschäft, keiner ist hier, nur um ein paar Kilo abzunehmen. Nur die wenigsten davon werden es auch tatsächlich schaffen. Die haben dann dafür aber ausgesorgt, einige der Helden von einst betreiben hier inzwischen Hotels oder Trainingszentren.
Ein paar der Trainingsmethoden habe ich mir genauer angeschaut und werde das Gelernte demnächst anwenden, wenn ich das nächste Mal zum Auto laufe. Das mit den Parkplätzen ist bei mir im Viertel ja nicht immer ganz so einfach. Trotzdem bin ich am Ende froh, als ich wieder im Minibus nach Hause sitze: Endlich wieder normale Leute um mich herum.
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Sonn- und feiertags geschlossen
Fata Morgana
Durch dick und dünn
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Standort:
Iten, Kenia
Samstag, 14. Juni 2014
Dusche für alle
In der Gegend Brasiliens, in der man sich um das Wetter keine Gedanken machen muss, weil eigentlich immer die Sonne scheint, ist natürlich Ausnahmezustand, wenn es mal ordentlich schüttet. Die Sonne scheint nämlich nur eigentlich immer. In Kombination mit einem WM-Spiel, Sportart alle-drehen-komplett-am-Rad, waren wir dann schon bei zwei Ausnahmezuständen zur selben Zeit.
Es beginnt irgendwann mitten in der Nacht mit den ersten Tropfen und endet kurzzeitig gegen vier am Nachmittag. Die übrigen 8.748 Stunden des Jahres scheint aber sicher die Sonne. Jedenfalls gehen neben der Welt auch einige Autos unter und werden von geschäftstüchtigen Locals von der kanalisationslosen Hauptstraße geschoben. Diese existiert in der bekannten Form nicht mehr, es ist nur noch eine reißende Flut zu erkennen. Aber eigentlich scheint hier immer die Sonne.
Am Stadion angekommen stellt sich heraus, dass selbst Sepp Blatters Schergen vor dem Wetter kapituliert haben: Sämtliche offiziellen Fanartikel-Verkaufsstände bleiben heute leer. Auf der Tribüne wird dann klar, dass leider nicht alle Plätze überdacht sind. Eigentlich scheint ja hier auch immer die Sonne. Als erfahrener Stadionbesucher weiß man natürlich, was das Wichtigste in einer solchen Situation ist und trinkt das Bier zügig aus um ein Verwässern zu vermeiden. Apropos verwässern: Mittlerweile bildet sich auf den Rängen Aquaplaning, erste Besucher ziehen den Kürzeren gegen eine ziemlich rutschige Treppe. Atmosphärisch erinnert das Ganze an eine Dusche, aber eigentlich scheint ja das Ganze Jahr die Sonne.
Am Ende des Spiels steht es nicht nur auf dem Rasen 1:0 für Mexiko gegen Kamerun. Auch der Sombrero der Fans ist einfach bei Wasser von oben das deutlich geeignetere Accessoire als eine Perücke in den Landesfarben Kameruns. Die Afrikaner konnten das aber nicht wirklich ahnen, denn eigentlich scheint hier ja immer die Sonne.
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Regenrennen
Wetterfühlig
Regenzeit
Dunkle Wolken
Es beginnt irgendwann mitten in der Nacht mit den ersten Tropfen und endet kurzzeitig gegen vier am Nachmittag. Die übrigen 8.748 Stunden des Jahres scheint aber sicher die Sonne. Jedenfalls gehen neben der Welt auch einige Autos unter und werden von geschäftstüchtigen Locals von der kanalisationslosen Hauptstraße geschoben. Diese existiert in der bekannten Form nicht mehr, es ist nur noch eine reißende Flut zu erkennen. Aber eigentlich scheint hier immer die Sonne.
Am Stadion angekommen stellt sich heraus, dass selbst Sepp Blatters Schergen vor dem Wetter kapituliert haben: Sämtliche offiziellen Fanartikel-Verkaufsstände bleiben heute leer. Auf der Tribüne wird dann klar, dass leider nicht alle Plätze überdacht sind. Eigentlich scheint ja hier auch immer die Sonne. Als erfahrener Stadionbesucher weiß man natürlich, was das Wichtigste in einer solchen Situation ist und trinkt das Bier zügig aus um ein Verwässern zu vermeiden. Apropos verwässern: Mittlerweile bildet sich auf den Rängen Aquaplaning, erste Besucher ziehen den Kürzeren gegen eine ziemlich rutschige Treppe. Atmosphärisch erinnert das Ganze an eine Dusche, aber eigentlich scheint ja das Ganze Jahr die Sonne.
Am Ende des Spiels steht es nicht nur auf dem Rasen 1:0 für Mexiko gegen Kamerun. Auch der Sombrero der Fans ist einfach bei Wasser von oben das deutlich geeignetere Accessoire als eine Perücke in den Landesfarben Kameruns. Die Afrikaner konnten das aber nicht wirklich ahnen, denn eigentlich scheint hier ja immer die Sonne.
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Regenrennen
Wetterfühlig
Regenzeit
Dunkle Wolken
Standort:
Pipa, Brasilien
Samstag, 4. Februar 2012
Sportbegeisterung
Wie übrigens auch beim Fußball in Singapur ist das Publikum beim Basketball in Malaysia trotz eher überschaubaren Niveaus während des Spiels total aus dem Häuschen. Kurz zur Einordnung der Spielstärke: Malaysias Nachbarn in der Weltrangliste sind aktuell die Riesen aus Ruanda bzw. Saudi-Arabien.
In der Asiatischen Champions League geht’s dann entsprechend munter zur Sache, Gegner in Kuala Lumpur ist eine Truppe aus Bangkok. Ein paar wurffreudige und wieselflinke Asiaten werden mit ein paar Egozockern – Verzeihung, Spielern mit hervorragenden individuellen Qualitäten – aus den USA in einen Topf bzw. auf ein Parkett geworfen. Ein richtiges Zusammenspiel will dabei nicht entstehen, wenn sich jedoch mal jemand an die Tatsache erinnert, dass es sich hierbei um einen Mannschaftssport handelt, dann endet der Angriff fast immer mit Punkten.
Bekanntester Mann auf dem Platz ist Gästetrainer Joe Bryant, sein Sohn ist in Los Angeles eine ziemlich große Nummer. Der Vater hat immerhin auch gut 600 Spiele in der besten Liga der Welt gemacht und verdingt sich hier seit Anfang des Jahres als Entwicklungshelfer. Er hat noch viel zu tun. Dieses eine Spiel jedoch hat er mit seiner Truppe schon mal gewonnen und das auf sehr kuriose Art und Weise. Fünfzehn Sekunden vor Schluss macht ein erfolgreicher Verzweiflungswurf von der Mittellinie, wie er sonst nur in der allerletzten Sekunde abgefeuert wird, aus einem Rückstand von einem Punkt einen Vorsprung von zwei Punkten. Dieser sollte sich im weiteren Verlauf als uneinholbar erweisen.
Das Ende passt wunderbar ins Bild, das Spielniveau ist noch ausbaufähig, jedoch ist auf dem Platz zu jedem Zeitpunkt alles möglich. Und das Publikum hat bereits den Bezeichnung Weltklasse verdient - begeisterungsfähig, egal was auf dem Parkett fabriziert wird.
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Hohoe United
Nach Elfmeterschießen
Springfield, woohoo!
Klassisch
In der Asiatischen Champions League geht’s dann entsprechend munter zur Sache, Gegner in Kuala Lumpur ist eine Truppe aus Bangkok. Ein paar wurffreudige und wieselflinke Asiaten werden mit ein paar Egozockern – Verzeihung, Spielern mit hervorragenden individuellen Qualitäten – aus den USA in einen Topf bzw. auf ein Parkett geworfen. Ein richtiges Zusammenspiel will dabei nicht entstehen, wenn sich jedoch mal jemand an die Tatsache erinnert, dass es sich hierbei um einen Mannschaftssport handelt, dann endet der Angriff fast immer mit Punkten.
Bekanntester Mann auf dem Platz ist Gästetrainer Joe Bryant, sein Sohn ist in Los Angeles eine ziemlich große Nummer. Der Vater hat immerhin auch gut 600 Spiele in der besten Liga der Welt gemacht und verdingt sich hier seit Anfang des Jahres als Entwicklungshelfer. Er hat noch viel zu tun. Dieses eine Spiel jedoch hat er mit seiner Truppe schon mal gewonnen und das auf sehr kuriose Art und Weise. Fünfzehn Sekunden vor Schluss macht ein erfolgreicher Verzweiflungswurf von der Mittellinie, wie er sonst nur in der allerletzten Sekunde abgefeuert wird, aus einem Rückstand von einem Punkt einen Vorsprung von zwei Punkten. Dieser sollte sich im weiteren Verlauf als uneinholbar erweisen.
Das Ende passt wunderbar ins Bild, das Spielniveau ist noch ausbaufähig, jedoch ist auf dem Platz zu jedem Zeitpunkt alles möglich. Und das Publikum hat bereits den Bezeichnung Weltklasse verdient - begeisterungsfähig, egal was auf dem Parkett fabriziert wird.
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Hohoe United
Nach Elfmeterschießen
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Klassisch
Standort:
George Town, Malaysia
Freitag, 6. Januar 2012
Nachwuchsarbeit
Kricket ist eine Sportart, bei der selbst ich passen muss, mir erschließen sich der Spielverlauf und die Zählweise nicht wirklich. Aber wie in so vielen ehemals von England besetzten Ländern ist der Sport hier eine große Nummer, zumal Australien mit vier Titeln Rekordweltmeister ist. Seit ein paar Jahren haben die einst Unschlagbaren aber scheinbar Probleme mit dem Nachwuchs. Vielleicht ist auch die Sichtung in einem solch großen Land mit so geringer Bevölkerungsdichte nicht ganz so einfach.
Das führt nun dazu, dass das breit getretene Konzept der Casting-Shows nun auch im Bereich Kricket angewendet wird. Down Under sucht den nächsten Kricket-Superstar. Dem Sieger winken als Lohn ein Stipendium für ein Eliteinternat, das schon mehrere Nationalspieler hervorgebracht hat und ein Vertrag in seiner regionalen Profimannschaft. Die Jury besteht aus einem ehemaligen Spielführer der Nationalmannschaft, einem Trainer der Akademie und einer Fernsehexpertin. Bewertet werden – zumindest in der von mir gesehenen Folge – ausschließlich sportliche Fähigkeiten, auch wenn man teilweise Äpfel mit Birnen vergleicht, sofern Spieler verschiedener Positionen und somit unterschiedlicher Fähigkeiten gegeneinander antreten. Klingt aber trotzdem erstaunlich seriös für ein solches Format, scheinbar ist die Not im Lande ziemlich groß.
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Hohoe United
Der laufende Meter
Duale Ausbildung
Doppel(t) oder nichts
Das führt nun dazu, dass das breit getretene Konzept der Casting-Shows nun auch im Bereich Kricket angewendet wird. Down Under sucht den nächsten Kricket-Superstar. Dem Sieger winken als Lohn ein Stipendium für ein Eliteinternat, das schon mehrere Nationalspieler hervorgebracht hat und ein Vertrag in seiner regionalen Profimannschaft. Die Jury besteht aus einem ehemaligen Spielführer der Nationalmannschaft, einem Trainer der Akademie und einer Fernsehexpertin. Bewertet werden – zumindest in der von mir gesehenen Folge – ausschließlich sportliche Fähigkeiten, auch wenn man teilweise Äpfel mit Birnen vergleicht, sofern Spieler verschiedener Positionen und somit unterschiedlicher Fähigkeiten gegeneinander antreten. Klingt aber trotzdem erstaunlich seriös für ein solches Format, scheinbar ist die Not im Lande ziemlich groß.
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Doppel(t) oder nichts
Sonntag, 1. Januar 2012
Wenn Hunde rennen
Engländer und ihre Nachfahren wetten scheinbar nicht nur gerne auf Pferde, sondern auf alles was vier Beine hat. Da ich ab und an auch gerne wette, habe ich also in Sydney mal die Hunderennbahn besucht.
Vorgefunden habe ich ein Zockerparadies vom Feinsten, auf diversen Monitoren werden Rennen aus unterschiedlichsten Städten live übertragen, dazu flimmern ständig aktualisiert die passenden Quoten über den Bildschirm. Dabei sind die Zeitpläne verschiedener Renntage minutengenau aufeinander abgestimmt, so dass für den Sportfan keine Langeweile zwischen den Rennen vor Ort entsteht.
Ein Kommentator verfolgt das Geschehen mit nahezu ekstatischer Stimme, nach ziemlich genau dreißig Sekunden sind die Tiere im Ziel und haben etwas mehr als einen halben Kilometer zurückgelegt. Warum die Hunde dabei wie von der Tarantel gestochen hinter einem Plüschhasen her rennen, bleibt mir allerdings schleierhaft.
Beim Zieleinlauf ertönt hier und da ein spitzer Schrei eines Gewinners oder kopfschüttelnd wird ein erfolgloser Tippschein in den Papierkorb befördert. Ich bin zwar nicht ganz leer ausgegangen, habe aber fast schon zuverlässig die Platzwette für den Vierten abgeschlossen. Außerdem habe ich gelernt, dass Hunde mit Namen wie "Bye Bye Bucks" (übersetzt in etwa "Auf Wiedersehen ihr Scheinchen") nicht unbedingt als sichere Bank gelten können.
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Wenn Kamele rennen
SJ Kim, der VFL Amsterdam und zwei grundverschiedene Toiletten
Reisebericht Sydney - Verschnaufpause
Auf den Hund gekommen
Vorgefunden habe ich ein Zockerparadies vom Feinsten, auf diversen Monitoren werden Rennen aus unterschiedlichsten Städten live übertragen, dazu flimmern ständig aktualisiert die passenden Quoten über den Bildschirm. Dabei sind die Zeitpläne verschiedener Renntage minutengenau aufeinander abgestimmt, so dass für den Sportfan keine Langeweile zwischen den Rennen vor Ort entsteht.
Ein Kommentator verfolgt das Geschehen mit nahezu ekstatischer Stimme, nach ziemlich genau dreißig Sekunden sind die Tiere im Ziel und haben etwas mehr als einen halben Kilometer zurückgelegt. Warum die Hunde dabei wie von der Tarantel gestochen hinter einem Plüschhasen her rennen, bleibt mir allerdings schleierhaft.
Beim Zieleinlauf ertönt hier und da ein spitzer Schrei eines Gewinners oder kopfschüttelnd wird ein erfolgloser Tippschein in den Papierkorb befördert. Ich bin zwar nicht ganz leer ausgegangen, habe aber fast schon zuverlässig die Platzwette für den Vierten abgeschlossen. Außerdem habe ich gelernt, dass Hunde mit Namen wie "Bye Bye Bucks" (übersetzt in etwa "Auf Wiedersehen ihr Scheinchen") nicht unbedingt als sichere Bank gelten können.
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Wenn Kamele rennen
SJ Kim, der VFL Amsterdam und zwei grundverschiedene Toiletten
Reisebericht Sydney - Verschnaufpause
Auf den Hund gekommen
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts
Sozusagen aus Versehen bin ich mitten in die im Stadtgebiet in keinster Weise beworbenen Segelweltmeisterschaften geraten, die der Royal Perth Yacht Club zurzeit ausrichtet. Nichts ahnend ist mir am Strand in Fremantle zunächst eine größere Meute aufgefallen, jeder hat ein Surfbrett zum Wasser getragen. Das ist erstmal nichts Besonderes an Australiens Küsten, wenn aber alle Segel über Kennung und Landesflagge verfügen, wird selbst mir als Landratte klar, dass es um etwas geht. Dass dieses etwas die WM ist, stellt sich wenig später heraus.
In einer Strandbar werden über Lautsprecher Rennkommentare (Highlight zum Thema Flaute: Sobald irgendwo jemand eine Haustür aufmacht, ändern sich hier die Verhältnisse.) über einen eigens eingerichteten Sender verbreitet. Überall im Hafengelände hängen Werbebanner herum, es gibt eine Art Fanzone. Und auf der Hafenmole ist eine Zuschauertribüne aufgebaut, auf der sich außer mir ganze drei Leute tummeln. Eine Mutter mit Kleinkind, die wohl froh ist, sich mal hinsetzen zu können und ein gut Vorbereiteter mit Fernglas. Der klärt mich über die wesentlichen Fakten auf, aber trotz aller Euphorie seinerseits springt der Funke bei mir nicht wirklich über. Denn Segeln ist jetzt nicht gerade der zuschauerfreundlichste Sport der Welt. Irgendwo am Horizont findet das Rennen statt, alle Boote sehen aus der Ferne und in die Sonne blickend gleich und furchtbar klein aus. Und auf die Fernsehleinwand werden keine Livebilder, sondern nur Computeranimationen projiziert, die den Rennverlauf zeigen. Da schaue ich mir doch in drei Tagen lieber ein Fußballspiel an.
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Wenn Kamele rennen
Ich sehe was, was Du nicht siehst
Nachwuchsarbeit
Klassisch
In einer Strandbar werden über Lautsprecher Rennkommentare (Highlight zum Thema Flaute: Sobald irgendwo jemand eine Haustür aufmacht, ändern sich hier die Verhältnisse.) über einen eigens eingerichteten Sender verbreitet. Überall im Hafengelände hängen Werbebanner herum, es gibt eine Art Fanzone. Und auf der Hafenmole ist eine Zuschauertribüne aufgebaut, auf der sich außer mir ganze drei Leute tummeln. Eine Mutter mit Kleinkind, die wohl froh ist, sich mal hinsetzen zu können und ein gut Vorbereiteter mit Fernglas. Der klärt mich über die wesentlichen Fakten auf, aber trotz aller Euphorie seinerseits springt der Funke bei mir nicht wirklich über. Denn Segeln ist jetzt nicht gerade der zuschauerfreundlichste Sport der Welt. Irgendwo am Horizont findet das Rennen statt, alle Boote sehen aus der Ferne und in die Sonne blickend gleich und furchtbar klein aus. Und auf die Fernsehleinwand werden keine Livebilder, sondern nur Computeranimationen projiziert, die den Rennverlauf zeigen. Da schaue ich mir doch in drei Tagen lieber ein Fußballspiel an.
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Wenn Kamele rennen
Ich sehe was, was Du nicht siehst
Nachwuchsarbeit
Klassisch
Labels:
Australien,
Sport
Standort:
Fremantle, Australien
Mittwoch, 23. November 2011
And the Oscar goes to Brisbane
Zugegeben nicht ganz Oscar, aber ausgesprochen wird der Name fast genauso. Die Rede ist von meinem Sitznachbarn im Flugzeug von Nadi nach Brisbane, Osea Kolinisau. Der Herr ist wie seine Teamkollegen in der Nationalmannschaft auf dem Weg zu einem der wichtigsten Rugby-Sevens-Turniere der Welt. Die Truppe betritt den Flieger zuletzt und er muss sich zwischen mich und einen anderen Herrn, der am Fenster sitzt, in den mittleren Sitz quetschen. Ein „B“ auf einer Bordkarte ist meistens ganz schlecht. Die Kollegen laufen feixend an ihm vorbei und ich erbarme mich und biete ihm den Platz am Gang an.
Anschließend unterhalten wir uns ein wenig über das bevorstehende Turnier und ich vermute stark, dass er in seiner Heimat wohl eine ziemliche Berühmtheit ist. Denn erstens sind die Inseln im Rugby-Sevens eine Macht und zweitens ist die Sportart mit Abstand die Nummer eins im Lande. Im Übrigen ist er wie ich auf einer Weltreise, die anschließenden Spiele finden im Wochentakt in Dubai und im südafrikanischen Port Elizabeth statt.
Während ich so neben dem Schrank sitze, fällt mir ein Vergleich zu den deutschen Fußballspielern ein. Ich habe immer das Gefühl, dass ein ganzer Flughafen für den Sonderflug der feinen Herren von der Nationalelf gesperrt wird. Fidschis Rugbyspieler hingegen müssen mit einer Linienmaschine und in der Holzklasse reisen. Aber dafür ist der Service bei Air Pacific besser als bei der Lufthansa.
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Hohoe United
300
Leute Leute Leute
Neulich bei Air New Zealand
Anschließend unterhalten wir uns ein wenig über das bevorstehende Turnier und ich vermute stark, dass er in seiner Heimat wohl eine ziemliche Berühmtheit ist. Denn erstens sind die Inseln im Rugby-Sevens eine Macht und zweitens ist die Sportart mit Abstand die Nummer eins im Lande. Im Übrigen ist er wie ich auf einer Weltreise, die anschließenden Spiele finden im Wochentakt in Dubai und im südafrikanischen Port Elizabeth statt.
Während ich so neben dem Schrank sitze, fällt mir ein Vergleich zu den deutschen Fußballspielern ein. Ich habe immer das Gefühl, dass ein ganzer Flughafen für den Sonderflug der feinen Herren von der Nationalelf gesperrt wird. Fidschis Rugbyspieler hingegen müssen mit einer Linienmaschine und in der Holzklasse reisen. Aber dafür ist der Service bei Air Pacific besser als bei der Lufthansa.
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Neulich bei Air New Zealand
Standort:
Brisbane, Australien
Montag, 24. Oktober 2011
Aus und vorbei
Neuseeland ist Rugby-Weltmeister 2011. Nach 1987 und zwischenzeitlich fünf Turnieren bei denen man mit schöner Regelmäßigkeit als großer Favorit an- und als überraschend zeitig ausgeschiedene Mannschaft wieder abgereist ist, hat es nun auf heimischem Boden endlich wieder zum Titel gereicht. Die wochenlange Unterstützung im ganzen Lande hat sich offensichtlich bezahlt gemacht.
Das Finale gegen den - wie es hier so schön im Vorfeld hieß - Witz des Turniers, Frankreich, war eigentlich nur reine Formsache. Lediglich über die Höhe des Sieges wurde im Vorfeld debattiert – in etwa zwanzig Punkte Vorsprung sollten es schon sein. Die Franzosen, als erste Mannschaft überhaupt mit zwei Niederlagen im Turnier so weit gekommen, waren nur unter tatkräftiger Mithilfe der Gegnerschaft und quasi aus Versehen ins Endspiel geraten. Aber die alte Sepp Herberger-Strategie (beim Vorrundenspiel nur die zweite Mannschaft einsetzen und denselben Gegner im Finale in Sicherheit wiegen) hätte um ein Haar erneut Erfolg gehabt.
Denn die All Blacks waren wohl doch ein wenig nervös oder eben unkonzentriert und haben unterwegs einige Punkte liegen lassen. Das Spiel war wirklich bis zur allerletzten Sekunde offen, so dass auch in der rappelvollen Fanzone im Hafen von Wellington zunächst eher Zittern statt Feierlaune angesagt war. Nach dem Abpfiff beim Stand von 8:7 für die Kiwis brachen dann aber alle Dämme. Bis in die Morgenstunden wurde auf den Straßen und in den Bars gefeiert, getanzt und spontan der Haka, der Kriegstanz der Māori, den auch die Mannschaft vor jedem Spiel aufführt, zelebriert. Gut, dass der heutige Montag, der Tag nach dem Endspiel, ein Feiertag ist.
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Aller guten Dinge sind 14
Leicht verkatert
Reisebericht Wellington - Die liebenswerteste kleine Hauptstadt weltweit
Auswärtsspiel
Das Finale gegen den - wie es hier so schön im Vorfeld hieß - Witz des Turniers, Frankreich, war eigentlich nur reine Formsache. Lediglich über die Höhe des Sieges wurde im Vorfeld debattiert – in etwa zwanzig Punkte Vorsprung sollten es schon sein. Die Franzosen, als erste Mannschaft überhaupt mit zwei Niederlagen im Turnier so weit gekommen, waren nur unter tatkräftiger Mithilfe der Gegnerschaft und quasi aus Versehen ins Endspiel geraten. Aber die alte Sepp Herberger-Strategie (beim Vorrundenspiel nur die zweite Mannschaft einsetzen und denselben Gegner im Finale in Sicherheit wiegen) hätte um ein Haar erneut Erfolg gehabt.
Denn die All Blacks waren wohl doch ein wenig nervös oder eben unkonzentriert und haben unterwegs einige Punkte liegen lassen. Das Spiel war wirklich bis zur allerletzten Sekunde offen, so dass auch in der rappelvollen Fanzone im Hafen von Wellington zunächst eher Zittern statt Feierlaune angesagt war. Nach dem Abpfiff beim Stand von 8:7 für die Kiwis brachen dann aber alle Dämme. Bis in die Morgenstunden wurde auf den Straßen und in den Bars gefeiert, getanzt und spontan der Haka, der Kriegstanz der Māori, den auch die Mannschaft vor jedem Spiel aufführt, zelebriert. Gut, dass der heutige Montag, der Tag nach dem Endspiel, ein Feiertag ist.
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Sport
Standort:
Wellington, Neuseeland
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Neulich bei Air New Zealand
Als Vielflieger kennt man die Sicherheitsbelehrung im Vorprogramm des eigentlichen Fluges schon fast auswendig und das Stewardessenballett ist ja auch nicht mehr das, was es einmal war. Die meisten Fluggesellschaften ersparen den Gästen und vor allem ihrem eigenen Personal heutzutage diese gymnastischen Einlagen. Meistens werden die Passagiere stattdessen mit einer mehr oder weniger lieblos animierten Sequenz gequält, die das bordeigene Unterhaltungssystem kurzzeitig lahmlegt.
Bei Air New Zealand, der Fluglinie des Gastgeberlandes der Rugby-WM, aber konnte ich neulich folgendes Video sehen, das vor allem Leuten mit Ahnung von diesem Sport großen Spaß macht. Für alle anderen erfolgt am Ende zumindest eine Auflistung der teilnehmenden Promis wobei noch verraten sei, dass mit All Blacks das neuseeländische Rugby-Team gemeint ist.
Nun aber Film ab.
Und falls der Link nicht mehr funktioniert, einfach bei YouTube nach "Air New Zealand - Crazy About Rugby - Safety Video" suchen.
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Eiszeit
And the Oscar goes to Brisbane
Aus und vorbei
Auswärtsspiel
Bei Air New Zealand, der Fluglinie des Gastgeberlandes der Rugby-WM, aber konnte ich neulich folgendes Video sehen, das vor allem Leuten mit Ahnung von diesem Sport großen Spaß macht. Für alle anderen erfolgt am Ende zumindest eine Auflistung der teilnehmenden Promis wobei noch verraten sei, dass mit All Blacks das neuseeländische Rugby-Team gemeint ist.
Nun aber Film ab.
Und falls der Link nicht mehr funktioniert, einfach bei YouTube nach "Air New Zealand - Crazy About Rugby - Safety Video" suchen.
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Eiszeit
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Aus und vorbei
Auswärtsspiel
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Neuseeland,
Sport,
Transport
Standort:
Rotorua, Neuseeland
Dienstag, 4. Oktober 2011
Auswärtsspiel
Fritz-Walter-Wetter (für alle nicht ganz so fußballverrückten: Regen in Form von Bindfäden bei eher durchschnittlichen Temperaturen) ist nicht so jedermanns Sache, und schon gleich gar nicht das Wetter für Rugbyspieler aus Fidschi. Und ich, selbst einen Tag vorher noch am Strand von Rarotonga unterwegs, kann das gut nachvollziehen. Auch die Fans aus dem pazifischen Raum wirken in Regenjacken, langen Jeans und festen Schuhen irgendwie unglaubwürdig.
Wohlwollend geschätzte zehn Grad und dazu noch ein leichter Wind machen einem Spieler das Leben nicht gerade leichter, erst recht, wenn man auf einem am Ende glitschigen Rasen einem eiförmigen Ball hinterher jagt. Britisches Wetter und zugegebenermaßen die spielerisch deutlich höhere Qualität lassen den Spielern von den Inseln keine Chance. Dementsprechend einseitig ist dann auch das Endergebnis: 66:0 für den Gegner aus Wales.
Dabei fallen die letzten Punkte auf sehr kuriose Art und Weise. Ein Rugbyspiel ist normalerweise bei der ersten Spielunterbrechung nach Ablauf der regulären Spielzeit zu Ende. Was zur Folge hat, dass die führende Mannschaft, sofern in Ballbesitz, das Spielgerät einfach ins Aus befördert. So war es auch der Plan der Waliser beim Stand von 59:0, jedoch rutscht ein Spieler beim Kicken des Balles so weg, dass das Ei nicht ins Aus, sondern zu einem Mitspieler trudelt. Daraus entwickeln sich schließlich spielbeendende weitere sieben Zähler für den Sieger.
Etwas habe ich beim Spiel gelernt: Beim Rugby ist es sehr wichtig, auf welcher Tribüne man als Zuschauer steht oder sitzt. Davon hängt nämlich ab, ob man den Regen ins Gesicht oder in den Rücken bekommt.
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Handgepäck
And the Oscar goes to Brisbane
Aus und vorbei
Regenzeit
Wohlwollend geschätzte zehn Grad und dazu noch ein leichter Wind machen einem Spieler das Leben nicht gerade leichter, erst recht, wenn man auf einem am Ende glitschigen Rasen einem eiförmigen Ball hinterher jagt. Britisches Wetter und zugegebenermaßen die spielerisch deutlich höhere Qualität lassen den Spielern von den Inseln keine Chance. Dementsprechend einseitig ist dann auch das Endergebnis: 66:0 für den Gegner aus Wales.
Dabei fallen die letzten Punkte auf sehr kuriose Art und Weise. Ein Rugbyspiel ist normalerweise bei der ersten Spielunterbrechung nach Ablauf der regulären Spielzeit zu Ende. Was zur Folge hat, dass die führende Mannschaft, sofern in Ballbesitz, das Spielgerät einfach ins Aus befördert. So war es auch der Plan der Waliser beim Stand von 59:0, jedoch rutscht ein Spieler beim Kicken des Balles so weg, dass das Ei nicht ins Aus, sondern zu einem Mitspieler trudelt. Daraus entwickeln sich schließlich spielbeendende weitere sieben Zähler für den Sieger.
Etwas habe ich beim Spiel gelernt: Beim Rugby ist es sehr wichtig, auf welcher Tribüne man als Zuschauer steht oder sitzt. Davon hängt nämlich ab, ob man den Regen ins Gesicht oder in den Rücken bekommt.
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Handgepäck
And the Oscar goes to Brisbane
Aus und vorbei
Regenzeit
Labels:
Neuseeland,
Sport
Standort:
Hamilton, Neuseeland
Freitag, 2. September 2011
Springfield, woohoo!
Ich habe heute einen Ausflug nach Springfield unternommen. Allerdings nicht vom Gelbfieber gepackt auf der Suche nach 742 Evergreen Terrace samt Homer Simpson oder Krusty dem Clown, sondern auf den Spuren von Michael Jordan und Magic Johnson. In Springfield, Massachusetts, befindet sich nämlich die Basketball Hall of Fame, die Ruhmeshalle des Sports.
Hier sind all jene vertreten, die in der Geschichte des Sports wortwörtlich große Fußspuren hinterlassen haben, entsprechend herrscht hier eine Atmosphäre wie ich sie bisher nur im Ferrari-Museum in Maranello erlebt habe. Fans lassen sich gegenseitig für Schnappschüsse den Vortritt und ansonsten wird selig in Erinnerungen geschwelgt oder man murmelt Anerkennendes zu den diversen Höhepunkten des Sports, die man hier noch mal erleben kann.
Und auch Leute, die nicht auf Anhieb erklären können, warum es für einen Freiwurf nur einen Punkt gibt, obwohl der Ball von viel weiter weg als bei manch anderem Zweipunktwurf versenkt wird, können hier jede Menge Spaß haben. Nicht zuletzt auf dem Basketballfeld im Erdgeschoss. Obwohl im nicht ganz basketballtauglichen Outfit unterwegs, habe ich natürlich einen Ball versenkt und mich dann schweren Herzens aber doch schleunigst auf den Weg zurück zum Bus gemacht. Für einen Abstecher zu Moes Taverne blieb leider keine Zeit.
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Irgendwas mit Sport
Freigetränke
Sportbegeisterung
Schatten der Vergangenheit (4)
Hier sind all jene vertreten, die in der Geschichte des Sports wortwörtlich große Fußspuren hinterlassen haben, entsprechend herrscht hier eine Atmosphäre wie ich sie bisher nur im Ferrari-Museum in Maranello erlebt habe. Fans lassen sich gegenseitig für Schnappschüsse den Vortritt und ansonsten wird selig in Erinnerungen geschwelgt oder man murmelt Anerkennendes zu den diversen Höhepunkten des Sports, die man hier noch mal erleben kann.
Und auch Leute, die nicht auf Anhieb erklären können, warum es für einen Freiwurf nur einen Punkt gibt, obwohl der Ball von viel weiter weg als bei manch anderem Zweipunktwurf versenkt wird, können hier jede Menge Spaß haben. Nicht zuletzt auf dem Basketballfeld im Erdgeschoss. Obwohl im nicht ganz basketballtauglichen Outfit unterwegs, habe ich natürlich einen Ball versenkt und mich dann schweren Herzens aber doch schleunigst auf den Weg zurück zum Bus gemacht. Für einen Abstecher zu Moes Taverne blieb leider keine Zeit.
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Freigetränke
Sportbegeisterung
Schatten der Vergangenheit (4)
Standort:
Springfield, USA
Donnerstag, 1. September 2011
Doppel(t) oder nichts
Das amerikanische Herrentennis liegt seit Anfang des Jahrtausends brach. Nach Spielern wie Sampras, Agassi, Chang und Courier kam erstmal nicht mehr viel. Andy Roddick hat zwar einmal die US Open gewonnen, insgesamt aber wie so viele seiner Generation das Pech, spätestens im Finale eines jeden großen Turniers entweder auf Roger Federer oder auf Rafael Nadal zu treffen. Das bessere Ende hat dann einer der beiden letztgenannten für sich.
Im Doppel hingegen sieht die Sache anders aus. Die Zwillinge Bob und Mike Bryan sind seit Jahren an der Spitze der Weltrangliste und somit beim (amerikanischen) Publikum entsprechend beliebt. Das Erstrundenspiel der Brüder auf dem viertgrößten Platz war dementsprechend gefragt. Clever, wer sich zumindest das Ende des vorherigen Spiels angeschaut hat, um seinen Platz sicher zu haben. Als das Doppel beginnt, ist jedenfalls keine Lücke mehr auf den Tribünen zu erspähen und es bilden sich lange Schlangen an den Eingängen. Gegner gibt’s auch, Ivo Karlovic (Kroatien) und der selbst in heimatlichen Fachkreisen eher unbekannte Frank Moser aus Baden-Baden bringen es zusammen auf Weltranglistenplatz 258 und haben hier das große Los gezogen. Der Kroate spielt im Einzel dann und wann gefährlich auf, aber im Doppel traut man ihm und seinem Partner hier nicht viel bis gar nichts zu. Das ändert sich auch nicht, nachdem die beiden den ersten Satz mit 6:4 gewonnen haben. Denn dann legen die Zwillinge los. Nach einem perfekten Satz (15 Gewinnschläge gegenüber null unerzwungenen Fehlern) scheint das Match gedreht. Doch dann geschieht das schier unglaubliche. Die Bryans verlieren ohne jegliches erkennbare Aufbäumen den dritten Satz mit 6:2 und sind damit ausgeschieden. Publikum und Spieler reagieren recht verdutzt und die Nachricht verbreitet sich auf der Anlage wie ein Lauffeuer. Mehrfach raunt es danach um mich herum Die Bryans haben verloren. Aus der Traum. Vielleicht klappt’s ja für einen der beiden im gemischten Doppel.
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Sportbegeisterung
Nachwuchsarbeit
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts
Klassisch
Im Doppel hingegen sieht die Sache anders aus. Die Zwillinge Bob und Mike Bryan sind seit Jahren an der Spitze der Weltrangliste und somit beim (amerikanischen) Publikum entsprechend beliebt. Das Erstrundenspiel der Brüder auf dem viertgrößten Platz war dementsprechend gefragt. Clever, wer sich zumindest das Ende des vorherigen Spiels angeschaut hat, um seinen Platz sicher zu haben. Als das Doppel beginnt, ist jedenfalls keine Lücke mehr auf den Tribünen zu erspähen und es bilden sich lange Schlangen an den Eingängen. Gegner gibt’s auch, Ivo Karlovic (Kroatien) und der selbst in heimatlichen Fachkreisen eher unbekannte Frank Moser aus Baden-Baden bringen es zusammen auf Weltranglistenplatz 258 und haben hier das große Los gezogen. Der Kroate spielt im Einzel dann und wann gefährlich auf, aber im Doppel traut man ihm und seinem Partner hier nicht viel bis gar nichts zu. Das ändert sich auch nicht, nachdem die beiden den ersten Satz mit 6:4 gewonnen haben. Denn dann legen die Zwillinge los. Nach einem perfekten Satz (15 Gewinnschläge gegenüber null unerzwungenen Fehlern) scheint das Match gedreht. Doch dann geschieht das schier unglaubliche. Die Bryans verlieren ohne jegliches erkennbare Aufbäumen den dritten Satz mit 6:2 und sind damit ausgeschieden. Publikum und Spieler reagieren recht verdutzt und die Nachricht verbreitet sich auf der Anlage wie ein Lauffeuer. Mehrfach raunt es danach um mich herum Die Bryans haben verloren. Aus der Traum. Vielleicht klappt’s ja für einen der beiden im gemischten Doppel.
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