Eigentlich ist es ganz einfach. Auf meinen Anruf hin werde ich vom Gastgeber bzw. seinem Angestellten an der 15 Kilometer außerhalb des Ortes gelegenen Schnorchelstelle abgeholt und über die Schnellstraße zur Unterkunft gefahren. Eigentlich ist es ganz einfach.
Stattdessen geht es nach der Hälfte der Strecke erst auf die Gegenfahrbahn, dann ein wenig querfeldein. Schließlich zurück zur Gegenfahrbahn. Dort warten auf dem Standstreifen die Chefin des Hauses in ihrem Auto und warnt vor einer Polizeikontrolle. Dazu übergibt sie für den Fall der Fälle noch Papiere für das Fahrzeug. Weiter gehts über Stock und Stein, eine behelfsmäßige Piste und durch eine Baustelle zur parallel verlaufenden Küstenstraße. Von dort aus dann irgendwann im Ort wieder zurück auf die ursprüngliche Strecke. Auch auffällig viele andere Fahrzeuge nehmen diese Route in der Gegenrichtung.
Den Kontakt mit der Staatsmacht kann keiner wollen. Die Herrschaften würden wohl gerne ihr mickriges Gehalt aufbessern, ob es einen wirklichen Grund für eine Strafe gibt, scheint dabei beinahe egal. Es wird auf jeden Fall einer gefunden werden. Wie es an anderer Stelle mal so schön hieß: Einfach, weil sie es können.
Das Mobil zum Beispiel verfügt über einen amtlichen Riss in der Frontscheibe, der immerhin mit Tesafilm überklebt ist, und über mindestens einen äußerst wackligen Rückspiegel. Alles Straftatbestände, die sicherlich einen Bonus für die Staatsdiener rechtfertigen würden, denn die Beweise lassen sich in dem Fall schlecht vernichten. Davon, dass der Gast aus Europa ohne Ausweisdokument unterwegs ist, war noch nicht mal die Rede.
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Durch die Nacht mit Wahad
Ein Tag im Zeichen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Fährt ein Bus durch einen Tunnel
Fehlpass
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Donnerstag, 16. September 2021
Stadtrundfahrt
Labels:
Ägypten,
Offizielle(s),
Transport
Standort:
Marsa Alam, Ägypten
Mittwoch, 15. September 2021
Versteckte Kamera
Kairo, Al Azhar-Park, am Parkeingang. Dass man für die einzige ernstzunehmende Grünfläche Kairos ein geringes Entgelt zahlen muss, kann ich noch verstehen. Immerhin hat man aus der hier ursprünglich ansässigen Müllkippe doch etwas Ansehnliches gezaubert. Aber dass das Mitführen der Kamera in einem öffentlichen Park das Zwölffache des Eintritts kosten soll, ist dann doch etwas übertrieben.
Diese Vorgehensweise ist hier grundsätzlich nicht unüblich und in der Regel auch unmissverständlich auf der Preistafel erwähnt. In diesem Fall allerdings nicht, und das Verhältnis zum Eintrittspreis ist auch deutlich höher als sonst. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Fotos mit Mobiltelefonen sind übrigens erlaubt, aber da passe ich selbstverständlich. Jedenfalls schließe ich meinen Rucksack wieder und bin gerne bereit, selbigen samt Fotogerät am Einlass zurückzulassen. Der vermutliche Grund für das überteuerte Extraticket stellt sich kurz nach dem Einlass vor, ein Fotograf bietet seine Dienste an. Gegen ordentlich Cash, versteht sich - wer hätte das gedacht.
Apropos wer hätte das gedacht: Ich habe natürlich neben der großen Kamera im Rucksack noch eine zweite, kleinere in der Hosentasche. Aber die Dollarzeichen in den Augen der ausführenden Organe haben wohl den Blick für das Wesentliche etwas verdeckt. Somit kann ich dann, immer vorsichtig denn auch im Park sehen Offiziellen nach dem Rechten, trotzdem fotografieren.
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Jeder nur ein Foto
Slovenia!
Kuwait ist ZENSIERT
Wo ist das Problem?
Diese Vorgehensweise ist hier grundsätzlich nicht unüblich und in der Regel auch unmissverständlich auf der Preistafel erwähnt. In diesem Fall allerdings nicht, und das Verhältnis zum Eintrittspreis ist auch deutlich höher als sonst. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Fotos mit Mobiltelefonen sind übrigens erlaubt, aber da passe ich selbstverständlich. Jedenfalls schließe ich meinen Rucksack wieder und bin gerne bereit, selbigen samt Fotogerät am Einlass zurückzulassen. Der vermutliche Grund für das überteuerte Extraticket stellt sich kurz nach dem Einlass vor, ein Fotograf bietet seine Dienste an. Gegen ordentlich Cash, versteht sich - wer hätte das gedacht.
Apropos wer hätte das gedacht: Ich habe natürlich neben der großen Kamera im Rucksack noch eine zweite, kleinere in der Hosentasche. Aber die Dollarzeichen in den Augen der ausführenden Organe haben wohl den Blick für das Wesentliche etwas verdeckt. Somit kann ich dann, immer vorsichtig denn auch im Park sehen Offiziellen nach dem Rechten, trotzdem fotografieren.
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Jeder nur ein Foto
Slovenia!
Kuwait ist ZENSIERT
Wo ist das Problem?
Labels:
Ägypten,
Unmoralisches Angebot
Standort:
Kairo, Ägypten
Montag, 13. September 2021
Slovenia!
Nicht nur die Leber wächst bekanntlich mit ihren Aufgaben, dasselbe gilt selbstverständlich auch für Abwehrstrategien. Im Falle von Luxor geht es dabei um Strategien zur Abwehr von Angeboten durch Taxifahrer, Bootskapitäne und vor allem Betreibern von Pferdekutschen. Letztere sind in einer Mannstärke vertreten, die ungefähr der der chinesischen Volksbefreiungsarmee entsprechen muss. Luxor spielt definitiv in der ersten Liga des Hey my friend, good price.
Das Problem mit dem Geschäftsmodell der Kollegen ist aber, dass die Pferdekutschen im Gegensatz zu Autos und Booten auch dann fressen, wenn sie nicht benutzt werden. Daher wächst die Aufdringlichkeit der Kollegen proportional zur finanziellen Not. Erst recht, wenn wie aktuell die Gästezahlen eher überschaubar sind. Alle paar Meter hagelt es Angebote, schon der Einstiegs- ist ein Spottpreis und fällt noch weiter in den Keller. Kurz überlege ich, den geforderten Preis zu zahlen ohne die Fahrt in Anspruch zu nehmen, nur damit es aufhört. Spontan dazu nur zwei Worte: Furcht. Bar.
Aber zurück zur Abwehrstrategie, ich habe eine für mich perfekte gefunden. Egal ob gegen Taxis, Boote oder Kutschen. Und die geht so: Erstmal gar nicht reagieren, und wenn das nicht reicht mit sehr schlechtem Englisch erklären, dass mein kein Englisch spricht. Daraufhin die wie aus der Pistole geschossen Anfragen auf Französisch, Spanisch und Russisch abwarten. Und zum Schluss mit fragendem Blick "Slovenia" sagen. Ende der Verhandlung. Hat bisher immer geklappt. Allerdings einmal auch nur kurzfristig, irgendwann erkennt mich einer wieder, grüßt mit Hey, Slovenia! und rasselt wieder auf Englisch los. Aber meine Strategie greift bei ihm auch ein zweites Mal.
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Irrläufer
Handelsbilanz
Hey my friend
Der Vorortzug
Das Problem mit dem Geschäftsmodell der Kollegen ist aber, dass die Pferdekutschen im Gegensatz zu Autos und Booten auch dann fressen, wenn sie nicht benutzt werden. Daher wächst die Aufdringlichkeit der Kollegen proportional zur finanziellen Not. Erst recht, wenn wie aktuell die Gästezahlen eher überschaubar sind. Alle paar Meter hagelt es Angebote, schon der Einstiegs- ist ein Spottpreis und fällt noch weiter in den Keller. Kurz überlege ich, den geforderten Preis zu zahlen ohne die Fahrt in Anspruch zu nehmen, nur damit es aufhört. Spontan dazu nur zwei Worte: Furcht. Bar.
Aber zurück zur Abwehrstrategie, ich habe eine für mich perfekte gefunden. Egal ob gegen Taxis, Boote oder Kutschen. Und die geht so: Erstmal gar nicht reagieren, und wenn das nicht reicht mit sehr schlechtem Englisch erklären, dass mein kein Englisch spricht. Daraufhin die wie aus der Pistole geschossen Anfragen auf Französisch, Spanisch und Russisch abwarten. Und zum Schluss mit fragendem Blick "Slovenia" sagen. Ende der Verhandlung. Hat bisher immer geklappt. Allerdings einmal auch nur kurzfristig, irgendwann erkennt mich einer wieder, grüßt mit Hey, Slovenia! und rasselt wieder auf Englisch los. Aber meine Strategie greift bei ihm auch ein zweites Mal.
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Irrläufer
Handelsbilanz
Hey my friend
Der Vorortzug
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Ägypten,
Dienstleister
Standort:
Luxor, Ägypten
Samstag, 11. September 2021
Influenza
Schöne neue Welt, die Damen und Herren Influencer haben es auch nicht leicht im Leben. Das habe ich im altehrwürdigen Luxor Tempel bewundern dürfen. Zur Ausstattung gehören hitzebeständiges Make-Up, Schuhe mit halbhohen Absätzen, ein Kleid mit dünnen Trägerchen und reichlich Ausschnitt vorn wie hinten sowie etwas, das aussieht wie ein halbes Hamsterrad und wahrscheinlich eine total schicke Handtasche darstellen soll. Ein Fotograf als Erfüllungsgehilfe ist auch mit von der Partie.
Die Anlage wird vor allem unter Gesichtspunkten von optimalen Bildhintergründen erkundet, die Dame ist wunderbar in Szene gesetzt, aber dann latschen halt ständig irgendwelche Leute durchs Bild, die sich aus anderen Gründen den Tempel anschauen. In der Zwischenzeit kann man wenigstens mal mit dem Smartphone schnell ein paar Schnappschüsse von alten Steinen machen. Lässt sich bestimmt auch prima bei Facebook hochladen.
Dann aber doch schnell wieder zurück zum Geschäftlichen, die Accessoires werden schließlich fachgerecht in Szene gesetzt. Ich mache keine solchen Bilder, deswegen habe ich auch keine Fantastilliarden an Followern und muss meinen Urlaub selbst zahlen. Aber so eine Handtasche zu tragen, dazu sehe ich mich wirklich nicht in der Lage.
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Foto oder kein Foto, das ist hier die Frage
Das Internet vergisst nie
Schönheit liegt im Auge des Betrachters
Zurück zu den Anfängen
Die Anlage wird vor allem unter Gesichtspunkten von optimalen Bildhintergründen erkundet, die Dame ist wunderbar in Szene gesetzt, aber dann latschen halt ständig irgendwelche Leute durchs Bild, die sich aus anderen Gründen den Tempel anschauen. In der Zwischenzeit kann man wenigstens mal mit dem Smartphone schnell ein paar Schnappschüsse von alten Steinen machen. Lässt sich bestimmt auch prima bei Facebook hochladen.
Dann aber doch schnell wieder zurück zum Geschäftlichen, die Accessoires werden schließlich fachgerecht in Szene gesetzt. Ich mache keine solchen Bilder, deswegen habe ich auch keine Fantastilliarden an Followern und muss meinen Urlaub selbst zahlen. Aber so eine Handtasche zu tragen, dazu sehe ich mich wirklich nicht in der Lage.
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Das Internet vergisst nie
Schönheit liegt im Auge des Betrachters
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Standort:
Luxor, Ägypten
Donnerstag, 9. September 2021
Auf einen Tee auf die Baustelle
Hat sie mich wieder erwischt, die arabische Gastfreundschaft. Nachdem mir schon ungefähr die Hälfte der Einwohner Kairos bei der Suche nach meiner Wohnung behilflich gewesen ist, sitze ich nun bei einem Tee auf einer Baustelle. Das scheint jetzt erstmal total widersinnig, aber in Ägypten ist Bier halt nicht so verbreitet wie in, sagen wir mal Ost- und Mitteleuropa.
Gerne findet man sich nach einer derartigen Einladung in irgendeinem Ramschladen wieder und verlässt diesen dann mit einem Teppich oder ein paar Blatt Papyrus. Aber was soll auf einer Baustelle schon passieren? Für Teilhabe bin ich nicht mit genug Geld bewaffnet und überschüssigen Zement bekomme ich schlecht ins Handgepäck. Also folge ich Mohammed, der ein Hotel baut und einen Reisenden um seine Meinung fragt. Da dieser noch dazu über einen deutschen Pass verfügt, kommt man schnell ins Gespräch, irgendwie haben alle Ägypter Freunde oder Verwandte in der Nähe von Stuttgart.
Zum Feierabend finden sich einige Herrschaften ein, ich unterhalte mich mit dem zukünftigen Koch über die Arbeit in den ägyptischen Ressorts und auf den Malediven und mit wer-bist-Du-eigentlich über die Unterschiede zwischen Ägypten und Deutschland. Der Bauherr diskutiert inzwischen schon wieder irgendwo auf dem Gelände mit ein paar Sachverständigen.
Beim Abschied sehe ich mich dann in meiner Vermutung vom Anfang bestätigt. Ich bekomme weder überschüssiges Baumaterial noch irgendwelche dubiosen Angebote, sondern einzig eine Visitenkarte mit auf den Weg. Falls ich unterwegs irgendein Problem habe, Mohammed kennt jede Menge Leute entlang meiner weiteren Reiseroute.
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Kleinfeld
Waschtag
Die ständige Gefahr
Höhlentauchen einmal anders
Gerne findet man sich nach einer derartigen Einladung in irgendeinem Ramschladen wieder und verlässt diesen dann mit einem Teppich oder ein paar Blatt Papyrus. Aber was soll auf einer Baustelle schon passieren? Für Teilhabe bin ich nicht mit genug Geld bewaffnet und überschüssigen Zement bekomme ich schlecht ins Handgepäck. Also folge ich Mohammed, der ein Hotel baut und einen Reisenden um seine Meinung fragt. Da dieser noch dazu über einen deutschen Pass verfügt, kommt man schnell ins Gespräch, irgendwie haben alle Ägypter Freunde oder Verwandte in der Nähe von Stuttgart.
Zum Feierabend finden sich einige Herrschaften ein, ich unterhalte mich mit dem zukünftigen Koch über die Arbeit in den ägyptischen Ressorts und auf den Malediven und mit wer-bist-Du-eigentlich über die Unterschiede zwischen Ägypten und Deutschland. Der Bauherr diskutiert inzwischen schon wieder irgendwo auf dem Gelände mit ein paar Sachverständigen.
Beim Abschied sehe ich mich dann in meiner Vermutung vom Anfang bestätigt. Ich bekomme weder überschüssiges Baumaterial noch irgendwelche dubiosen Angebote, sondern einzig eine Visitenkarte mit auf den Weg. Falls ich unterwegs irgendein Problem habe, Mohammed kennt jede Menge Leute entlang meiner weiteren Reiseroute.
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Kleinfeld
Waschtag
Die ständige Gefahr
Höhlentauchen einmal anders
Standort:
Tunis Village, Ägypten
Dienstag, 7. September 2021
Fingerzeig
Kommt ein Transportmittel die Straße entlanggefahren, hängt das Interesse seitens potentieller Mitfahrer zumeist in nicht unerheblichem Maße von Route und Fahrziel ab. Dafür haben sich weltweit verschiedene Arten der Kennzeichnung etabliert: Nummerierung, Farbgebung, Ziel oder gar Streckenverlauf mehr oder weniger gut lesbar an Front- und Seitenscheiben geschrieben. Das alles ist bei den Kleinbussen in Kairo nicht der Fall.
Die gute Nachricht ist, es bedarf keinerlei Arabischkenntnisse um die Zielfrage zu klären. Die schlechte Nachricht ist, es hat sich stattdessen eine Zeichensprache entwickelt. Die Fahrer brüllen das Fahrziel zwar auch auf die Straße, aber bei dem allgemeinen Verkehrslärm ist das nicht viel mehr als ein netter Versuch. Deshalb wird das Ziel der Fahrt unter Zuhilfenahme von ein bis zwei Händen gestikulierend mitgeteilt.
Dabei geht es mehr oder weniger intuitiv zu: Das Stadtviertel 6.Oktober zum Beispiel wird durch - wer hätte das gedacht - sechs Finger symbolisiert. Mittel- und Zeigefinger gespreizt auf dem Kopf steht für die Pyramiden, auch recht plausibel. In das Stadtviertel Giza fährt, wer Daumen und kleinen Finger von einer Faust ausstreckt. Hä?
Die gleichen Fingerübungen vollbringen übrigens am Straßenrand Wartende, wenn sich ein Gefährt zügig nähert. Der Fahrer hält dann im Erfolgs- und Platz-frei-Fall einfach an. Mir scheint das prinzipiell beherrschbar, auch wenn natürlich keine Liste aller Gesten bzw. Ziele existiert. Allerdings bin ich der Einfachheit halber am Ausgangspunkt der Fahrt zugestiegen. Da hat mir der Fahrer noch ganz in Ruhe bestätigen können, wo die Reise hingehen soll.
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In einem Taxi durch Salvador
Daumen hoch
Noch Fragen?
Gua-gua
Die gute Nachricht ist, es bedarf keinerlei Arabischkenntnisse um die Zielfrage zu klären. Die schlechte Nachricht ist, es hat sich stattdessen eine Zeichensprache entwickelt. Die Fahrer brüllen das Fahrziel zwar auch auf die Straße, aber bei dem allgemeinen Verkehrslärm ist das nicht viel mehr als ein netter Versuch. Deshalb wird das Ziel der Fahrt unter Zuhilfenahme von ein bis zwei Händen gestikulierend mitgeteilt.
Dabei geht es mehr oder weniger intuitiv zu: Das Stadtviertel 6.Oktober zum Beispiel wird durch - wer hätte das gedacht - sechs Finger symbolisiert. Mittel- und Zeigefinger gespreizt auf dem Kopf steht für die Pyramiden, auch recht plausibel. In das Stadtviertel Giza fährt, wer Daumen und kleinen Finger von einer Faust ausstreckt. Hä?
Die gleichen Fingerübungen vollbringen übrigens am Straßenrand Wartende, wenn sich ein Gefährt zügig nähert. Der Fahrer hält dann im Erfolgs- und Platz-frei-Fall einfach an. Mir scheint das prinzipiell beherrschbar, auch wenn natürlich keine Liste aller Gesten bzw. Ziele existiert. Allerdings bin ich der Einfachheit halber am Ausgangspunkt der Fahrt zugestiegen. Da hat mir der Fahrer noch ganz in Ruhe bestätigen können, wo die Reise hingehen soll.
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In einem Taxi durch Salvador
Daumen hoch
Noch Fragen?
Gua-gua
Standort:
Kairo, Ägypten
Sonntag, 5. September 2021
Zwei nackte Schwedinnen
So, mal schauen, ob man mit solch reißerischen Überschriften wirklich mehr Klicks bekommt. Thematisch kommt jetzt nämlich nichts mehr zu Nackten und auch nichts zu Schwedinnen.
Mit der eh schon fragwürdigen Luftqualität in Kairo gehts nochmal merklich abwärts, sobald man sich dem passend Garbage City benannten Slum nähert. Auch ich kann nach zehn Kilometern Laufen bei 35° C leider nichts Entscheidendes zur Verbesserung der Lage beitragen, falle hier aber diesbezüglich wenigstens nicht negativ auf.
In diesem Viertel leben die Leute nämlich vom und im Müll, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. In Kairo funktioniert Mülltrennung ungefähr so, dass Müll von nicht-Müll getrennt wird. Ersteres wird quasi ununterbrochen per LKW oder Eselskarren aus der Stadt herangeschafft. Nach dem Abladen sieht es aus wie auf dem Zeltplatz eines Rockfestivals am Abreisetag. Die Ware wird dann aber mit einer atemberaubenden Erfolgsquote sortiert. Durch Handarbeit. Westliche Recyclingquoten erreichen - größtenteils automatisiert - circa 20%. Hier ist es genau andersherum, ca. 80% und mehr können wiederverwendet werden. Blechdosen, Plastik, Papier, Pappe, Gummi und sicherlich noch viel mehr liegen am Ende sortenrein vor. Organisches wird an die Schweine verfüttert, auch diese erzielen schließlich einen ordentlichen Preis.
Die ganze Müllentsorgung der Millionenstadt stützt sich dabei auf dieses System. Was passiert, wenn das mal nicht funktioniert, hat man in der Vergangenheit eindrucksvoll gesehen. Einmal, als aus Angst vor der Schweinegrippe alle Schweine notgeschlachtet werden mussten, und einmal als die Entsorgung einem italienischen Konsortium übertragen wurde. In beiden Fällen konnte man wohl dabei zusehen, wie die Stadt im Müll versunken ist. Die Europäer jedenfalls waren hier nur zweiter Sieger.
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Hupkonzert
#PlasticBanKe
Bist Du noch ganz dicht?
Das Ganze stinkt zum Himmel
Mit der eh schon fragwürdigen Luftqualität in Kairo gehts nochmal merklich abwärts, sobald man sich dem passend Garbage City benannten Slum nähert. Auch ich kann nach zehn Kilometern Laufen bei 35° C leider nichts Entscheidendes zur Verbesserung der Lage beitragen, falle hier aber diesbezüglich wenigstens nicht negativ auf.
In diesem Viertel leben die Leute nämlich vom und im Müll, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. In Kairo funktioniert Mülltrennung ungefähr so, dass Müll von nicht-Müll getrennt wird. Ersteres wird quasi ununterbrochen per LKW oder Eselskarren aus der Stadt herangeschafft. Nach dem Abladen sieht es aus wie auf dem Zeltplatz eines Rockfestivals am Abreisetag. Die Ware wird dann aber mit einer atemberaubenden Erfolgsquote sortiert. Durch Handarbeit. Westliche Recyclingquoten erreichen - größtenteils automatisiert - circa 20%. Hier ist es genau andersherum, ca. 80% und mehr können wiederverwendet werden. Blechdosen, Plastik, Papier, Pappe, Gummi und sicherlich noch viel mehr liegen am Ende sortenrein vor. Organisches wird an die Schweine verfüttert, auch diese erzielen schließlich einen ordentlichen Preis.
Die ganze Müllentsorgung der Millionenstadt stützt sich dabei auf dieses System. Was passiert, wenn das mal nicht funktioniert, hat man in der Vergangenheit eindrucksvoll gesehen. Einmal, als aus Angst vor der Schweinegrippe alle Schweine notgeschlachtet werden mussten, und einmal als die Entsorgung einem italienischen Konsortium übertragen wurde. In beiden Fällen konnte man wohl dabei zusehen, wie die Stadt im Müll versunken ist. Die Europäer jedenfalls waren hier nur zweiter Sieger.
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Hupkonzert
#PlasticBanKe
Bist Du noch ganz dicht?
Das Ganze stinkt zum Himmel
Standort:
Kairo, Ägypten
Freitag, 3. September 2021
30.0852955°N, 31.324262°E
An genau dieser Stelle habe ich meine Meisterprüfung abgelegt. Im Fach über-die-Straße-gehen. Der Kartendienst der Wahl spricht zwar von einem Tunnel, der Kartendienst der Wahl irrt sich aber an genau dieser Stelle.
Statt über einen Tunnel zu laufen, sehe ich mich einer Art Stadtautobahn gegenüber. Besser gesagt mein nächstes Zwischenziel sehe ich auf der gegenüberliegenden Seite der Straße. Diese verfügt über drei bis sechs Spuren, wer weiß das schon so genau in Kairo. Pro Fahrtrichtung jedenfalls, so viel ist klar. Die Rushhour ist zum Glück vorbei, statt Stau mit ganz vielen Autos hat es nur noch sehr viele Autos und statt Stillstand ist wieder Tempo 60 angesagt. Oder 80, wer weiß das schon in Kairo.
In dem Moment erinnere ich mich an einen Hinweis, den ich mal zum Thema im Vorfeld gelesen habe:
Hinweise dieser Art braucht es, da es in ganz Kairo ungefähr fünf Ampeln gibt. Sie gelten aber im Wesentlichen für normale Straßen, langsames Queren und bei Tageslicht, hier allerdings herrscht Dunkelheit. Aber außer mir versuchen es noch ein paar Locals an der Stelle, der eine oder andere hat bereitsdas rettende Ufer die andere Straßenseite erreicht. Da meine Alternative ein Umweg von ungefähr 40 Minuten ist, schaue ich mir das Ganze zumindest mal an. Und dann ist da nach wenigen Minuten der Hauch einer Chance. Zumindest die erste Spur ist leer und auf der zweiten ist tatsächlich sowas wie ein Abstand zwischen zwei Fahrzeugen zu erahnen. Mut zur Lücke, jetzt oder in vier Stunden vielleicht, wer weiß das schon in Kairo. Also los, die ersten Spuren sind kein Problem, und dann heißt es unter gar keinen, wirklich gar keinen Umständen stehen bleiben. Und wie immer in Afrika funktioniert das natürlich. Ein Fahrer geht leicht vom Gas, ein zweiter auch und mit einem Sprung ist der einen halben Meter breite Mittelstreifen erreicht. Hier ist es eigentlich auch ganz schön ...
Aus der Gegenrichtung kommt ein anderer Überquerer an, wir klatschen kurz ab und wünschen uns viel Glück. Und kurz darauf sprintet jeder seines Wegs, für ihn wie für mich geht es leicht tänzelnd zwischen Bussen, LKWs und Autos hindurch auf die andere Fahrbahnseite. Walk like an Egyptian, sozusagen. Auf der anderen Seite angekommen, gönne ich mir zur Belohnung erstmal ein Eis.
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Ruhepol
Genießen Sie die Fahrt in vollen Zügen!
Laufend zum Ziel
Fahren wie ein Tscheche
Statt über einen Tunnel zu laufen, sehe ich mich einer Art Stadtautobahn gegenüber. Besser gesagt mein nächstes Zwischenziel sehe ich auf der gegenüberliegenden Seite der Straße. Diese verfügt über drei bis sechs Spuren, wer weiß das schon so genau in Kairo. Pro Fahrtrichtung jedenfalls, so viel ist klar. Die Rushhour ist zum Glück vorbei, statt Stau mit ganz vielen Autos hat es nur noch sehr viele Autos und statt Stillstand ist wieder Tempo 60 angesagt. Oder 80, wer weiß das schon in Kairo.
In dem Moment erinnere ich mich an einen Hinweis, den ich mal zum Thema im Vorfeld gelesen habe:
Die Vorhersehbarkeit Ihres Handelns garantiert Ihre Sicherheit.
Hinweise dieser Art braucht es, da es in ganz Kairo ungefähr fünf Ampeln gibt. Sie gelten aber im Wesentlichen für normale Straßen, langsames Queren und bei Tageslicht, hier allerdings herrscht Dunkelheit. Aber außer mir versuchen es noch ein paar Locals an der Stelle, der eine oder andere hat bereits
Aus der Gegenrichtung kommt ein anderer Überquerer an, wir klatschen kurz ab und wünschen uns viel Glück. Und kurz darauf sprintet jeder seines Wegs, für ihn wie für mich geht es leicht tänzelnd zwischen Bussen, LKWs und Autos hindurch auf die andere Fahrbahnseite. Walk like an Egyptian, sozusagen. Auf der anderen Seite angekommen, gönne ich mir zur Belohnung erstmal ein Eis.
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Ruhepol
Genießen Sie die Fahrt in vollen Zügen!
Laufend zum Ziel
Fahren wie ein Tscheche
Standort:
Kairo, Ägypten
Mittwoch, 1. September 2021
Ohne Worte
Man kennt das ja, da steht man unterwegs im fremdsprachlichen Ausland und manchmal fehlen einem einfach die Worte. Im aktuellen Fall ist mein Arabisch, sagen wir mal ausbaufähig. Im Zweifel muss es halt mal mit Händen und Füßen gehen.
Aber nicht nur im Zweifel, sondern auch in einem ganz besonderen Schnellrestaurant in Kairo. Hier gibt es nämlich eine Filiale, in der ausschließlich Taubstumme angestellt sind. Ich darf jetzt aus Gründen der Werbung keine Namen nennen, aber da hat KFC wirklich eine tolle Idee gehabt. Normalerweise meide ich diese Ketten wie der Teufel das Weihwasser, auch und gerade im Urlaub. Aber unter diesen besonderen Umständen habe ich mal eine Ausnahme gemacht.
Am Eingang klärt ein Schild kurz über die Situation auf und dann wartet auch schon der Bestellvorgang. Einmal freundlich zunicken und los gehts. Die Karte liegt auf den Tresen, ich finde etwas ohne "FC" drin und tippe auf dieses sowie ein Getränk. Es kommt wie es kommen muss, es gibt da noch Fragen. Es gäbe ein Menü, entnehme ich einem Tipp der Dame auf die Karte. Kopfschütteln. OK, dann also einzeln. Größe? Kein Problem, zeigt man mit den Händen. Noch was anderes (eine ausladende Geste über die gesamte Karte)? Kopfschütteln. Finger auf den Fußboden oder zur Tür? Danke, ich würde gerne hier Essen, Finger auf den Boden. Kopfnicken. Damit ist die intellektuelle Leistung im Wesentlichen erbracht, den Preis verrät die Kasse, das Bezahlen funktioniert wie sonst auch. Hand aufs Herz, eine angedeutete Verbeugung - ich danke auch. Zwei Minuten später bekomme ich nach einem Winken in meine Richtung meine Bestellung ausgehändigt. Wunderbar.
Leider löst sich jedoch der Wunsch nach einem Essen in Ruhe, und zwar mit Betonung auf Ruhe, ziemlich schnell in Luft auf. Denn auch hier läuft leider die unvermeidliche Beschallung und leider sind eben die Gäste zu verbalem Dauerfeuer in der Lage. Trotzdem einfach eine großartige Erfahrung.
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Duale Ausbildung
Operation Frühstück
Lost in Transcription
Stille Post
Aber nicht nur im Zweifel, sondern auch in einem ganz besonderen Schnellrestaurant in Kairo. Hier gibt es nämlich eine Filiale, in der ausschließlich Taubstumme angestellt sind. Ich darf jetzt aus Gründen der Werbung keine Namen nennen, aber da hat KFC wirklich eine tolle Idee gehabt. Normalerweise meide ich diese Ketten wie der Teufel das Weihwasser, auch und gerade im Urlaub. Aber unter diesen besonderen Umständen habe ich mal eine Ausnahme gemacht.
Am Eingang klärt ein Schild kurz über die Situation auf und dann wartet auch schon der Bestellvorgang. Einmal freundlich zunicken und los gehts. Die Karte liegt auf den Tresen, ich finde etwas ohne "FC" drin und tippe auf dieses sowie ein Getränk. Es kommt wie es kommen muss, es gibt da noch Fragen. Es gäbe ein Menü, entnehme ich einem Tipp der Dame auf die Karte. Kopfschütteln. OK, dann also einzeln. Größe? Kein Problem, zeigt man mit den Händen. Noch was anderes (eine ausladende Geste über die gesamte Karte)? Kopfschütteln. Finger auf den Fußboden oder zur Tür? Danke, ich würde gerne hier Essen, Finger auf den Boden. Kopfnicken. Damit ist die intellektuelle Leistung im Wesentlichen erbracht, den Preis verrät die Kasse, das Bezahlen funktioniert wie sonst auch. Hand aufs Herz, eine angedeutete Verbeugung - ich danke auch. Zwei Minuten später bekomme ich nach einem Winken in meine Richtung meine Bestellung ausgehändigt. Wunderbar.
Leider löst sich jedoch der Wunsch nach einem Essen in Ruhe, und zwar mit Betonung auf Ruhe, ziemlich schnell in Luft auf. Denn auch hier läuft leider die unvermeidliche Beschallung und leider sind eben die Gäste zu verbalem Dauerfeuer in der Lage. Trotzdem einfach eine großartige Erfahrung.
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Duale Ausbildung
Operation Frühstück
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Stille Post
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Ägypten,
Dienstleister,
Essen & Trinken
Standort:
Kairo, Ägypten
Montag, 30. August 2021
Schlechtes Versteck
Unter Wasser gelten im Prinzip dieselben Regeln wie über Wasser: Dass Tiere dringlichst auf der Hut vor Zweibeinern sein sollten, setze ich mal als bekannt voraus. Im Ernstfall gilt es, entweder schnell zu verschwinden oder zumindest mal gut getarnt zu sein. Einige Ausnahmen bestätigen dabei die Regel, ein paar der Fische hier im Roten Meer interessieren sich für Schnorchelnde so sehr wie ein Stein für das Wetter.
Interessanterweise ist dabei kein eindeutiges Muster zu erkennen. Und vielleicht gibt es wie bei den Menschen auch eher Mutige und eher nicht ganz so Mutige. Jedenfalls sind einzelne große Fische zu beobachten, die sehr auf Distanz bedacht sind, während sich kleinere in Schwarmstärke aus der Deckung trauen. Möglicherweise spielt hierbei auch eine Rolle, wer hier eine ordentliche Mahlzeit abgeben würde. Bunte Fische halten sich permanent zwischen einfarbigen Korallen auf, während andere sich farblich kaum vom Hintergrund abheben.
Wieder andere treten fast immer zu zweit auf, und sind dabei ganz entspannt. Vermutlich handelt es sich bei einem der beiden um einen Bodyguard mit schwarzem Gürtel in irgendeiner fernöstlichen Kampfsportart. Abschließend gibt es auch unter den Fischen scheinbar noch die Kategorie derer, die so aussehen, dass mit ihnen lieber niemand in Kontakt kommen will. Das gilt selbst für die Anwesenden mit Taucherbrille.
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Unentschieden
Tierische Beobachtungen
Hände schütteln
Fischsuppe
Interessanterweise ist dabei kein eindeutiges Muster zu erkennen. Und vielleicht gibt es wie bei den Menschen auch eher Mutige und eher nicht ganz so Mutige. Jedenfalls sind einzelne große Fische zu beobachten, die sehr auf Distanz bedacht sind, während sich kleinere in Schwarmstärke aus der Deckung trauen. Möglicherweise spielt hierbei auch eine Rolle, wer hier eine ordentliche Mahlzeit abgeben würde. Bunte Fische halten sich permanent zwischen einfarbigen Korallen auf, während andere sich farblich kaum vom Hintergrund abheben.
Wieder andere treten fast immer zu zweit auf, und sind dabei ganz entspannt. Vermutlich handelt es sich bei einem der beiden um einen Bodyguard mit schwarzem Gürtel in irgendeiner fernöstlichen Kampfsportart. Abschließend gibt es auch unter den Fischen scheinbar noch die Kategorie derer, die so aussehen, dass mit ihnen lieber niemand in Kontakt kommen will. Das gilt selbst für die Anwesenden mit Taucherbrille.
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Unentschieden
Tierische Beobachtungen
Hände schütteln
Fischsuppe
Standort:
Dahab, Ägypten
Samstag, 28. August 2021
Fährt ein Bus durch einen Tunnel
Nachts um zwei, eine Vollbremsung. Menschen werden schlagartig wach. Der Busfahrer manövriert das Gefährt über eine sehr hohe Kante. Der Kipppunkt kennt keine Nachtruhe, verschont den Bus aber für den Moment. Stattdessen gibt er sich mit einem Kaffeebecher zufrieden, dessen Inhalt verteilt sich um ein paar Schuhe und Handgepäckstücke herum. Weiter gehts über eine Holperpiste, Vollgas und abruptes Bremsen wechseln sich mit heftigen Lenkbewegungen ab. An Schlaf ist erstmal nicht mehr zu denken. Was zum Teufel ist hier los?
Um es kurz zu machen: Ägypten ist hier los. Die Strecke führt in Kürze durch einen Tunnel unter den Suezkanal hindurch, es handelt sich dabei um eine der wenigen Möglichkeiten bezüglich des Wassers die Seiten zu wechseln. Dementsprechend streng sind hier die Sicherheitskontrollen, zu wichtig sind der Kanal und die Straße für das Land. Mit nur einem großen Wumms kann hier gleich doppelt Schaden angerichtet werden. Was im Ernstfall los ist, hat neulich ja ein Schiffskapitän eindrucksvoll bewiesen. Oder handelt es sich am Ende etwas doch nur um die Grenzkontrolle zwischen Afrika und Asien?
Leider steht die Anzahl der Fahrzeuge in keinem günstigen Verhältnis zur Zahl der Tunnelröhren. Daher, und weil die Infrastruktur vor der Tunneleinfahrt insgesamt eher ausbaufähig ist, beginnt bereits einige Zeit vorher das Gedrängel der Busse um eine möglichst gute Position in der Schlange zur Sicherheitskontrolle. Das Ganze hat etwas von Autoscooter für große Jungs, zwischen den Bussen wimmeln diverse zweite Fahrer herum und dirigieren ihre Kollegen zur Ideallinie. Hier herrscht jedenfalls die absolute Anarchie, was für ein Schauspiel.
Ich bin mir nicht sicher, ob hier irgendwer Zeit gewinnt, aber nach zwei Stunden ist der Kontrollpunkt erreicht. Scheinbar steht keiner der Passagiere auf einer Fahndungsliste und die Fahrt kann endlich fortgesetzt werden.
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Schwerlasttransport
Ein wenig Abwechslung muss sein
Welcome to Welkom
Road to mendocino(s)
Um es kurz zu machen: Ägypten ist hier los. Die Strecke führt in Kürze durch einen Tunnel unter den Suezkanal hindurch, es handelt sich dabei um eine der wenigen Möglichkeiten bezüglich des Wassers die Seiten zu wechseln. Dementsprechend streng sind hier die Sicherheitskontrollen, zu wichtig sind der Kanal und die Straße für das Land. Mit nur einem großen Wumms kann hier gleich doppelt Schaden angerichtet werden. Was im Ernstfall los ist, hat neulich ja ein Schiffskapitän eindrucksvoll bewiesen. Oder handelt es sich am Ende etwas doch nur um die Grenzkontrolle zwischen Afrika und Asien?
Leider steht die Anzahl der Fahrzeuge in keinem günstigen Verhältnis zur Zahl der Tunnelröhren. Daher, und weil die Infrastruktur vor der Tunneleinfahrt insgesamt eher ausbaufähig ist, beginnt bereits einige Zeit vorher das Gedrängel der Busse um eine möglichst gute Position in der Schlange zur Sicherheitskontrolle. Das Ganze hat etwas von Autoscooter für große Jungs, zwischen den Bussen wimmeln diverse zweite Fahrer herum und dirigieren ihre Kollegen zur Ideallinie. Hier herrscht jedenfalls die absolute Anarchie, was für ein Schauspiel.
Ich bin mir nicht sicher, ob hier irgendwer Zeit gewinnt, aber nach zwei Stunden ist der Kontrollpunkt erreicht. Scheinbar steht keiner der Passagiere auf einer Fahndungsliste und die Fahrt kann endlich fortgesetzt werden.
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Schwerlasttransport
Ein wenig Abwechslung muss sein
Welcome to Welkom
Road to mendocino(s)
Standort:
Al Ganayen, Ägypten
Donnerstag, 26. August 2021
Das Internet vergisst nie
Falls zuhause mal wieder das Internet weg ist, weiß ich jetzt was zu tun ist: In Alexandria gibt es in der Bibliothek eine physische Kopie des Internetarchivs. Da kann man sicher weiterhelfen.
Bereits im Altertum war die Bibliothek von Alexandria eine der wichtigsten Anlaufstellen für Wissbegierige und ziemlich prominent. Da die Sache mit der Vernetzung aber damals nur schleppend in die Gänge gekommen ist, hat man das Teil irgendwann vorsichtshalber in Brand gesteckt. Julius Caesar und einige seiner Zeitgenossen gehören zum Kreis der Verdächtigen.
Inzwischen aber hat sich der Stand der Technik eher inflationär entwickelt, so dass um die Jahrtausendwende ein neuer Anlauf gestartet worden ist. Eine neue Bibliothek bewahrt unter anderem einen Teil der Internetgeschichte auf. Das benötigt natürlich ordentlich Rechentechnik, rund 5 Millionen Gigabyte stehen an Speicherplatz zur Verfügung. Die ganze Technik produziert aber scheinbar vor allem Abwärme. Jedenfalls ist die ganze Stadt ausreichend mit Temperatur versorgt.
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Togo or not to go
Internet aus der Dose
Influenza
Männer, die auf ein Smartphone starren
Bereits im Altertum war die Bibliothek von Alexandria eine der wichtigsten Anlaufstellen für Wissbegierige und ziemlich prominent. Da die Sache mit der Vernetzung aber damals nur schleppend in die Gänge gekommen ist, hat man das Teil irgendwann vorsichtshalber in Brand gesteckt. Julius Caesar und einige seiner Zeitgenossen gehören zum Kreis der Verdächtigen.
Inzwischen aber hat sich der Stand der Technik eher inflationär entwickelt, so dass um die Jahrtausendwende ein neuer Anlauf gestartet worden ist. Eine neue Bibliothek bewahrt unter anderem einen Teil der Internetgeschichte auf. Das benötigt natürlich ordentlich Rechentechnik, rund 5 Millionen Gigabyte stehen an Speicherplatz zur Verfügung. Die ganze Technik produziert aber scheinbar vor allem Abwärme. Jedenfalls ist die ganze Stadt ausreichend mit Temperatur versorgt.
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Labels:
Ägypten,
Kult-Tour,
Spitzentechnologie
Standort:
Alexandria, Ägypten
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